Die Stimmen zur 1. Etappe des Giro d´Italia

Andresen: “Mit jemand anderem am Hinterrad hätte ich gewonnen“

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Tobias Lund Andresen (Decathlon - CMA CGM, links) muss sich in Burgas nur Paul Magnier geschlagen geben. | Foto: Cor Vos

08.05.2026  |  (rsn) – Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) hat in einem chaotischen Sprintfinale in Burgas die 1. Etappe des Giro d'Italia vor Tobias Lund Andresen (Decathlon – CMA CGM) sowie Ethan Vernon (NSN) und Jonathan Milan (Lidl – Trek) gewonnen.

Dabei kam es auf dem Schlusskilometer zu einem Massensturz weit vorne im Feld, durch den bis auf elf Mann alle Fahrer anhalten mussten.

Im Ziel jubelte man natürlich beim Soudal-Team, während andere frustriert waren – und wieder andere ihre Wunden leckten.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen nach der 1. Etappe des Giro d'Italia:

Paul Magnier (Soudal – Quick-Step / Sieger und Rosa Trikot / Flash-Interview): "Ich bin so stolz auf das Team und auch auf meine Leistung. Ich war schon sehr happy, in guter Form hier am Start zu stehen und mit einem Sondertrikot von Castelli. Jetzt kann ich das gegen Rosa eintauschen – ich bin so glücklich, wirklich! Es war wirklich hektisch im Finale, denn es war ein recht einfacher Tag. Daher waren alle noch ziemlich frisch. Ich war gut positioniert. Wir wussten, dass es mit der schmalen Straße im Finale tricky werden würde. Also haben wir versucht in guter Position zu sein. Das hat geklappt und im Finale haben Jasper und Dries dann einen großartigen Job gemacht, den ich vollenden konnte. Deshalb bin ich superstolz!"

Tobias Lund Andresen (Decathlon – CMA CGM / Zweiter / Eurosport): "Mein Team hat genau das gemacht, was ich wollte. Wie erwartet, hat jemand etwas Verrücktes gemacht, deshalb habe ich das Hinterrad meiner Teamkollegen verloren. Aber wir haben uns an den Plan gehalten. Ich wollte einen langen Sprint. Das brauche ich, weil die anderen Sprinter schneller sind als ich. Wäre jemand anderes als Magnier oder Milan an meinem Hinterrad gewesen, hätte ich gewonnen. Deswegen bin ich ziemlich enttäuscht. Der Sturz ist rechts neben mir passiert, aber das war vorherzusehen."

Jasper Stuyven (Soudal – Quick-Step / Elfter als Anfahrer von Magnier / Eurosport): "Das war natürlich das große Ziel. Wir haben einen Plan gemacht und natürlich ist es nie leicht, den dann auch durchzuziehen. Aber wir haben es heute wirklich perfekt hingekriegt."

Diego Pablo Sevilla (Polti - VisitMalta / 36. und Bergtrikot / Mixed Zone): "Ich hatte das schon seit einigen Wochen im Kopf. Und es war eine gute Möglichkeit, den Plan umzusetzen. Am Ende war es leicht in dieser Ausreißergruppe, weil wir nur zu zweit waren. Ich musste also nur einen kontrollieren. Ich wusste, dass ich ein bisschen schneller als Tarozzi bin. Aber er ist ein guter Fahrer, das wissen wir alle. Ich bin ein schon etwas älterer Fahrer, aber ich habe noch nicht viele Ergebnisse in meiner Karriere eingefahren. Beim Giro auf dem Podium zu stehen, ist großartig. Morgen muss ich wieder in die Gruppe und Punkte sammeln."

Erlend Blikra (Uno-X Mobility / 183. nach Sturz im Sprint / Eurosport): "Ich habe das Bildmaterial noch nicht genau anschauen können, aber es war eine wirklich enge Straße am Ende und mir ist das Vorderrad weggezogen worden. Ich weiß nicht, ob das der Fehler von irgendwem war, aber in jedem Fall war ich der Erste, der gestürzt ist – und das ist natürlich nicht toll."

Matteo Moschetti (Pinarello Q36.5 / 184. nach Sturz im Sprint / Eurosport): "Es ist alles sehr schnell passiert. Ich glaube es war ein Fahrer von Uno-X, der in die Absperrung gefahren ist. Von da aus ist er wieder ins Feld zurückgeschleudert worden. Ich habe gebremst, aber ich konnte ihm nicht ausweichen. Es war den ganzen Tag über nervös. Aber ich war eigentlich in guter Position für den Sprint. Ich habe ein paar Kratzer. Ein Doktor wird mich aber noch durchchecken und hoffentlich ist es nichts Schlimmes."

Tim Torn Teutenberg (Lidl – Trek / 110. / Eurosport): "Es war den ganzen Tag eigentlich recht entspannt. Zwei Leute in der Spitzengruppe, das ist nicht so hart. Und wenn dann alle frisch ins Finale kommen, ist es ganz schön hektisch. Auf der großen Straße konnten auch alle außen herum nach vorne fahren und dann ist viel Rangelei, weil jeder weiß, dass er vorne sein muss, wenn es eng wird. Zur Kurve hin war daher ein großer Fight. Aber ich denke erste Woche einer Grand Tour ist immer sehr hektisch – den Sturz hat man ja gesehen. Für uns ist es nicht optimal gelaufen, aber es kommen ja noch ein paar Sprintetappen."

Marcel Kittel (Sprint Coach Unibet – Rose Rockets / Eurosport): "Natürlich hofft man immer auf einen perfekten Start und nicht auf einen mit einem Sturz – und das ist heute leider passiert. Ich denke der Fokus war da und die Jungs wollten es wirklich. Was wir jetzt schauen müssen – und ich habe noch nicht mal mit Dylan (Groenewegen) gesprochen – ist ob er okay ist und auch alle anderen okay sind. Und dann müssen wir uns auf die nächsten Möglichkeiten konzentrieren."

Davide Bramati (Sportlicher Leiter Soudal-Quick-Step / Eurosport): "Die Nervosität im Auto ist immer gleich. Im vergangenen Jahr haben wir keine Giro-Etappe gewonnen. Heute war eine gute Möglichkeit für uns, deswegen Chapeau ans Team. Es war der Plan, im Finale links zu bleiben. Danach haben wir alle Fahrer gebraucht und Paul (Magnier) hat es zu Ende gebracht. Das ist sein wichtigster Sieg in diesem Jahr bisher."

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