Kölner hofft nicht nur in Rom noch auf Sprintchance

Teutenberg zur Windschatten-Diskussion: “Der Wille muss da sein“

Von Felix Mattis mit Tom Mustroph aus Cassano d´Adda

Foto zu dem Text "Teutenberg zur Windschatten-Diskussion: “Der Wille muss da sein“"
Tim Torn Teutenberg am Lidl-Trek-Teamwagen vom Sportlichen Leiter Gregory Rast. | Foto: Cor Vos

27.05.2026  |  (rsn) – Drei Tage nachdem der Ärger über die mutmaßliche Einflussnahme durch Begleitfahrzeuge auf den Ausgang der 15. Etappe des Giro d'Italia (2.UWT) in Mailand groß war, hat Tim Torn Teutenberg (Lidl – Trek) im Gespräch mit radsport-news.com vor dem Start des 17. Teilstücks über Lösungen nachgedacht.

"Flanders Classics hat, glaube ich, ein System, das sie für die Klassiker wohl testen wollen – also ein System, mit dem der Abstand besser eingehalten werden kann", erzählte der 23-Jährige auf Nachfrage von RSN von Entwicklungen, über die im Peloton spekuliert wird.

"Man könnte einen Radar hinten an die Motorräder und Autos anbauen. Wenn die Fahrer dann zu nah sind, gibt es ein Signal, so Teutenberg weiter. "Oder eine Lasermarkierung auf dem Boden oder so etwas. Technisch ist das heute nicht das Problem, das hinzukriegen. Der Wille muss nur da sein, dass man das auch macht!"

Beim Giro selbst gibt es für Teutenberg in den kommenden Tagen noch völlig gegensätzliche sportliche Ziele: Auf den Bergetappen am Freitag und Samstag geht es "nur noch ums Überleben", wie er sagte. Dem entgegen stehen aber auch noch Etappensiegs-Ambitionen mit Sprinter Jonathan Milan am Sonntag auf der Schlussetappe in Rom – und offenbar vielleicht sogar am Donnerstag in Pieve di Soligo?

"Morgen probieren wir mit der Sprinterfraktion nochmal etwas rauszuholen. Die anderen Tage will ich einfach durchkommen; Zeitlimit schaffen und dann haben wir in Rom nochmal eine Chance auf den Sprint", sagte Teutenberg.

Die 18. Etappe am Donnerstag scheint insgesamt tatsächlich nochmal eine Chance für die Sprinter zu bieten – allerdings nur, wenn sie es zehn Kilometer vor Schluss mit nicht allzu viel Rückstand über die berüchtigte Muro di Ca' del Poggio schaffen – eine extrem steile Rampe mit gut zehn Prozent Durchschnittssteigung auf einem Kilometer.

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