“Möchte aufgeben, falls es für mein Herz gefährlich wird“

Uijtdebroeks quält sich mit Mageninfekt durch die Tour

Von Kevin Kempf

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Cian Uijtdebroeks (Movistar) | Foto: Cor Vos

07.07.2026  |  (rsn) – Das eine belgische Sorgenkind - Arnaud De Lie (Lotto - Intermarché) - hat die 113. Tour de France gerade verlassen, dem anderen scheint es nach der für das Feld relativ ruhig verlaufenen 4. Etappe von Carcassonne nach Foix zumindest für den Moment etwas besser zu gehen. 

Cian Uijtdebroeks (Movistar) hatte beim Mannschaftszeitfahren in Barcelona unerwartete Schwächen gezeigt und musste auch auf der gestrigen 3. Etappe das Peloton früh ziehen lassen, um sich später aber wieder zurückzukämpfen.

In Foix trat er nach dem Ende des von Mads Pedersen (Lidl - Trek) gewonnenen vierten Teilstücks vor das Sporza-Mikrofon. In den belgischen Medien kursierten bereits Gerüchte darüber, dass Uijtdebroeks  Fieber habe. “Ich habe dem medizinischen Personal ganz klar gesagt, dass ich aufgeben möchte, falls es für mein Herz gefährlich wird. Gestern, vor der Etappe, wurde ich ins Krankenhaus gebracht, um Untersuchungen durchführen zu lassen und die Ursache abzuklären“, erklärte der Movistar-Kapitän nun.

Die brachte wohl die Ursache für die davor unerklärliche Schwäche des 23-Jährigen ans Licht. “Es sieht nach einer bakteriellen Mageninfektion aus. Ich vertraue darauf, dass das medizinische Personal weiß, was es tut und dass alles in Ordnung ist. Sobald es für mein Herz gefährlich wird, möchte ich aufgeben. Probleme dieser Art sind das Letzte, was ich will“, sagte Uijtdebroeks.

Im Klassement büßte er am Dienstag keine Zeit auf die anderen Klassementfahrer ein. Gestern hatte er exakt eine Minute auf Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) eingebüßt, beim Mannschaftszeitfahren waren es 35 Sekunden gewesen und tags drauf war Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) 27 Sekunden schneller als der Flame. Uijtdebroeks weist inklusive der Bonussekunden von Pogacar nunmehr 3:24 Minuten Rückstand auf den Titelverteidiger auf. Damit ist mit Blick auf Paris noch nicht viel verloren, aber die Verfassung des Belgiers bleibt besorgniserregend.

Das Klassement ist noch nicht verloren

“Gestern bin ich die ganze Zeit mit offenem Trikot gefahren. Das war kein Zufall, sondern weil mein Bauch angeschwollen war. Ich musste mein Trikot öffnen, sonst hätte ich keine Luft bekommen. Heute Morgen dachte ich: ‘Oh je, das wird hart.‘ Es war gut, dass die Ausreißergruppe weggefahren ist und es etwas ruhiger wurde. Am Anfang lief es für mich noch nicht optimal, aber im Laufe des Tages ging es mir besser“, blickte Uijtdebroeks auf den erneut heißen Tag im Feld zurück.

So muss er darauf hoffen, das Schlimmste jetzt hinter sich zu haben. “Sich während der Tour zu erholen ist definitiv nicht einfach. Wir werden sehen, wie sich alles entwickelt; im Ziel ist es jetzt besser als gestern“, so Uijtdebroeks.

Am Mittwoch steht – zumindest auf dem Papier - die erste Etappe für die Sprinter auf dem Programm. Auch wenn die erneut bei großer Hitze ausgetragen werden dürfte, könnte das eine weitere Chance für Uijtdebroeks sein, um gesundheitlich einen nächsten Schritt nach vorn zu gehen.

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