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29.04.2026 | (rsn) - Die Schlagzeile, dass Mathieu van der Poel mit unveröffentlichtem Material unterwegs ist, hat inzwischen fast schon Déjà-vu-Charakter. In den letzten Monaten testete er schon neue Dura - Ace Straßenlaufräder, das neue Canyon Endurace und leakte ein Update des Canyon Aeroad.
Dass ausgerechnet das Aushängeschild von Canyon und Shimano als rollendes Prototypen-Labor für neues Material dient, dürfte kaum Zufall sein, ebenso wenig, dass solche Testfahrten auf Social Media dokumentiert werden. In einem Video seines Trainingskollegen Freddy Ovett ist der Niederländer nun mit neuen Dura-Ace-Laufrädern an seinem Gravelrad zu sehen.
Interessant dabei ist, dass Dura - Ace bisher eine reine Straßengruppe ist und die aktuellen Modelle mit ihrer Felgenbreite nicht unbedingt für breitere Stollenreifen geeignet sind. Die neuen Laufräder könnten darauf hinweisen, dass Shimano eine Gravelversion ihrer Top-Gruppe auf den Markt bringen wird. Die aktuell teuerste Schaltgruppe im Schottersegment des Herstellers, die GRX 825, ist preislich eher auf Ultegra-Niveau. Shimano könnte also für diesen boomenden Markt durchaus ein Premium-Modell nachschieben.
Aktuell bietet der weltweit größte Schaltungshersteller im Gravel-Segment lediglich eine maximale Felgenhöhe von 32 mm an, die Felgen an van der Poels Canyon jedoch wirken deutlich höher und aerodynamischer.
Dass es sich bei dem Modell um neu gebrandete Straßen-Prototypen der Klassikersaison handelt, lässt sich an einem einfachen Detail ausschließen: Während das Prototyp-Straßenmodell mit versteckten Speichennippeln für zusätzliche Aerodynamik konstruiert ist, setzt die neue Variante auf klassische, reparaturfreundliche außenliegende Nippel.
Es ist außerdem nicht das erste Mal, dass der achtmalige Cyclocross-Weltmeister mit unveröffentlichten Offroad-Laufrädern gesichtet wurde. Bereits seinen Sieg bei der Gravel-Weltmeisterschaft 2024 fuhr van der Poel auf Felgen ohne Logos ein, die nicht in das Portfolio seines Sponsors passten. Es könnte also sein, dass es sich nun um die finale Version handelt, die für den Testeinsatz in Spanien nun ein deutlich offensiveres Branding verpasst bekommen hat.
Nach den Schotter-Trainingseinheiten in Girona, wo am Wochenende das Gravelrennen Traka stattfindet, wurde bereits spekuliert, dass der 31-Jährige sich spontan für eine Teilnahme entscheiden könnte. Abgesehen von der Ausfahrt mit seinem Trainingspartner Freddy Ovitt, der dort an der Startlinie stehen wird, deutet aktuell allerdings nichts darauf hin.