Vorschau auf die E3 Saxo Classic 2026

Kann Pedersen van der Poels Hattrickpläne durchkreuzen?

Von Matthias Seng

Foto zu dem Text "Kann Pedersen van der Poels Hattrickpläne durchkreuzen?"
Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech) ist auch Top-Favorit bei der 68. E3 Saxo Classic | Foto: Cor Vos

26.03.2026  |  (rsn) – Beim 117. Mailand-Sanremo (1.UWT) musste Titelverteidiger Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) gegen Überflieger Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) eine wortwörtlich schmerzhafte Niederlage einstecken. Nach einem Sturz kurz vor der Cipressa schaffte der Niederländer zwar genau wie der Weltmeister und Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) noch den Anschluss an das Feld.

Allerdings hatte sich van der Poel eine blutende Fingerwunde zugezogen und konnte deshalb nicht mehr richtig den Lenker greifen – am Ende blieb vier Sekunden hinter Pogacar und dem drittplatzierten van Aert nur Rang acht.

Der verletzte Finger bereitet dem Alpecin-Kapitän keine Probleme mehr. Da Pogacar und auch van Aert auf Starts bei der E3 Saxo Classic (27. März / 1.UWT) verzichten, hat van der Poel beste Aussichten auf den Hattrick bei der “Mini-Ronde“, die er nach einem dritten Platz 2019 und Rang zwei 2023 in den beiden vergangenen Jahren jeweils gewinnen konnte.

Bei seinem letzten Sieg verwies er Mads Pedersen (Lidl – Trek / +1:05) und Filippo Ganna (Ineos Grenadiers / +2:04) mit jeweils deutlichem Vorsprung auf die weiteren Plätze. Während der Italiener bei der 68. Ausgabe der E3 Classic auch nicht am Start stehen wird, dürfte der Däne van der Poels größter Gegner sein, zumal Pedersen bei Mailand-Sanremo in seinem ersten Rennen nach langer Verletzungspause nur knapp das Podium verpasste.

Stark einzuschätzen sind außerdem Christophe Laporte als Van-Aert-Vertreter bei Visma – Lease a Bike und Florian Vermeersch, auf dessen Schultern die Hoffnungen des UAE-Teams ruhen. Jasper Stuyven (Soudal – Quick-Step) als Siebter von Siebter Mailand-Sanremo) und vor allem der Strade-Vierte Romain Gregoire (Groupama – FDJ United) zeigten wie der Omloop-Dritte Vermeersch und der damalige Vierte Laporte bereits starke Vorstellungen und werden auf den 208,8 Kilometern rund um das westflämische Harelbeke ebenfalls hoch gehandelt.

Bei van der Poels souveränem Omloop-Sieg präsentierte sich auch Tim van Dijke (Red Bull – Bora – hansgrohe) in großartiger Verfassung und sicherte sich zur Eröffnung der belgischen Klassikersaison 22 Sekunden hinter seinem Landsmann Rang zwei. Bei Red Bull – Bora – hansgrohe gehört van Dijke zu einem soliden Aufgebot, in dem mit dem routinierten Belgier Gianni Vermeersch und vor allem dem jungen Neuseeländer Laurence Pithie weitere starke Fahrer stehen.

Die deutschen Starter

Nils Politt war in den vergangenen Jahren der erfolgreichste deutsche Teilnehmer an der E3 Classic. 2019 reichte es zu Rang sechs. 2024 – nach seinem Wechsel von Bora – hansgrohe zu UAE – sprang ein siebter Platz heraus. Der Hürther wird in erster Linie für Vermeersch arbeiten, ist nach UAE-Angaben aber darüber hinaus neben Antonio Morgado eine weitere Option für das Team.

Die fünf weiteren deutschen Starter werden nicht über Helferrollen hinauskommen: Max Walscheid und Tim Torn Teutenberg werden bei Lidl – Trek für Pedersen arbeiten. Kim Heiduk (Ineos Grenadiers), Jonas Rutsch (Lotto – Intermarché) sowie Jasha Sütterlin (Jayco – AlUla) werden bei ihren jeweiligen Mannschaften ebenfalls kaum eigene Ambitionen verfolgen.

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