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05.07.2026 | (rsn) – Mit einer Machtdemonstration des Teams UAE – Emirates – XRG ist das Auftakt-Wochenende der Tour de France in Barcelona zu Ende gegangen: Tadej Pogacar schenkte Teamkollege und Edelhelfer Isaac Del Toro den Tagessieg auf Etappe 2 im Bergaufsprint am Olympiastadion von 1992 auf dem Montjuic.
Platz drei ging an Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe), Vierter wurde Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike), der ohne Zeitverlust blieb und das Gelbe Trikot behauptete. Florian Lipowitz (Red Bull – Bora – hansgrohe) büßte als Etappen-16. zehn Sekunden ein. Mann der Etappe aus deutscher Sicht war der Deutsche Meister Felix Engelhardt (Jayco – AlUla) als Teil der Ausreißergruppe des Tages.
In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.
Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG / Etappensieger und Grünes Trikot / Flash-ITV): "Ich kann nicht glauben, was ich gerade getan habe. Auf diese Weise ist das einfach verrückt. Ich bin Tadej wirklich dankbar! Das bedeutet wirklich alles für mich! Ich habe vorher schon gesagt, dass ich sehr privilegiert bin. Sie glauben nicht, wie viel wir als Team arbeiten, um hier zu sein. Und dann so viel Vertrauen vom ganzen Team zu haben – das hier ist wirklich die Arbeit von allen, auch von meiner Familie und meinen Freunden, mit denen ich aufgewachsen bin."
Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike / Etappen-4. und Gelbes Trikot / Eurosport): "Am Ende war es ein zufriedenstellender Tag. Es war nicht einfach heute und dieser Rundkurs ist nicht unbedingt mein Favorit. Das ist nicht mein Lieblingsterrain mit den kurzen Anstiegen. Deswegen kann ich ziemlich zufrieden damit sein, das Gelbe Trikot behalten zu haben. Die anderen waren am Ende richtig stark. Sie haben einen super Job gemacht. Sie haben den Sieg heute verdient."
Richard Carapaz (EF Education – EasyPost / Etappen-13. / Eurosport): "Wir wussten, dass es ein spezieller, aber auch schöner Tag wird, hier am Montjuïc. Wir kannten die Straßen natürlich gut und sind mit einem Ziel hier: ein Etappensieg. Im Finale hatte ich gute Beine und habe es versucht. Aber wir schauen von Tag zu Tag. Das ist wichtig."
Florian Lipowitz (Red Bull – Bora – hansgrohe / Etappen-16. / ARD): "Es hatten viele heute Probleme mit der Hitze, es war super warm. Ich bin ganz happy mit heute. Klar: Am Ende geht die Lücke auf und ich verliere ein paar Sekunden. Aber grundsätzlich kann ich, glaube ich, zufrieden sein heute. Ich hatte mir schon etwas Sorgen wegen heute gemacht, weil der Rundkurs vom Fahrertyp her mir nicht liegt. Aber ich denke ich kann ganz happy sein."
Adam Yates (UAE – Emirates – XRG / Etappen-18. / Eurosport): “Es ist unglaublich, so in das Rennen zu starten. Wir waren auch gestern schon gut. Aber wir sind nicht wirklich die Spezialisten für ein Mannschaftszeitfahren. Wir sind aber damit zufrieden. Und die Moral war hoch. Das hat sich heute gezeigt. Wir wussten, dass wir unsere zwei Karten ausspielen konnten. In jedem Rennen versuchen wir immer unsere zahlenmäßige Überlegenheit auszuspielen. Das hat auch hier super funktioniert."
Felix Engelhardt (Jayco - AlUla / Etappen-112. / RSN): "Das Ziel war das Bergtrikot - das war so eine spontane Idee heute Morgen. Man kann es ja versuchen. Am Ende waren wir dann drei gute Fahrer vorne. Es war ziemlich schwer und wir mussten hart fahren. Alex Molenaar war heute mit Abstand der Stärkste von uns dreien und hat es sich auch verdient. Ich habe es natürlich versucht, aber am Ende hatte er ein Wahnsinnsantritt und ich keine Chance."
