Die Stimmen zur 16. Etappe des Giro d‘Italia

Campenaerts: “Wir sind wie eine Maschine“

Foto zu dem Text "Campenaerts: “Wir sind wie eine Maschine“"
Victor Campenaerts beim Giro d´Italia 2026 | Foto: Cor Vos

26.05.2026  |  (rsn) – Der beste Fahrer am Berg beim Giro d’Italia 2026 ist und bleibt Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike). Der Däne gewann in Cari auch die vierte Bergankunft der Rundfahrt souverän. Dahinter kämpfen Felix Gall (Decathlon – CMA CGM) und Jai Hindley (Red Bull – Bora – hansgrohe) ums Podium, während sich der Teamkollege des Australiers, Giulio Pellizzari, aus dem Klassementkampf verabschiedet hat.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 16. Etappe des Giro d’Italia:

Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike / Sieger / Flash): “Meine Teamkollegen und ich waren sehr motiviert auf den Etappensieg heute. Wir wollten versuchen, im Rosa Trikot zu gewinnen, obwohl es auch schiefgehen kann. Wir haben die erste Möglichkeit dafür ausgesucht, weil, wenn wir scheitern, hätten wir eine weitere gehabt. Es war sehr schön, hier zu fahren und die Unterstützung von den Fans zu haben. Für mich ist das hier ein ganz besonderer Ort in der Schweiz, den ich sehr gut kenne. Es ist schön, hier Rennen zu fahren und es dann so abzuschließen.“

Felix Gall (Decathlon – CMA CGM / Zweiter / Eurosport): “Ich habe meine Kräfte am Hinterrad der anderen gut einteilen können. Dann habe ich versucht, noch mal zum Schluss für die Bonussekunden zu fahren. Bisher läuft es wirklich extrem gut, aber ja. Wir sind jetzt in der dritten Woche, die entscheidende Woche. Wir haben noch zwei extrem schwere Etappen vor uns. Morgen und übermorgen wird auch kein Ruhetag werden. Es sind lange Tage mit hohen Temperaturen. Es ist noch ein harter Kampf bis Rom.“

Derek Gee-West (Lidl – Trek / 5. Platz / Eurosport): "Ich denke, das war ein wirklich gutes Zeichen heute zum Start der dritten Woche. Es ist natürlich immer schwer, die eigenen Eindrücke einzuschätzen so spät in einer Grand Tour. Denn in erster Linie ist man müde. Aber gleichzeitig geht es darum auch nicht, denn es geht um die Relation zu den Gegnern. Und vielleicht wachst Du auf und fühlst Dich schrecklich, aber auf dem Rad wird es ein guter Tag.“

Davide Piganzoli (Visma - Lease a Bike / 6. Platz / Eurosport): “Wir haben den heutigen Tag mit einem guten Plan gestartet. Wir wollten mit Jonas im Rosa Trikot die Etappe gewinnen und das haben wir auch geschafft. Es war ein toller Job des gesamten Teams. Als ich von Jonas und den anderen Jungs abgehängt wurde, habe ich versucht, mein Tempo zu halten. Der Giro läuft aktuell sehr gut und ich möchte so weitermachen.

Egan Bernal (Netcompany – Ineos / 7. Platz / Eurosport): “Es war nicht einfach zu entscheiden, was wir tun sollen. Es war schwer, Jonas zu folgen, deshalb mussten wir unser eigenes Tempo fahren. Thymen (Arensman) ist ein superstarker Fahrer, er hat es gut gemacht. Wir sind viele Rennen zusammengefahren. Er ist ein tolles junges Talent. Er hat viele gute Jahre vor sich. Für mich ist es eine Ehre, diese Rennen mit ihm zu teilen.“

