Die Stimmen zur 17. Etappe des Giro d‘Italia

Shaw: “Ich warte im Hotel mit einem Bier auf ihn“

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James Shaw (EF Education - EasyPost) ließ sich vom Sieg seines Teamkollegen zu einem Bier verführen. | Foto: Cor Vos

27.05.2026  |  (rsn) – Michael Valgren (EF Education – EasyPost) hat die 17. Etappe des Giro d'Italia in Andalo gewonnen. Er siegte nach 202 Kilometern als Stärkster einer Ausreißergruppe vor Andreas Leknessund (Uno-X Moblity) und Damiano Caruso (Bahrain Victorious). Bester Deutscher wurde Florian Stork (Tudor) auf Platz 11. Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) verteidigte das Rosa Trikot problemlos im Hauptfeld, das mit 5:15 Minuten Rückstand ins Ziel kam.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 17. Etappe des Giro d‘Italia:

Michael Valgren (EF Education – EasyPost / Sieger / Ziel-Interview: “Es ist eine lustige Sache. Die Leute denken, dass ich schnell bin, aber in Wirklichkeit bin ich eher langsam. Heute Morgen hat mich Adam Blythe nach meiner Spitzenleistung gefragt. Die ist lächerlich peinlich, um ehrlich zu sein. Das ist mein Move und wenn ich gute Beine habe, bin ich richtig gut darin.“

Andreas Leknessund (Uno-X - Mobility / Zweiter / Eurosport): “Ich glaube, ich bin heute ein sehr gutes Rennen gefahren bis zum letzten Kilometer. Mein Plan war über die Kuppe zu attackieren, ich war aber etwas zu weit vorn in der Gruppe. Valgren hat dann gemacht, was ich mir vorgenommen hatte. Ich habe in der Gruppe so wenig gemacht wie möglich und mich auf den letzten Anstiegen ganz gut gefühlt. Ich hatte einen Plan, kam aber zu spät.“

Igor Arrieta (UAE – Emirates – XRG / 6. Platz / Eurosport: “Wir wussten, dass in der Ausreißergruppe sehr viele Fahrer mit guter Qualität dabei waren. Ich war vorne dabei, aber andere Fahrer waren heute einfach schneller. Ich wollte heute mehr als alles andere gewinnen. Um ehrlich zu sein, hat heute der stärkste Fahrer gewonnen, und ich möchte ihm dazu gratulieren. Als er attackiert hat, sind wir alle Vollgas gefahren. Er hat den perfekten Moment genutzt und die Beine gehabt, um es umzusetzen.“

Florian Stork (Tudor / Elfter / Eurosport): “Ich bin hier und da vielleicht mal den falschen Antritten gefolgt. Da habe ich dann schon gelitten. Am Ende im letzten Anstieg habe ich die Beine etwas wiedergefunden, aber da war dann leider nur noch der elfte Platz drin für mich. Ich denke, ich habe aus der schwierigen Konstellation heute das Maximum rausgeholt. Ich bin auch nicht der größte Fan von einer so großen Spitzengruppe mit 31 oder 32 Fahrern. Das macht alles komplizierter, wenn man dort dann alleine ist. “

Jardi Van der Lee (EF Education – EasyPost / 14. Platz / Eurosport): “Das ist ein richtig guter Sieg für ihn. Er war den ganzen Tag über sehr stark. Ich hatte ein Interview vor dem Rennen und habe da gesagt, dass ich gerne gemeinsam mit Michael in die Ausreißergruppe kommen möchte. Er ist super stark und das wissen wir alle. Es war richtig gut, wie er das heute gemacht hat. Er ist einfach eine Legende.“

Madis Mihkels (EF Education – EasyPost / 119. Platz / Eurosport): "Wenn es einer von uns verdient, dann ganz sicher er – ich freue mich sehr für ihn. Er hat eine großartige Mentalität, gibt nie auf. Er war nicht so gut drauf, als er in den Giro gestartet ist, aber er wurde besser und besser – und schau was heute passiert ist!"

James Shaw (EF Education – EasyPost / 122. / Eurosport): "Als ich über Funk gehört habe, dass Michael gewonnen hat, war der letzte Anstieg total leicht. Das Adrenalin hat reingekickt, die Moral ist hochgeschossen – ich hatte wirklich einen kleinen Golfball im Hals. Niemand sonst hätte ich diesen Sieg so sehr gewünscht! Ich glaube, ich fahre jetzt ins Hotel, dusche und ziehe mich um und warte dort mit einem Bier auf ihn."

Juan Manuel Garate (Sportlicher Leiter EF Education – EasyPost / Eurosport): "Das gilt natürlich für jedes Team, aber es bedeutet uns wirklich sehr viel! Wir haben bisher keine supergute Saison mit vielen Verletzungen und es war schwer, überhaupt einen achtköpfigen Kader zum Giro zu bringen. Ganz spät haben wir noch Anpassungen vorgenommen, um auf Etappenjagd zu gehen und jetzt haben wir das geschafft. Ich bin superhappy und etwas wortlos, weil es echt emotional ist. Besonders, mit Michael zu gewinnen, nach seiner Geschichte."

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