--> -->

09.05.2026 | (rsn) – Petra Stiasny (Human Powered Health) hat am letzten Tag der 12. Vuelta Femenina (2.WWT) zum großen Schlag ausgeholt und sich am bis zu 23 Prozent steilen L’Angliru den größten Sieg ihrer Karriere gesichert. Die 24-jährige Schweizerin entschied die abschließende 7. Etappe von La Pola Llaviana zur Bergankunft auf 1.555 Metern als Solistin mit 23 Sekunden Vorsprung auf Paula Blasi (UAE – Team ADQ) für sich.
Die 23-jährigen Spanierin, die auf den letzten beiden Kilometern des extrem schweren L’Angliru den Anschluss an Stiasny verlor, konnte aber genauso jubeln. Blasi fuhr nämlich Anna van der Breggen (SD Worx – Protime) noch aus dem Roten Trikot und sicherte sich als erste heimische Fahrerin die Gesamtwertung der Spanien-Rundfahrt der Frauen, vor van der Breggen, der nach dem dritten Platz aus dem Vorjahr diesmal mit 24 Sekunden Rückstand Rang zwei blieb vor der Französin Marion Bunel (Visma – Lease a Bike / +0:49), die zeitgleiche Tagesvierte hinter ihrer Landsfrau Juliette Berthet (FDJ United – Suez / +0:43) wurde, van der Breggen (+0:59) rollte als Fünfte über die Linie.
Eine starke Leistung zeigte deren österreichische Teamkollegin Valentina Cavallar, die elf Sekunden hinter ihrer Leaderin auf Rang sechs ins Ziel kam. Beste deutsche Fahrerin war wie bereits bei der gestrigen ersten Bergankunft Ricarda Bauernfeind (Lidl – Trek / +4:06), die wieder Rang 16 belegte. Die Friedrichshafenerin Liane Lippert (Movistar) wurde nach einer beeindruckenden Vorstellung als letzte Fahrerin der dreiköpfigen Gruppe des Tages gut fünf Kilometer vor dem Ziel gestellt.
“Ich kann es ehrlicherweise noch nicht ganz fassen und bin ein bisschen sprachlos“, kommentierte Stiasyim Ziel-Interview ihren Coup am L’Angliru, der erstmals im Programm der Vuelta Femenina stand. “Ich habe mich schon lange auf diese Etappe gefreut. Seit bekannt wurde, dass der Angliru Teil der Vuelta sein wird, hatte ich nur noch eine Sache im Kopf. Es war ein Traum von mir, diese Etappe zu gewinnen“, so die Kletterspezialistin, die vom Vuelta-Start weg ihren Blick auf das Finale gerichtet hatte.
“Es hätten so viele Dinge passieren können, auch noch in dieser Woche. Ich habe zu Beginn der Vuelta zu meinem Sportdirektor gesagt, wenn ich zur Angliru Etappe schaffe, bin ich an meinem Wohlfühlort. Das ist hier mein Anstieg, das ist die richtige Steigung für mich. Als wir am Fuß des Berges waren, habe ich mich richtig frei gefühlt. Ich habe es sehr genossen“, betonte Stiasny.
“Es war verrückt schnell heute, es gab so viele Attacken. Ich wusste auch nicht, wie müde ich nach diesen sechs Tagen schon sein würde. Ich habe mich nicht mehr sehr frisch gefühlt, das Team hat aber einen fantastischen Job gemacht und ich bin sehr dankbar“, sagte Blasi im Ziel-Interview nach dem bisher größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere, die erst im Mai 2025 im UAE-Profiteam begonnen hatte.
“Die beste Taktik für mich war, einfach nicht über den Anstieg nachzudenken. Ich wusste, er ist rund 50 Minuten lang, aber schon nach fünf Minuten war ich am Limit“, erzählte sie. “Ich habe zu mir gesagt, so kannst du weiterfahren, aber ich durfte nicht über meine Grenze gehen. Als ich gesehen habe, dass van der Breggen am Limit ist, dachte ich mir: Jetzt musst du losfahren.“
Die Top 5 der Gesamtwertung vervollständigten Blasis Landsfrau Usoa Ostoloza (+2:31) vom heimischen Zweitdivisionär Laboral Kutxa - Fundación Euskadi sowie Berthet (+2:36). Bauernfeind büßte im Schlussklassement vier Position ein und belegte mit 5:19 Minuten Rückstand auf Blasi den 15. Platz, Lippert folgte auf Rang 21 (+8:56).
