In glatter Kurve auf den Kopf geknallt

Denz nach Sturz benommen, setzte das Rennen aber fort

Von Matthias Seng

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Nico Denz (Red Bull - Bora - hansgrohe) | Foto: Cor Vos

14.05.2026  |  (rsn) – Nachdem das deutsche Team Red Bull – Bora - hansgrohe mehr oder weniger ungeschoren durch die ersten Tage des Giro d’Italia (2.UWT)  gekommen war, erlebten die Raublinger auf der 6. Etappe einen ersten Schreckmoment. Nico Denz und Ben Zwiehoff rutschten kurz nach der einzigen Bergwertung des Tages in Cava de' Tirreni ausgangs eines Kreisverkehrs weg und landeten ebenso wie der Portugiese Nelson Oliveira (Movistar) auf dem Asphalt.

Während Zwiehoff und Oliveira das Rennen schnell wieder fortsetzen konnte, blieb Denz, der mit dem Kopf auf die Straße geknallt war, offenbar benommen zunächst hocken und fasste sich an sein Gesicht. Als der dreimalige Giro-Etappensieger dann aufstehen wollte, sackte er wieder zurück auf den Boden. Auch mit der Unterstützung eines Zuschauers und eines Polizisten wirkte Denz noch sehr unsicher.

Herbeigeeilte Giro-Ärzte erteilten dann aber wohl “Grünes Licht“ zur Weiterfahrt, denn Denz setzte sich wieder auf sein Rad und schaffte wenig später den Anschluss. Weniger optimistisch zeigten sich dagegen die beiden Eurosport-Kommentatoren Rolf Aldag und Robert Bengsch in ihrem Urteil.

“Angesichts der Bilder wäre ich jetzt ganz vorsichtig, ihn da jetzt wieder auf das Rad zu setzen, denn er war wirklich benommen, wie ein Boxer angeschlagen“, erklärte Aldag und Bengsch wurde noch deutlicher: “Wie er dasteht, musst Du jetzt die Entscheidung treffen ihn rauszunehmen, denn das ist megagefährlich.“

Dennoch setzte Denz das Rennen fort – kurz darauf hieß es, der 32-Jährige fühle sich gut, nach der Etappe solle aber in Neapel eine genauere Untersuchung vorgenommen werden.

Bei dieser Italien-Rundfahrt sind bereits mehrere Fahrer mit der Diagnose “Gehirnerschütterung“ ausgeschieden, vor allem nach den Massenstürzen der ersten beiden Tage. Dabei handelte es sich um Matteo Moschetti (Pinarello - Q36.5), Santiago Buitrago (Bahrain Victorious), Adne Holter (Uno-X Mobility), Jay Vine sowie Adam Yates (beide UAE - Emirates – XRG).

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