Michael Storer (Tudor / 8. Platz / Team): "Heute war eine sehr harte Etappe, es ging wirklich intensiv zur Sache. Was das Tempo angeht, gab es heute überhaupt keine Verschnaufpausen. Es ging die ganze Zeit mit Vollgas zur Sache. Wir hatten einen guten Tag, da wir beide unter den Top 10 gelandet sind, also sind wir zufrieden. Ich freue mich auf die nächsten Tage, auch wenn ich nicht glaube, dass sich in der Gesamtwertung in den nächsten Tagen viel tun wird. Aber dann werden die letzten beiden Bergetappen sehr entscheidend sein.“

Mathys Rondel (Tudor / 9. Platz / Team): "Es war so anstrengend! Zu Beginn der Etappe, beim ersten Anstieg, habe ich mich ziemlich gut gefühlt und nach anfänglichen Beinschmerzen einen guten Rhythmus gefunden. Der letzte Anstieg war von unten her so schnell, dass ich versucht habe, an diesem Tag trotz der Hitze mein Bestes zu geben. Als das Tempo anstieg, hatte ich ein wenig zu kämpfen, konnte dann aber auf den letzten 1,5 km noch einmal alles geben. Ein weiterer Platz unter den Top 10 in dieser Etappe ist nicht schlecht, und ich habe den Konkurrenten vor mir ein paar Sekunden abgenommen."

Chris Harper (Pinarello – Q36.5 / 12. Platz / Eurosport): “Es war ziemlich frustrierend zu hören, dass der Abstand immer kleiner wird und zu hören, wer Tempo fährt. Für mich hat das wenig Sinn gemacht, aber sowohl Jonas als auch Felix sind sehr stark geklettert. Es ist ein guter Anstieg für sie und deshalb haben ihre Teams ein sehr hartes Tempo angeschlagen. Es war in dem gesamten Giro immer die gleiche Geschichte für mich. Ich bin weiter im Rennen und werde es weiter versuchen. Es funktioniert nicht immer. Ich habe letztes Jahr gezeigt, dass es sich manchmal auszahlt."

Gregor Mühlberger (Decathlon – CMA CGM / 14. Platz / Eurosport): "Ich bin ehrlich gesagt früher rausgegangen als geplant. Wir haben uns gedacht, dass vier Kilometer vor Ziel ein 400-Meter-Flachstück kommt. Aber es ging dann doch relativ bergrunter und am Ende vielleicht 100 Meter flach. Das wäre mein Ziel gewesen heute, aber Campi (Victor Campenaerts) hat so aufgedreht, dass ich von unten weg nur noch versucht habe ein Tempo oder einen Rhythmus zu finden. Aber es war unheimlich schwierig für mich und dann war's zu lang."

Giulio Ciccone (Lidl - Trek / Platz 22 / RSN): “Es gibt wenig zu erzählen, am Ende ist es ein etwas zäher Giro. Es ist aber wichtig, dass die Form stimmt und man es weiter versucht. Es ist schade, weil am Ende genau auf den Etappen, wo man mit guten Beinen in die Ausreißergruppe geht, die Chancen weggenommen werden. Mal sehen, morgen und übermorgen haben wir zwei Tage, die mir auf dem Papier nicht besonders zusagen, die liegen mir nicht wirklich. Also werde ich wohl versuchen, mich für das Wochenende zu erholen.

Victor Campenaerts (Visma – Lease a Bike / 32. Platz / Eurosport): “Wenn man gewinnen kann, so wie der Plan heute Morgen war, ist es das bestmögliche Ergebnis. Es ist perfekt für uns gelaufen. Es war sehr schön, gemeinsam heute da draußen zu fahren. Wir müssen nicht zu viel über Jonas reden. Der gesamten Truppe geht es richtig gut. Wir sind wie eine Maschine und das passiert nicht so oft. Wir müssen uns das immer wieder in den Kopf rufen und die Momente einfach genießen. Es wird einige Etappen für die Ausreißer geben und dann werden wir sehen, was Freitag und Samstag passiert.“

RADRENNEN HEUTE

    WorldTour

  • Giro d`Italia (2.UWT, ITA)
  • Radrennen Männer

  • Tour of Japan (2.2, JPN)