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26.03.2026 | (rsn) – Drei Deutsche stehen zurzeit in den Top 50 des Jahresrankings der UCI und nach seinem Podiumsplatz bei der Ronde van Brugge (1.UWT) am Mittwoch hat sich Max Kanter dank der dazugehörigen 260 UCI-Punkte an Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost) und Marco Brenner (Tudor) vorbeigeschoben. Der 28-Jährige vom kasachischen WorldTour-Rennstall XDS – Astana ist damit die deutsche Nummer 1.
An elf Renntagen in Massenstarts hat Kanter es viermal unter die besten Zehn geschafft. Viermal zeigte sich der gebürtige Cottbuser in den Spurts ganz vorn, wobei er auf der 2. Etappe von Paris-Nizza auch seinen ersten WorldTour-Wettkampf gewann. Doch gerade in Brügge bewies Kanter, dass er mehr als "nur" ein Sprinter ist.
“Das Rennen war vom Start weg sehr nervös. Es gab oft Windstaffeln, aber gleichzeitig hat sich das Feld nie in wirklich kleine Gruppen aufgeteilt, was es noch stressiger machte“, wurde Kanter in einer Pressemitteilung seines Teams zitiert. Auf den flachen Straßen in Westflandern war er immer im Bilde, war immer in der ersten Staffel dabei und machte dort nicht nur einen aufmerksamen, sondern auch einen starken Eindruck - wie auch sein gesamtes Team.
Die Mannschaft war es auch, die Kanter half, als ein Protestierer einen Massensturz verursachte. “Ich bin rund 20 (30, d.Red.) Kilometer vor dem Ziel in einer Kopfsteinpflaster-Passage gestürzt. Das Team hat einen fantastischen Job gemacht, mich zurück zur Spitze gebracht und so im Grunde mein Resultat gerettet. Ohne sie wäre ich vermutlich nicht wieder herangekommen“, war der Brandenburger seinen Kollegen dankbar.
Nur auf der Zielgeraden waren XDS - Astana und Kanter plötzlich nicht mehr zu sehen; genau wie der spätere Sieger Dylan Groenewegen. Der war mit seiner Mannschaft Unibet – Rose Rockets neben den Kasachen die zweite dominante Kraft im Rennen. “Im Finale habe ich leider meine Position etwas verloren“, erklärte Kanter, der dann aber das Hinterrad des Niederländers fand.
An Groenewegen, aktuell der vielleicht schnellste Sprinter der Welt, führte dann aber kein Weg vorbei. Auch Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech), der im Spurt lange die Nase vorn hatte, konnte Kanter nicht mehr passieren. Für sein erstes Podiumsergebnis bei einem Eintagesrennen der WorldTour reichte es dennoch. “Schlussendlich hat alles gut geklappt und mein Sprint war gut genug für den dritten Platz. Ich denke, dass das ein solider Start in den Schlussteil der Klassiker ist“, urteilte er.
Dafür hat sich Kanter nach derzeitigem Kenntnisstand noch zwei Termine im Kalender notiert. Am 29. März tritt er bei Middelkerke-Wevelgem (1.UWT) an. Am 1. April steht Dwars door Vlaanderen (1.UWT) auf seinem Programm. Die Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix tauchen dort momentan nicht auf, die beiden Monumente hat er zum letzten Mal 2022 bestritten.
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