Ineos wartete im Teamzeitfahren auf Onley

Vauquelin: “Wäre nicht meine Strategie gewesen“

Von Matthias Seng

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Netcompany - Ineos im Teamzeitfahren der Tour Auvergne-Rhone-Alpes | Foto: Cor Vos

10.06.2026  |  (rsn) – Im Teamzeitfahren zum Auftakt von Paris-Nizza (2.UWT) holte sich Netcompany – Ineos (damals noch Ineos Grenadiers) den Sieg knapp vor Lidl – Trek. Drei Monate später mussten sich Kévin Vauquelin, Oscar Onley & Co. bei der Tour Auvergne-Rhone-Alpes (2.UWT) im kollektiven Kampf gegen die Uhr allerdings mit Rang zwei begnügen.

Nach anspruchsvollen 28,4 Kilometern rund um Perreux wurde das britische Team um neun Sekunden von Visma – Lease a Bike geschlagen – und das, obwohl Matteo Jorgenson und seine Mannschaftskollegen an den beiden Zwischenzeiten noch knappen Rückstand aufwiesen.

Dass der sich im letzten Teil des Rennens noch in einen Vorsprung wandelte, war aber weniger der Verdienst des niederländischen Teams, sondern vielmehr Folge eines Kettenschadens von Onley, neben Vauquelin der zweite aussichtsreiche Klassementfahrer von Netcompany. Nach kurzem Zögern entschied sich die Sportliche Leitung, auf den Schotten zu warten, statt den Rest der Mannschaft weiter mit Vollgas in Richtung Ziel jagen zu lassen, um sich so den Sieg zu sichern.

In Perreux zeigte sich Vauquelin gegenüber Cycling ProNet enttäuscht über das Ergebnis und machte darüber hinaus klar, dass er die Entscheidung seines Teams für einen Fehler hielt. “Man fährt 80 km/h. Wenn man auf jemanden wartet, egal ob er vermeintlich stark ist oder nicht, verliert man enorm viel Zeit“, so der Franzose, der zudem das Gelbe Trikot seines Landsmanns Alex Baudin (EF Education – EasyPost) um zwölf Sekunden verpasste.

“Wie einige Kommentatoren sagten, haben wir vielleicht 15 oder 20 Sekunden verloren, denn von 80 auf 55 und dann wieder auf 80 zu beschleunigen, kostet enorm viel Zeit. Das ist wirklich enorm“, rechnete Vauquelin vor und betonte: “Also ja, ich glaube nicht, dass das meine Strategie gewesen wäre.“

Zuversichtlich stimmte den 25-Jährigen aber die Vorstellung seines Teams, zumal Samuel Watson nach einem Radwechsel früh den Anschluss verloren hatte. “Ich denke, körperlich waren wir da und haben ein gutes Zeitfahren hingelegt. Daher gibt es meiner Meinung nach dennoch etwas Positives mitzunehmen, auch wenn wir nicht gewonnen haben.“

Vauquelin und Onley in Schlagdistanz zu Gelb

Angesichts des knappen Rückstands von knapp zehn Sekunden auf die Zeit des Siegers betonte Vauquelin zudem, dass sein Team gut arbeite und geschlossen auftrete. “Ich denke, das ist sehr positiv für die nächsten Etappen“, fügte er an.

Tatsächlich ist im Kampf um das Gelbe Trikot noch nichts verloren. Vauquelin und Onley rückten im Gesamtklassement der Tour-Generalprobe um jeweils fünf Positionen vor und weisen auf den Plätzen zwei und drei nur je zwölf Sekunden Rückstand gegenüber Baudin auf.

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