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26.05.2026 | (rsn) – Dass Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) auf den Bergetappen des 109. Giro d’Italia nicht zu schlagen ist, wird inzwischen niemanden mehr überraschen. Auch dass Felix Gall (Decathlon – CMA CGM) als Zweiter ins Ziel kommt, hat mittlerweile schöne Tradition. Dahinter gab es aber einige Überraschungen und somit Gewinner und Verlierer.
Zwei Gewinner kamen wenige Sekunden nach Gall – der trotz der zu erwartenden Leistung wie Vingegaard natürlich auch in diese Kategorie gehört – ins Ziel. Jai Hindley (Red Bull – Bora – hansgrohe) brauchte als Dritter zwei Sekunden länger als der Österreicher, Thymen Arensman (Netcompany – Ineos) büßte derer fünf ein, kletterte im Klassement aber wie seine beiden Begleiter um eine Position. Er ist hinter Gall und vor Hindley nun Gesamtdritter, die Drei trennen 57 Sekunden.
___STEADY_PAYWALL___Einen großen Schritt nach vorn machte und seine beste Leistung dieser Rundfahrt zeigte Derek Gee-West (Lidl – Trek). Der Kanadische Meister kam zurück zu den Podiumskandidaten und erreichte das Ziel als Fünfter. Im Klassement machte er so den größten Sprung und kletterte um drei Positionen auf die sechs. Afonso Eulalio (Bahrain Victorious) liegt nur noch 1:29 Minuten vor dem Vorjahresvierten, dementsprechend positiv blickte er bei Eurosport voraus: “Ich denke, das war ein wirklich gutes Zeichen heute zum Start der dritten Woche. Die Etappen 19 und 20 sind noch mal ganz andere Etappen – also war das hoffentlich ein gutes Zeichen."
Derek Gee-West (Lidl – Trek) machte den größten Sprung im Klassement. | Foto: Cor Vos
Auch Davide Piganzoli (Visma – Lease a Bike) zeigte erneut eine starke Leistung. Er zerlegte zunächst die Favoritengruppe und blieb dann lange Zeit bei den Verfolgern seines Kapitäns. Als Tagessechster stieß er im Klassement vom achten auf den sechsten Rang vor. Als der Italiener seine Arbeit im Wind getan hatte, übernahm Egan Bernal (Netcompany – Ineos) für Arensman diesen Part. Der Kolumbianische Meister belohnte sich mit Rang sieben für seine starke Leistung und ist als Zehnter neu in den Top Ten.
Ein ganz ausgezeichnetes Rennen absolvierte Chris Harper (Pinarello – Q36.5). Der Australier war Teil der Gruppe, die am Fuß der Schlusssteigung eingeholt wurde. Damit schien klar, dass der 13. im Klassement viel Zeit verlieren würde. Doch das tat er nicht – er kam als 13. an und holte in der Gesamtwertung sogar einen Platz auf. Als Zwölfter fehlen ihm 1:35 Minuten auf die Top Ten.
Ganz schlimm erwischt hat es in der Schweiz Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora – hansgrohe), der circa 18 Minuten und damit alle Chancen auf eine gute Platzierung in der Gesamtwertung verlor. “Es war von Anfang an hart und ich hatte einfach schlichtweg nicht die Beine. Es war einfach noch viel zu weit bis zum Ziel, weil das alles schon auf dem ersten Kilometer passiert ist. Ich habe dann rausgenommen. Hoffen wir, dass ich mich an diesen beiden Tagen erholen kann, und dann sehen wir weiter, was bei den letzten beiden Bergetappen geht“, setzte er sich neue Ziele.
Vor dem Start der 16. Etappe sah die Welt für Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora – hansgrohe) noch besser aus. | Foto: Cor Vos
Auch Ben O’Connor (Jayco – AlUla) hatte nicht die erhofften Beine. Er ging zusammen mit Eulalio über Bord, verlor auf den Portugiesen aber 44 Sekunden – und auf Vingegaard sogar 3:48 Minuten. Er ist hinter Piganzoli abgerutscht und nun Gesamtneunter. Eulalio ist zwar von zweiten auf den fünften Rang zurückgefallen, lag als Elfter aber im Soll, hat weiter Chancen auf die Top Ten und darf damit zufrieden sein.
Ein Verlierer jenseits des Gesamtklassements war auf Etappe 16 Giulio Ciccone (Lidl – Trek). Er gewann zwar 54 Bergpunkte und schob sich in der dazugehörigen Sonderwertung auf Position zwei, konnte aber erneut nicht um den Tageserfolg kämpfen. Der 31-Jährige macht seit Tagen keinen Hehl daraus, dass er ein Teilstück für sich entscheiden will. Dementsprechend aggressiv tritt er auf – aber gegen die Visma-Armada hatte er bislang keine Chance. “Am Ende ist es ein etwas zäher Giro. Es ist aber wichtig, dass die Form stimmt und man es weiter versucht. Ich werde wohl probieren, mich für das Wochenende zu erholen“, kündigte er am RSN-Mikrofon an.
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