“Dieser Podiumsplatz ist ein wahr gewordener Traum“

Niedermaier nach Giro am “Ziel einer Reise voller Höhen und Tiefen“

Von Kevin Kempf

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Antonia Niedermaier (Canyon - SRAM) auf dem Giro-Podium neben der Siegerin Demi Vollering (FDJ United - Suez) und der Dritten Anna van der Breggen (SD Worx - Protime) | Foto: Cor Vos

13.06.2026  |  (rsn) – Sechs Tage ist es her, seit Antonia Niedermaier (Canyon – SRAM) Zweite des Giro d’Italia Women (2.WWT) geworden ist. Nach Platz sechs 2024 und Rang fünf im Jahr drauf, zeigte der Trend immer weiter nach oben. Dass sogar der Sieg greifbar nah war, zählte für die Deutsche im Ziel in Saluzzo nicht, die Freude über das erreichte Podium war und ist riesig.

"Es hat eine Weile gedauert, bis ich wirklich begriffen habe, was beim Giro d’Italia passiert ist. Auf diesem Podium zu stehen, war mehr als nur ein Ergebnis – es war die Krönung jahrelanger harter Arbeit und vieler Opfer; das Ziel einer Reise voller Höhen und Tiefen“, resümierte die 23-Jährige am Samstag in einem Post auf Instagram. Die Tiefen waren von außen kaum sichtbar, denn seit sie vom Skibergsteigen in den Radsport gewechselt ist, stellten sich bei ihr Erfolge ein und der Weg an die Weltspitze verlief nicht rasant, aber stetig.

Auch wenn sie diese seit einiger Zeit erreicht hat, geht der Weg nach oben diese Saison weiter, was die Bayerin allerdings nicht von Selbstzweifeln abhielt, wie sie verriet. “Es gab Momente, in denen die Dinge nicht nach Plan liefen, und Momente, die auf die Probe stellten, wie sehr ich diesen Traum verwirklichen wollte. Doch ich habe weiter an mich geglaubt, weiter gekämpft und weiter auf diesen Podiumsplatz hingearbeitet. Wenn ich nun zurückblicke, bin ich voller Dankbarkeit, dass ich es endlich geschafft habe“, bilanzierte sie.

Auf welche schweren Momente sich Niedermaier bezog, weitete sie nicht aus. Sie dankte aber dem Team, Freunden und Familie sowie ihrem Trainer Dan Lorang und “jedem Einzelnen, der mich auf diesem Weg begleitet hat. Die Unterstützung, die Opferbereitschaft und der gegenseitige Glaube aneinander haben dies erst möglich gemacht.“

Bei so emotionalen Worten sollte klar sein, dass Niedermaier dieses Ergebnis in Italien offenbar mehr bedeutet als ihr Giro-Etappensieg 2023 oder ihre beiden U23-WM-Titel im Zeitfahren aus den Jahren 2023 und 2024. “Dieser Podiumsplatz ist ein wahr gewordener Traum, aber vor allem ist er ein Beweis dafür, dass Ausdauer, Widerstandskraft und Menschen, die an einen glauben, das Unmögliche möglich machen können. Danke – vom Grunde meines Herzens“, schloss die Canyon-Fahrerin ihren Beitrag ab.

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