Die Belgierin Lotte Kopecky (SD Worx – Protime) verteidigte ihr Grünes Trikot vor der Deutschen Meisterin Franziska Koch (FDJ United – Suez), Blasi sicherte sich neben dem Gesamtsieg auch noch die Bergwertung, die 21-jährige Bunel behauptete das Weiße Trikot der besten Nachwuchsfahrerin. SD Worx – Protime wurde als bestes Team ausgezeichnet.
Ohne die Französische Meisterin Marie Le Net (FDJ United – Suez) wurde die Abschlussetappe der Spanien-Rundfahrt der Frauen gestartet. Insgesamt vier klassifizierte Anstiege, zwei der 3., einer der 2. und zum Abschluss der Anstieg der Ehrenkategorie zum 1.555 Meter hohen L’Angliru standen im Programm. Auf dem Weg durch Asturien mussten die noch 111 Fahrerinnen fast 3.300 Höhenmeter bewältigen.
Ashleigh Moolman Pasio (AG Insurance - Soudal) holte sich am Alto de Santo Emiliano (3. Kat.) nach 15 Kilometern aus dem Feld heraus den Bergpreis und übernahm mit den dafür erhaltenen sechs Punkten die virtuelle Führung in der Bergwertung. Im danach folgenden flachen Teil der Etappe lösten sich Femke Markus (SD Worx - Protime) und ihre ältere Schwester Riejanne Markus (Lidl - Trek) nach 28 Kilometern aus dem Feld und erhielten zwölf Kilometer später noch Verstärkung durch Lippert (Movistar).
In der Anfahrt auf den zweiten Berg des Tages erarbeitete sich das Trio bei sonnigem Wetter einen Vorsprung von rund vier Minuten. Riejanne Markus gewann den Bergpreis vor Lippert. Am Alto de la Tejera (2.Kat). rund 35 Kilometer vor dem Ziel holte sich die dreimalige Deutsche Meisterin die maximal möglichen zehn Punkte, das nur noch rund 30 Fahrerinnen umfassende Feld folgte mit rund zwei Minuten Rückstand.
Das Streckenprofil der 7. Etappe der Vuelta Femenina | Foto: Veranstalter
Dort sorgten vor allem FDJ und SD Worx für Tempo und machten auch den vierten Platz am Zwischensprint kurz vor Beginn des Schlussanstiegs unter sich aus. Im Duell mit Kopecky hatte diesmal Koch die Nase vorn und sicherte sich zwölf Punkte und damit zwei mehr als die Trägerin des Grünen Trikots. Für den Sieg in der Punktewertung sollte es aber nicht mehr reichen.
Am Fuße des 12,4 Kilometern langen letzten und schwersten Berges dieser Vuelta hatten die Ausreißerinnen von ihrem Vorsprung nur wenige Sekunden abgeben müssen. Bereits auf den ersten Metern des im Schnitt fast zehn Prozent steilen Schlussanstiegs fiel Riejanne Markus zurück, kurz darauf konnte auch ihre Schwester Lippert nicht mehr folgen. Im Feld sorgte nun Koch für Tempo, wodurch viele Fahrerinnen den Anschluss verloren, darunter auch Kopecky.
Zehn Kilometer vor dem Ziel spannte sich Uno-X Mobility vor die Verfolgerinnen, ohne den Rückstand auf Lippert zunächst merklich verkürzen zu können. Allerdings ging es Pauline Ferrand-Prévot (Visma – Lease a Bike) hier schon zu schnell: Die Tour-de-France-Gewinnerin musste wie bereits gestern reißen lassen, diesmal noch vor dem Beginn der schwersten, bis zu 23 Prozent steilen Passagen, wo Gaia Realini (Lidl – Trek) 6,5 Kilometer vor dem Ziel attackierte.
Kurz darauf übernahm dann aber Stiasny die Spitze, ihr folgten konnten nur van der Breggen, Cavallar, Blasi, Bunel und Berthet. 5,5 Kilometer vor dem Ziel hatte das Sextett Lippert gestellt. Auch danach hielt Stiasny das Tempo hoch, dem dann auch Cavallar zum Opfer fiel.
