Schwerer Sturz überschattet Finale

Nach drei zweiten Plätzen: Kool jubelt erstmals beim Scheldeprijs

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Charlotte Kool (Fenix – Premier Tech) hat den 6. Scheldeprijs gewonnen. | Foto: Cor Vos

08.04.2026  |  (rsn) – Charlotte Kool (Fenix – Premier Tech) hat nach drei zweiten Plätzen in Folge erstmals in ihrer Karriere den Scheldeprijs (1.Pro) der Frauen für sich entschieden. Die 26-jährige Niederländerin setzte sich über 130,3 Kilometer mit Start und Ziel in Schoten im Sprint eines nach einem schweren Sturz im Finale stark geschrumpften Feldes souverän durch und feierte ihren zweiten Saisonsieg.

Rang zwei sicherte sich ihre Landsfrau Nienke Veenhoven (Visma – Lease a Bike) vor der Italienerin Elisa Balsamo (Lidl - Trek), die als Titelverteidigerin ins Rennen gegangen war und sich mit Platz drei begnügen musste. Die viermalige Scheldeprijs-Siegerin Lorena Wiebes (SD Worx – Protime) war diesmal nicht am Start.

Vierte wurde die Irin Lara Gillespie (UAE - Team ADQ) vor der Italienerin Chiara Consonni (Canyon – SRAM – zondacrypto), die Österreicherin Kathrin Schweinberger (Human Powered Health) belegte Rang zehn.

“Nach all den zweiten Plätzen war es an der Zeit, dass ich hier mal gewinne“, sagte Kool im Flash-Interview und fügte an: "Ich bin sehr froh, dass ich nach dieser starken Teamleistung gewinnen konnte. Der große Crash hat sich wirklich schlimm angehört, ich hoffe, dass alle okay sind. Wir waren als Team perfekt positioniert und konnten genau das umsetzen, was wir im Training erarbeitet hatten."

“Mir kam es gar nicht so chaotisch vor, weil wir als Team auf der letzten Runde von vorne gefahren sind", sagte die Zweitplatzierte Veenhoven nach ihrem ersten Scheldeprijs-Podium im Flash-Interview. "Ich hatte am Hinterrad meiner Teamkolleginnen eigentlich keinen allzu großen Stress. SD Worx - Protime hat auf dem Pflasterstück attackiert, unser Team konnte aber die Lücke schließen. Ich bin wirklich stolz darauf."

Dagegen konnte sich Balsamo über ihre dritte Podiumsplatzierung in Schoten nicht so recht freuen. “Ich bin ein bisschen enttäuscht“, gestand die 28-jährige Italienerin im Flash-Interview ein. “Es war ein hartes Finale und schwierig, in einer guten Position zu fahren. Ich habe mein Bestes versucht, aber zwei waren einfach stärker. Ich war schon vor dem Sprint recht oft im Wind, es war sehr schwierig, nach vorne zu fahren. Meine Teamkolleginnen haben mir geholfen, aber am Ende war es ohne Leadout sehr schwer. Ich habe alles gegeben, aber es hat nicht gereicht.”

Zur siebenköpfigen Spitzengruppe des Tages gehörte bei strahlendem Sonnenschein auch die erst 19-jährige Deutsche Clara Jäger (LKT Team), die kurz vor dem Erreichen des dreimal zu befahrenden Rundkurses in Schoten ihre Begleiterinnen sogar attackierte. Doch 50 Kilometer vor dem Ziel waren die Ausreißerinnen auf brettebenem Terrain bereits wieder gestellt.

Auf der letzten der 16,9 Kilometer langen Zielrunden übernahmen die großen Teams wie Lidl – Trek und Visma die Kontrolle, ehe Femke Gerritse (SD Worx – Protime) acht Kilometer vor dem Ziel die Sprinterinnen mit Hilfe ihrer Teamkollegin Barbara Guarischi zu überraschen versuchte. Die Italienerin scherte nach einer massiven Tempoverschärfung dann aber schnell aus, Gerritse fuhr sich einen Vorsprung von 15 Sekunden heraus, wurde eingangs der letzten fünf Kilometer allerdings wieder eingefangen.

Visma und Fenix gaben dann die Schlagzahl im Finale vor, in dem Lidl – Trek sich drei Kilometer vor dem Ziel vorne mit einspannte, ehe kurz darauf ein großer Sturz das Feld zerriss. SD Worx führte die nur noch rund 30-köpfige Spitzengruppe auf die Zielgerade, wo Fenix – Premier Tech Kool perfekt den Sprint lancierte, den die Niederländerin mit ihrem ersten Sieg beim Scheldeprijs abschloss.

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