Im Finale der 6. Auvergne-Etappe chancenlos gegen Seixas

Jorgenson: “Decathlon wählte die nukleare Option“

Von Matthias Seng

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Matteo Jorgenson (Visma - Lease a Bike, hinten) im Finale der 6. Etappe der Tour Auvergne | Foto: Cor Vos

12.06.2026  |  (rsn) – Ohne den über starke Schmerzen im Ellbogen klagenden gestrigen Etappensieger Wout van Aert trat Visma – Lease a Bike zur ersten Bergetappe der Tour Auvergne-Rhone-Alpes an, auf der das Klassement neu gemacht werden sollte. Große Hoffnungen machte sich dabei Kapitän Matteo Jorgenson, der vor dem sechsten Teilstück den aussichtsreichen vierten Rang im Gesamtklassement belegte.

Auf dem wird der US-Amerikaner zwar auch nach der Bergankunft in Crest-Voland geführt. Dennoch konnte Jorgenson vor allem mit dem Finale nicht zufrieden sein, denn als Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) im Schlussanstieg das Tempo hochschraubte, konnte Jorgenson dem Franzosen und dem Mexikaner Isaac Del Toro (UAE – Team Emirates – XRG) rund 1,5 Kilometer vor dem Ziel nicht mehr folgen.

“Zu Beginn des Anstieges wählte Decathlon die nukleare Option. Ich bin so lange drangeblieben, wie ich dachte zu können, ohne komplett zu explodieren. Dann bin ich mein eigenes Tempo gefahren“, sagte der 26-Jährige im Ziel, das er 13 Sekunden hinter Seixas und Del Toro erreichte, gegenüber Eurosport.

Dabei hatte der Tag auch ohne van Aert perfekt für Visma begonnen. Schon kurz nach dem Start machten sich sage und schreibe 60 Ausreißer auf und davon. “Es war vom Start weg wirklich verrückt. Ich habe gesehen, wie die große Gruppe weggefahren ist und ich dachte: ‘Ja. Das wird ein schwerer Tag!‘“, kommentierte Jorgenson die frühen Turbulenzen.

Allerdings zeigte sich sein Team dabei hellwach und war nach Red Bull um den späteren Sieger Maxim Van Gils am stärksten in der großen Kopfgruppe vertreten, wogegen etwa Seixas‘ Mannschaft nicht vorne vertreten war. “Die Situation war gut für uns, denn Decathlon musste harte Verfolgungsarbeit leisten. Andere Teams mussten viele Männer und Energie verbrennen. Wir hatten es besser mit Bruno (Armirail), Edo(ardo Affini) und Per (Hagenes Strand) vorn“, sagte der Visma-Kapitän, der auch noch einen späten Schreckmoment zu überstehen hatte.

“Die (letzte) Abfahrt war wirklich tückisch. Ich hoffe, dass Oscar Onley okay ist. Ich habe gesehen, wie er eine Böschung hinabgestürzt ist. Das hat mir Angst gemacht“, berichtete er vom Sturz des Schotten, der glimpflich davonkam, das Ziel aber mit rund 30 Minuten Rückstand erreichte und damit alle Hoffnungen im Gesamtklassement aufgeben musste.

Jorgenson dagegen liegt nach wie vor aussichtsreich, auch wenn er gegenüber Seixas und Del Toro chancenlos war, was ihn mit Blick auf die beiden nun noch anstehenden, deutlich schwereren Bergetappen allerdings einige Sorgen bereiten dürfte.

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