Kurz darauf zog Bunel davon, Blasi konnte der Trägerin des Weißen Trikots folgen, wogegen dahinter van der Breggen auch den Anschluss an Stiasny und Berthet verlor. Mit beständig hohem Tempo schüttelte Blasi 3,5 Kilometer vor dem Ziel Bunel ab, die kurz darauf Stiasny an sich vorbeiziehen lassen musste. Die 24-Jährige kämpfte sich dann auch wieder an Blasi heran und übernahm eingangs der letzten zwei Kilometer die Führung, die sie bis zum Ziel gegenüber Blasi auf 23 Sekunden ausbaute, um sich souverän den prestigeträchtigen Sieg zu sichern.
Die junge Spanierin bejubelte ihren zweiten Platz aber genauso wie Stiasny ihren Coup, schließlich stand sie kurz darauf als Gewinnerin der Vuelta Femenina fest, da van der Breggen mit 59 Sekunden als Fünfte ins Ziel kam. Vor der Niederländerin landeten noch die Französinnen Berthet und Blunel (beide +0:43), elf Sekunden hinter van der Breggen kam deren Helferin Cavallar auf einem guten sechsten Platz ins Ziel.
Results powered by FirstCycling.com
10.05.2026Stiasny: “Ich wusste, das hier ist mein Ort“(rsn) – Schon im Winter erzählte Petra Stiasny (Human Powered Health) im RSN-Interview, dass sich die Puzzleteile in ihrer noch jungen Karriere so langsam zusammenfügen würden. Weniger Monate sp
09.05.2026Highlight-Video der 7. Etappe der Vuelta Femenina(rsn) – Paula Blasi (UAE – Team ADQ) hat am letzten Tag der Vuelta Femenina (2.WWT) Anna van der Breggen (SD Worx – Protime) noch aus dem Roten Trikot gefahren und bei der 12. Austragung für de
08.05.2026Van der Breggen triumphiert am “Mini-Angliru“ und erobert Rot(rsn) – Anna van der Breggen (SD Worx – Protime) hat mit ihrem Sieg auf der 6. Etappe der 12. Vuelta Femenina (2.WWT) das Rote Trikot von ihrer Teamkollegin Lotte Kopecky übernommen und geht nun
08.05.2026Highlight-Video der 6. Etappe der Vuelta Femenina(rsn) – Nach dem eher holprigen Beginn räumt SD Worx – Protime bei der 12. Vuelta Femenina mittlerweile alles ab. Anna van der Breggen sorgte auf der 6. Etappe für den dritten Sieg ihres Rennsta
07.05.2026Mit “Traumplan“: Bredewold gewinnt 5. Etappe vor Kopecky(rsn) – Nachdem es an den ersten drei Tagen der 12. Vuelta Femenina (2.WWt) bei SD Worx – Protime noch nicht nach Wunsch gelaufen war, kommt das niederländische Team bei der ersten Grand Tour des
07.05.2026Highlight-Video der 5. Etappe der Vuelta Femenina(rsn) – Zweiter SD-Worx-Doppelsieg in Serie: Nachdem Lotte Kopecky am Mittwoch die 4. Etappe der Vuelta Femenina (2.WWT) vor ihrer Teamkollegin Anna van der Breggen gewonnen hatte, schlug nur 24 Stu
06.05.2026Highlight-Video der 4. Etappe der Vuelta Femenina(rsn) – Nach zwei Tagen hat Franziska Koch (FDJ United – Suez) bei der 12. Vuelta Espana Femenina das Rote Trikot der Gesamtführenden abgeben müssen. Neue Spitzenreiterin ist die Belgierin Lotte
06.05.2026Kopecky siegt mit Geduld und nimmt Koch das Rote Trikot ab(rsn) – Nach zwei zweiten Plätzen hat Lotte Kopecky (SD Worx – Protime) auf der 4. Etappe der 12. Vuelta Femenina (2.WWT) alle ihre Konkurrentinnen hinter sich gelassen und dank der zehn Bonussek
05.05.2026Koch: “Dieses Trikot gibt einem wirklich zusätzliche Kraft“(rsn) – Nach einem dritten und einem zweiten Platz hatte Franziska Koch (FDJ United – Suez) im schweren Finale der 3. Etappe der Vuelta Femenina (2.WWT) schwer zu kämpfen, um nicht den Anschluss
05.05.2026Highlight-Video der 3. Etappe der Vuelta Femenina(rsn) – Ein Wechselbad der Gefühle durchlebt das US-amerikanische Team EF Education – Oatly bei der 12. Vuelta Femenina (2.UWT). Nachdem ihre Teamkollegin Noemi Rüegg sich mit ihrem Auftaktsieg
