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12.04.2026 | (rsn) – Endlich hat es geklappt: Erstmals in seiner Karriere hat sich Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) den Sieg bei Paris-Roubaix geholt. In einem von zahllosen Defekten heimgesuchten und dramatisch verlaufenen Rennen schlug der 31-jährige Belgier nach 258,3 Kilometern von Compiègne nach Roubaix Weltmeister Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) im Sprint.
Nach einem Defekt im Wald von Arenberg musste Titelverteidiger Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) eine lange Aufholjagd starten, die letztlich auf Platz vier endete. Vor dem Niederländer sicherte sich Jasper Stuyven (Soudal – Quick-Step) den letzten freien Platz auf dem Podium.
Stark auch die Vorstellungen von Stefan Bissegger (Decathlon – CMA CGM) und Nils Politt (UAE – Emirates – XRG). Der Schweizer und der Deutsche belegten die Plätze acht und neun.
Wout van Aert (Visma – Lease a Bike / Sieger / Flash):
“Ehrlicherweise gibt es nichts Besseres, als mit dem Weltmeister zur Ziellinie zu kommen. Dieses Wort spricht für sich selbst, aber er ist wirklich ein Champion und er hat mir das Leben heute schwer gemacht. Ihn (Pogacar) in einem Sprint Mann gegen Mann zu besiegen, ist für mich etwas ganz Spezielles. Als ich ins Velodrom gekommen bin, habe ich mich einfach an meinen Plan gehalten. In meinen Träumen und in meiner Vorbereitung habe ich diesen Sprint schon so oft gemacht, also wusste ich genau, was ich zu tun hatte.
Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG / Zweiter / Mixed Zone):
“Die meisten hatten heute viele Probleme mit Platten, ich hatte drei und musste jeweils das Rad wechseln. Mein Team war aber super stark und hat mich vor dem Arenberg wieder zurückgebracht. Ich war aber zu diesem Zeitpunkt schon etwas müde. Als ich dann mit Wout vorne war, hatte ich nicht mehr genug im Tank, um ihn auf dem Kopfsteinpflaster abzuhängen. Ich habe im Sprint alles versucht, aber er hat schon auf der Champs Elysee gewonnen, also ist es ziemlich schwer, gegen ihn zu gewinnen.“
Jasper Stuyven (Soudal - Quick Step / Dritter / Mixed Zone):
“Ehrlich gesagt bin ich ziemlich stolz auf dieses Podium. Ich war oft nah dran, habe immer wieder um Podestplätze gekämpft, aber mit diesen Supertalenten wird es natürlich nur noch schwieriger, ein ganz großes Resultat zu holen.
Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech/ Vierter / Eurosport):
“Ich hatte zwei Platten und war mehr als zwei Minuten hinten. Da wusste ich, dass das Rennen vorbei war. Ich habe nicht geglaubt, dass ich nochmal ganz an die Spitze des Rennens komme. Ich habe so viel Energie gebraucht, um wieder in die Gruppe zu kommen. Es ist schon unglaublich, dass ich danach um das Podium gesprintet bin.”
Christoph Laporte (Visma - Lease a Bike / Fünfter / Eurosport):
“Es ist sehr schön, wir haben seit fünf Jahren auf diesen Sieg gewartet. Es gibt keinen, der es mehr verdient als er (van Aert). Ich freue mich sehr für ihn. Es ist immer stressig, wir waren aber zu zweit in einer guten Situation. Wout ist mit Pogacar losgefahren. Ich habe versucht, das Tempo hinten ein bisschen rauszunehmen. Es war ein perfektes Rennen. Für mich es ist das schönste Monument. Ich bin ins Team gekommen, um Wout zu helfen, ein Monument zu gewinnen. Dieses Ziel haben wir erreicht. Ich bin super stolz und froh über den Tag.”
Mick van Dijke (Red Bull - Bora – hansgrohe / Sechster/ Eurosport):
“Ich weiß, dass wir nicht Fahrer wie Mathieu (van der Poel), Tadej (Pogacar) oder Wout (van Aert) in unserem Team haben. Aber wir sind insgesamt als Team sehr stark. Ich persönlich hatte am Anfang ziemliches Pech. Ich musste immer wieder das Rad wechseln. Aber meine Teamkollegen waren immer an der Spitze. Ich glaube, wir können uns immer aufeinander verlassen. Ich hatte gute Beine. Ich habe alles gegeben und wenn dann ein sechster Platz rauskommt, bin ich stolz auf mich. Es hätte natürlich auch der dritte Platz sein können.“
Mads Pedersen (Lidl - Trek/ Siebter / Eurosport):
“Ich kann mit meiner Leistung heute nicht zufrieden sein. Ich bin gekommen, um zu gewinnen. Es kommt am Ende auf die Beine an. Ich konnte nicht folgen. Es war ziemlich offensichtlich, was passiert ist. Ich hatte wieder das Gefühl, dass viele aus der Gruppe nicht mit mir ins Velodrom gehen wollten. Ich habe dann lieber versucht, Dritter zu werden, als auf dem vierten Platz mit leeren Händen dazustehen. Es hat heute nicht funktioniert.“
Stefan Bissegger (Decathlon - CMA CGM / Achter / Eurosport):
“Es war super hart, wie wir es bei dieser Windrichtung erwartet hatten. Es war ein sehr aggressives Rennen und Vollgas ab dem Arenberg. Ich glaube, alle waren am Limit und es ging viel ums Überleben. Ich wusste, dass ich van der Poel und Pedersen nicht folgen kann, weil sie stärker sind. Ich musste also ein bisschen spielen. Außerdem hatten wir Christoph Laporte dabei, was gut für Wout war, aber schlecht für unsere Gruppe. Ich habe alles gegeben und bin stolz. Es ist ein gutes Ergebnis.”
John Degenkolb (Picnic - PostNL / Platz 31 / Cycling Pro Net):
“Ich hatte insgesamt das Gefühl, dass es heute extrem war, was Platten und Defekte angeht. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es in den letzten Jahren so viele Defekte gegeben hat wie heute. Wie könnte man dieses Rennen nicht lieben? Es ist das beste Rennen des Jahres. Aber ich werde auch älter, das merke ich jedes Jahr ein bisschen mehr. Mal sehen, vielleicht komme ich nächstes Jahr noch einmal zurück. Wout ist ein echter Champion und ich freue mich sehr für ihn. Er hat sich diesen großen Sieg absolut verdient. Tadej kann es gewinnen, wenn man zweimal Zweiter wird, kann man auch gewinnen.”
Anthony Turgis (Total Energies / Platz 14 / Cycling Pro Net):
“Heute hatte ich gleich am Anfang keinen guten Tag. Ich konnte mich aber wieder nach vorne arbeiten. Am Ende hatte ich sogar noch ein gutes Finale und war mit meiner Gruppe ganz zufrieden. Allerdings waren keine Begleitfahrzeuge mehr hinter unserer Gruppe. In einer Kurve wurde ich blockiert und bin geradeaus in die Zuschauer gefahren. Vom Ergbenis her bin ich dort gelandet, wo ich hingehöre. Vielleicht wäre ein bisschen mehr drin gewesen, weil die Top 10 auch nicht so weit weg waren.”
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