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31.05.2026 | (rsn) – Obwohl ihm die tiefe Abendsonne im Gesicht stand, war dem Giro-Zweiten Felix Gall (Decathlon – CMA CGM) in der Mixed Zone nach der Siegerehrung das Dauergrinsen nicht zu nehmen. Kein Wunder, hatte der Österreicher doch erst vor wenigen Minuten den größten Erfolg seiner mittlerweile sieben Jahre andauernden Profi-Karriere rund gemacht.
“Ich glaube, ich brauche ein paar Tage, um zu realisieren, wie gut die letzten drei Wochen waren“, meinte Gall, als er darauf angesprochen wurde, wie sich ein Grand-Tour-Podium denn so anfühlen würde. “Jeder im Team hat in dieser Zeit einen Schritt nach vorne gemacht und ich selbst habe auch nicht nur physisch einen Sprung gemacht“, so der 28-Jährige weiter.
“Das Selbstbewusstsein und die Art Rennen zu fahren, hat sich bei mir in den letzten Jahren nochmals verbessert. Ein großer Schritt in meiner Karriere und mein bestes Rennen bisher“, fasste Gall die bislang wohl schönsten 21 Radtage seines Lebens zusammen.
Die Ziffer zwei könnte fortan zur neuen Lieblingszahl des Tirolers werden, der nicht nur Gesamtzweiter der Italien-Rundfahrt wurde, sondern auch fünfmal Etappenzweiter. Die Tatsache, dass ihm jeweils der frischgebackene Giro-Sieger Vingegaard einen Tageserfolg verwehrte, schien Gall aber keineswegs zu stören. “Jonas und Tadej (Pogacar) sind die besten Rundfahrer der Welt und jetzt neben Jonas auf dem Podium zu stehen, macht mich schon sehr stolz. Der zweite Platz ist phänomenal und ich bin sehr happy.“
Trotz aller Freude sei der Tour-de-France-Etappensieger von 2023 nun aber froh, in den kommenden Tagen etwas Abstand von seinem Beruf zu bekommen. “Ich werde mit meiner Freundin noch ein paar Tage in Rom bleiben, denn, obwohl ich vor 15 Jahren schon einmal als Kind hier war, habe ich nicht mehr viele Erinnerungen an diese tolle Stadt. Ich freue mich jetzt einfach erst mal nicht mehr auf dem Rad zu sitzen und nichts zu tun“, war ihm die Erleichterung anzusehen, nun die Strapazen hinter sich lassen zu können.
Und bevor er den römischen Kurzurlaub antrat, wurde er am Mannschaftsbus noch von der gesamten Belegschaft des Teams gebührend empfangen – mit dem zuletzt viral gegangenen KI-Song, der das Team in den vergangenen Tagen bereits im Bus begleitete. "Felix Gall, schnell wie der Überschall!"
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