05.05.2026Kerbaol holt sich nach Achterbahnfahrt die 3. Vuelta-Etappe(rsn) – Nach dem bitteren Ausscheiden von Auftaktsiegerin Noemi Rüegg (EF Education – Oatly), die sich auf dem zweiten Teilstück eine Schulterfraktur zuzog, haben die Teamkolleginnen der Schweiz
05.05.2026Rüegg zieht sich bei Vuelta-Sturz Schulterfraktur zu(rsn) – Nach dem perfekten Auftakt mit Etappensieg und Rotem Trikot endete die 12. Vuelta Femenina (2.WWT) für Noemi Rüegg (EF Education – Oatly) bereits am zweiten Tag mit einer schweren Verlet
26.09.2026Radsport live im Stream, TV und Ticker: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker?In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wicht
25.09.2026Deutschlands Jüngste glänzen in Montreal: 16-Jährige Bieberle WM-6. (rsn) – Die deutschen Juniorinnen haben im Straßenrennen bei den Weltmeisterschaften von Montreal in Kanada zwar keine Medaille gewonnen, mit ihrem Abschneiden aber trotzdem überzeugt. Die Plät
25.09.2026Deutsche U23 selbstkritisch: “Weit unter unseren Möglichkeiten“ (rsn) – Die Enttäuschung war den drei bestplatzierten deutschen Fahrern im U23-Straßenrennen der Männer bei den Weltmeisterschaften von Montreal anzumerken. Moritz Mauss, Paul Fietzke und Max Boc
25.09.2026Neira besorgt Spanien den nächsten U19-Titel, Grossmann holt Bronze (rsn) – Alejandra Neira hat die spanische Siegesserie bei U19-Weltmeisterschaften fortgesetzt. Ein Jahr nach dem Triumph von Paula Ostiz bei den Juniorinnen in Kigali sowie einen Tag nach dem Sieg v
25.09.2026Barry fährt am Geburtstag in der Gruppe des Tages zum Titel (rsn) – Noch bevor bei der Podiumszeremonie “The Star-Spangled Banner“ erklang, stimmte das Publikum “Happy Birthday to you“ an. Denn an seinem 19. Geburtstag hat sich Ashlin Barry den Tit
25.09.2026WM-Raser kommt nicht ungestraft davon (rsn) – Der spanische Teammanager, der beim WM-Juniorenrennen der Männer mit dem Teamauto über die Strecke gerast ist, kommt nicht ungestraft davon. Eleuterio Anguita wird vom Rest der Straßen-We
25.09.2026Martinez profitiert beim CRO Race von De Gendts Pech (rsn) – Nach zweieinhalb Jahren ohne Sieg hat Daniel Felipe Martínez (Red Bull – Bora – hansgrohe) die 4. Etappe des CRO Race (2.Pro) für sich entschieden. Der Kolumbianer war der Schnellste i
25.09.2026Walscheid beendet seine Karriere (rsn) - Nach elf Jahren als Berufsradfahrer wird Maximilian Walscheid (Lidl – Trek) seine Karriere am Ende der Saison beenden und in eine neue Rolle in Lidls Leistungszentrum in Bad Wimpfen an der S
25.09.2026Cobo schafft den Sprung in die WorldTour (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
25.09.2026Wer kann Vallieres den Titel beim Heimspiel entreißen? (rsn) – Am Samstag möchte Magdeleine Vallieres in Montreal, 130 Kilometer von ihrer Geburtsstadt Sherbrook entfernt, ihren in Kigali errungenen Sensationstitel verteidigen. Einfach wird das Heimspi
25.09.2026Winter wollte schlau fahren, hatte aber “fast keine Ahnung, wie´s geht“ (rsn) - Obwohl sie im Straßenrennen nur knapp eine Medaille verpasste, stellte sich Mara Winter nach dem harten Rennen der U23-Fahrerinnen, das sie über zehn Runden auf dem schweren Straßenkurs in
25.09.2026WM-Fünfter Hettegger: “Musste was machen mit meinen Haxn“ (rsn) – Zum zweiten Mal seit dem Gewinn des Weltmeistertitels durch Felix Gall 2015 in Richmond in den USA hat es am Donnerstag ein Österreicher in die Top 5 der Junioren-WM geschafft: Nach Platz f