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19.06.2026 | (rsn) – Nachdem er sich gestern Dusan Rajovic (Solution Tech – Nippo - Rali) geschlagen geben musste, hat Auftaktsieger Laurence Pithie (Red Bull – Bora – hansgrohe) auf der 3. Etappe der 32. Tour of Slovenia (2.Pro) wieder zugeschlagen. Der 23-jährige Neuseeländer krönte eine erneut beeindruckende Vorstellung seines Teams über 133,5 Kilometer von Maribor nach Celje und setzte sich im Sprint des reduzierten Feldes vor dem Italiener Stefano Oldani (Caja Rural – Seguros RGA) durch. Dritter wurde der Spanier Ivan Cobo (Equipo Kern Pharma).
Vortagessieger Rajovic wurde wie weitere Sprinter durch die Tempoarbeit von Red Bull – Bora – hansgrohe abgehängt und konnte nicht in die Entscheidung eingreifen.
“Nach der gestrigen Enttäuschung bin ich heute superhappy. Das Team ist den ganzen Tag gefahren“, sagte ein strahlender Pithie im Ziel-Interview. “Meine Teamkollegen haben ein hohes Tempo eingeschlagen und es so geschafft, das Feld zu verkleinern, auch wenn noch einige Sprinter vorne dabei waren.“
Vor der morgigen Königsetappe führt Pithie das Gesamtklassement mit nunmehr 20 Sekunden Vorsprung vor Cobo an. Sein Teamkollege Florian Lipowitz, der sicher mit dem ersten Feld ins Ziel kam, belegt mit 26 Sekunden Rückstand den 24. Platz.
Pithie ist auch punktbester Fahrer, der Spanier Samuel Fernandez (Caja Rural – Seguros RGA) übernahm das Bergtrikot, der Tscheche Tomas Pridal (United Shipping) behauptete die Führung in der Nachwuchswertung.
Paul Wright (Modern Adventure) und Erik Fetter (United Shipping) lösten sich rund 15 Kilometer nach dem Start aus dem Feld und erhielten kurz darauf Verstärkung durch Marcel Gladek (Factor Racing). Red Bull kontrollierte bei erneut großer Hitze hinter dem Trio das Geschehen und gestand den Ausreißern circa zwei Minuten Vorsprung zu. Wright gewann den ersten Bergpreis (2.Kat.) des Tages und übernahm damit die Führung in der Bergwertung.
Bei der ersten Zieldurchfahrt 42 Kilometer vor Schluss betrug der Abstand noch gut eineinhalb Minuten. Schon zu Beginn des zweiten Bergs der 2. Kategorie nach Celjska Koca hinauf schüttelte Wright seine Begleiter ab – das Feld lag da allerdings lediglich rund 30 Sekunden hinter dem Neuseeländer. Angeführt von Red-Bull-Routinier Jan Tratnik fingen die Verfolger Wright bereits in der unteren Hälfte des knapp acht Kilometer langen und bis zu 12,8 Prozent steilen Anstiegs ein.
Das Streckenprofil der 3. Etappe der Tour of Slovenia | Foto: Veranstalter
Mit gleichmäßig hohem Tempo dünnte Red Bull das Feld bis zum Gipfel deutlich aus, ohne dass der Träger des Gelben Trikots in Probleme geriet. Kurz vor der Kuppe löste sich aber Fernandez und holte sich die Bergwertung vor dem aufmerksamen Lipowitz. Danach übernahmen die Helfer des Tour-Dritten von 2025 erneut das Kommando und es war Pithie höchstselbst, der kurz vor der technischen Abfahrt einer Attacke von Unai Iribar (Kern Pharma) folgte. Zwar konnte sich der Spanier einen kleinen Vorsprung herausfahren, den die Verfolger aber bereits 15 Kilometer vor dem Ziel wieder wettgemacht hatten.
Eingangs der elf Kilometer langen Schlussrunde hatte Tratnik wieder die Spitze des Feldes übernommen, ehe auf den letzten vier Kilometern das spanische Euskaltel-Team das Duell mit Red Bull aufnahm – allerdings nur kurzzeitig, denn eine 90-Grad-Kurve nahmen die Raublinger auf der Innenseite und schüttelten so die Konkurrenz ab. Lipowitz führte das kleine Feld auf den Schlusskilometer, auf dem sein Teamkollege Mattia Cattaneo überraschend antrat. Caja Rural – Seguros RGA schloss die Lücke, ehe Oldani aus der letzten Kurve heraus mit Pithie am Hinterrad den Sprint eröffnete.
Doch der Red-Bull-Profi zog auf den letzten Metern noch vorbei und feierte überlegen seinen sechsten Saisonsieg vor Oldani und Cobo.
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