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25.05.2026 | (rsn) - Katharina Palm (Rembe – rad-net women) sicherte sich beim Bundesligarennen in Karbach einen souveränen nächsten Sieg und setzte sich damit an die erste Position der Gesamtwertung. Die 30-jährige überraschte zur Rennhälfte mit einer Gegenattacke und befand sich ab da an alleine an der Spitze. Komplettiert wurde das Podium von Palms Teamkolleginnen Aileen Schweikart und Karoline Goldschmidt, die sich in der letzten Runde vom dezimierten Hauptfeld lösen konnten. Gegenüber RSN berichteten LKT und Wheel Divas, warum sie dennoch zufrieden mit der Ausbeute sind.
Die Wheel Divas schlugen direkt nach dem Start bei sommerlichen Temperaturen ein hohes Tempo an. "Wir haben entscheidende Arbeit geleistet, um das Rennen selektiv zu gestalten", erklärte Fahrerin Malin Bruhns gegenüber RSN. Das Hauptfeld dezimierte sich in den ersten zwei Runden deutlich, Attacken blieben jedoch weitesgehend aus.
Das änderte sich, als sich an der Bergwertung eine starke kleine Gruppe löste, die an der Gegenwelle jedoch wieder eingeholt wurde. Die Chance nutzte Palm zum Gegenangriff, im Feld wiederum schaute man sich nur an. "Unser Plan war es, wieder ein aktives Rennen zu fahren. Als ich attackierte, hatte ich gehofft, dass noch andere Fahrerinnen von hinten aufschließen. Aber als mein Vorsprung immer größer wurde, wusste ich, dass ich es wohl alleine durchziehen musste", berichtete Palm ihrem Team nach dem Rennen.
Dass nicht viel unternommen wurde, um Palm wieder einzuholen, hatte mehrere Gründe. Wheel Divas sorgte sich um die Berg- und Teamwertung, für LKT lag die Nachwuchswertung im Fokus. Starken Einzelfahrerinnen wie Jule Märkl (Canyon – SRAM – zondacrypto Generation) mangelte es an Unterstützung aus dem Feld und Lokalmatadorin Linda Riedmann (Wanty – Intermarche) ist nach Krankheit in der letzten Woche noch nicht wieder bei vollen Kräften gewesen.
Mit dem Tagesteamsieg und der Bergwertung begnügten sich die Wheel Divas und ließen Rembe - rad-net Women davon fahren. | Foto: Team
In der letzten Runde schlugen die bis dahin Gesamtführende Schweikart und ihre Teamkollegin Goldschmidt am Berg ein Tempo an, dem niemand folgen konnte und absolvierten als Duo die finalen Kilometer. Im Hauptfeld währenddessen versuchten es die Wheel Divas nochmal: "Auf den letzten acht Kilometern gab es von uns nochmal zahlreiche Attacken, die nicht von Erfolg gekrönt waren." Es wurde nochmal dicht im Kampf um Rang vier vor der entscheidenden Zielkurve, als sich plötzlich Fahrerinnen aus den vorderen Reihen touchierten und einige weitere zu Boden rissen.
"Trotz des chaotischen Finales konnten wir alle unter den Top-20 ins Ziel fahren. Die im Vorfeld gesetzten Ziele, der Tagesteamsieg sowie die erfolgreiche Verteidigung des Bergtrikots durch Corinna, konnten wir souverän erreichen", lautete Bruhns Fazit für die Wheel Divas.
Auch LKT zeigte sich trotz Problemen zufrieden gegenüber RSN: "Während Seána Littbarski-Gray aufgrund von Knieproblemen recht schnell aussteigen musste, haben sich die anderen drei in der größeren ersten Gruppe geschont, um am Ende um die vorderen Plätze für die U23-Wertung zu sprinten", erläuterte Erik Heidrich, Sportlicher Leiter bei LKT. "Leider war dann kurz vor Ziel ein Sturz, wo Laura Nollau zu Boden ging. Jette Simon und Leni Bauer wurden von dem Sturz aufgehalten, die U23- und Mannschaftswertung sind trotzdem weiterhin in Schlagdistanz", resümierte Heidrich.
In der Bundesliga-Gesamtwertung führt Palm nun mit zwei Punkten Vorsprung vor Schweikart, Goldschmidt folgt auf Rang drei. In der Nachwuchswertung liegt Maira Jasch (RSV Irschenberg) weiter vorn, die Spitze der U19-Klasse hat Beatrix Attelmann (RSV Götting-Bruckmühl) übernommen. Das Sprinttrikot darf Ilsa Beig(Baden-Forchheim) weiter tragen, das Bergtrikot holte sich Corinna Lechner (Wheel Divas) zurück.
Der nächste Wertungslauf der Frauen ist die Zeitfahr-DM Ende Juni in Thüringen.