Nils Politt (UAE – Emirates – XRG / Etappen-113. / ARD): "Die Hitze war schon gut – aber ich glaube man hat zum Schluss gesehen, dass wir uns alle gut gefühlt haben im Team. Doppelsieg – besser kann die Tour nicht starten! Wir wissen, dass beide schnell sind und die Beiden wissen das auch. Ich denke das wird Isaac jetzt noch einen kleinen Boost geben am Anfang der Tour. Wie ich gerade gesehen habe, war es ein kleines Geschenk von Tadej. Das war Weltklasse – heute Abend haben wir zu feiern!"
Andrej Hauptman (UAE – Emirates – XRG / Sportlicher Leiter / Eurosport): "Es ist unglaublich! Es war ein perfektes Szenario für uns. Wir mussten uns am Anfang nicht zu sehr verausgaben und vor dem Rundkurs hat das ganze Team dann einen tollen Job gemacht. Brandon hat auf den Runden etwas eigentlich Unmögliches gemacht, später war es dann Adam. Wir haben über Funk nur gesagt, dass Isaac und Tadej einfach miteinander sprechen sollen, wie sie es auf dem letzten Kilometer angehen wollen. Auf den letzten Metern hat man dann gesehen, wie sie sich entschieden haben – wie sich Tadej entschieden hat."
Ralph Denk (Red Bull - Bora - hansgrohe / Teamchef / RSN): “Beide haben gute Form, das kann man schon jetzt mal sagen und wir reden ja hier nur über ein paar Sekunden hin oder her. Wir machen keinen Hehl, dass wir heute oder auch gestern gerne gewonnen hätten. Beides hat nicht geklappt, schade. Aber es ist jetzt auch kein Weltuntergang. Wir sehen das jetzt viel, viel positiver. Beide sind auf Augenhöhe und haben super Form."
Marc Reef (Visma – Lease a Bike / Sportlicher Leiter / Eurosport): "Vor dem letzten Anstieg hat Matteo (Jorgenson) Jonas (Vingegaard) perfekt positioniert. Jonas war genau da, wo er sein sollte. Wir waren auf Attacken vorbereitet. Das muss man immer sein bei so einem Anstieg so kurz vor dem Ziel. Aber es ist nichts passiert. Das war für uns dann auch in Ordnung."
Remco Evenepoel (Red Bull - Bora - hansgrohe / Dritter / Sporza): “Meine Taktik war, in der letzten Kurve eine kleine Lücke zu lassen, in der Hoffnung, dass sie etwas an Geschwindigkeit verlieren würden, damit ich von hinten mit Schwung vorbeifahren kann. Aber die Taktik von Del Toro und Pogacar bestand darin, bis zur Ziellinie Druck auszuüben.“
Klaas Lodewyck (Sportlicher Leiter Red Bull – Bora – hansgrohe): “Wir haben einen sehr starken Remco gesehen, der einen hervorragenden dritten Platz belegt hat. Lipowitz kam in der Gruppe der Favoriten ins Ziel – das ist gut. Es ist kein Geheimnis: UAE fährt schon das ganze Jahr über auf einem hohen Niveau. Sie werden harte Gegner sein. Das ist nicht entmutigend, sondern großartig für den Radsport. Ich hoffe, dass wir früher oder später mit ihnen gleichziehen können.“
Alex Molenaar (Caja Rural – Seguros RGA / 165. / Wielerflits): “Aufs Bergtrikot zu fahren war der Plan des Teams, wenn auch nicht unbedingt auf mich zugespitzt. Aber nun ist es so weit. Ich hoffe sehr, dass das Team auch mein Rad, meine Hose und meinen Helm im Punkte-Design gestaltet. Für uns ist das so ziemlich das Beste, was wir bei der Tour de France erreichen konnten. Dass ich das Gepunktete Trikot trage, ist unglaublich. Nicht nur für mich, sondern auch für den Rest des Teams. Wir sind hier, um uns zu zeigen, und wir werden es definitiv versuchen. Der Plan ist, morgen erneut anzugreifen. Meine Form ist gut, also gehen wir es an.“