--> -->
10.07.2026 | (rsn) – Die 7. Etappe der 113. Tour de France (2.UWT) ist nach 175 Kilometern von Hagetmau nach Bordeaux mit dem erwarteten Massensprint zu Ende gegangen. Die schnellsten Beine hatte dabei Tim Merlier (Soudal – Quick-Step), die sauberste und beste Linie der Zweitplatzierte Sören Waerenskjold (Uno-X Mobility) und aufgrund der Positionierung am Ende vielleicht sogar etwas unter Wert geschlagen landete Max Kanter (XDS – Astana) auf Platz vier.
In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.
Tim Merlier (Soudal – Quick-Step / Etappensieger / Flash-Interview): "Perfekt? Das weiß ich nicht. Denn ich habe meinen Sprint lanciert mit noch ich weiß nicht wie vielen Metern. Es war ein Chaos, um in Position zu kommen. Aber dank meines Teams habe ich es geschafft. Das war großartige Arbeit von ihnen! Nach all der Arbeit vorgestern und heute - wir waren mit Alpecin die einzigen, die die Ausreißer verfolgt haben – bin ich froh, dass nicht ein anderes Team hier gewinnt! Es ist erst meine dritte Tour de France und jetzt habe ich bei jeder Teilnahme (mindestens) eine Etappe gewonnen. Das macht mich stolz."
Sören Waerenskjold (Uno-X Mobility / Etappenzweiter / ASO): "Ich bin ziemlich zufrieden. Ich weiß, dass ich hier nicht der Schnellste bin und ich wusste, dass er (Merlier) nah bei mir ist – es war nicht wie beim ersten Sprint, wo er von zehnter Stelle kam. Deshalb wusste ich, dass es superhart werden würde, ihn zu schlagen. Aber ich bin wirklich zufrieden mit meiner Ausführung des Sprints. Ich denke ich habe ihn perfekt begonnen, kurz vor den anderen, um sie rechts auch etwas zu blockieren. Ich bin happy!"
Max Kanter (XDS – Astana / Etappenvierter / Eurosport): "Es war nicht ideal für uns. Wir waren auf dem letzten Kilometer wirklich eingebaut. Ich hatte zwar noch drei Jungs bei mir, aber wir sind einfach nicht rausgekommen. Ich wusste, dass die Zielgerade eine leichte Rechtskurve ist. Also habe ich mir bei 400 Metern gesagt, ich fahre jetzt einfach und schaue, wie weit ich kommen kann. Am Ende war ich Vierter – das ist nicht ideal, aber wir haben das Beste aus der Situation gemacht."
Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech / Etappenfünfter / Sporza): "Ich war in der richtigen Position, um den Sprint zu eröffnen. Ich konnte voll antreten, aber es fehlte an der nötigen Geschwindigkeit. Das ist schade, denn das Team hat alles perfekt gemacht. Natürlich herrscht nach dem Rennen Frustration, aber das gehört zum Sport dazu. Es macht keinen Spaß, nicht auf dem Niveau zu fahren, das ich mir wünsche."
Phil Bauhaus (Bahrain Victorious / Etappensechster / ARD): "Beim ersten Sprint war ich 18., von daher ist der sechste Platz definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Ich glaube, Max (Kanter) kam vor mir ins Ziel. An ihm kam ich nicht vorbei. Ich bin Philipsen immer nähergekommen und habe deswegen nicht so wirklich eine Lücke gefunden, um an ihm vorbeizukommen. Aber das werden wahrscheinlich auch fünf Andere sagen. Das ist bei Gegenwind immer so.“
Olav Kooij (Decathlon – CMA CGM / Etappen-23. / NOS): "Ich hatte keine gute Position. Kurz vor den letzten zwei, drei Kilometern waren wir schon etwas zu weit hinten. Dadurch sind wir in die Waschmaschine geraten und ich so bin ich nie richtig nach vorn gekommen. "Man probiert noch die Position zu verbessert und hofft, dass vorn das Tempo rausgeht, aber das ist nicht passiert."
Niklas Märkl (Picnic – PostNL / Etappen-78. / ARD): "Es war eine heiße Etappe. Es hat besser funktioniert als vor zwei Tagen. Aber auf den letzten 500 Meter war Pavel (Bittner) nicht an meinem Hinterrad. Er war ein bisschen eingebaut und konnte nicht wirklich sprinten. Das habe ich nicht gewusst, sonst hätte ich vielleicht selbst durchgezogen. Aber morgen gibt es eine neue Chance."
John Degenkolb (Picnic – PostNL / Etappen-119. / ARD): "Etwa 15 Kilometer vor dem Ziel habe ich eine Flasche ins Rad bekommen, ich weiß nicht, ob auf den Schalthebel oder hinten rein. Auf jeden Fall hat die Hinterradbremse Druck verloren. Wenn der Druckpunkt erst ganz kurz vor dem Anschlag am Lenker ist, dann kann man kein Risiko eingehen. Da habe ich dann gesagt, dass ich meine Position mit dem ersten Fahrer im Zug tausche. Ich habe versucht, uns so lange wie möglich in Position zu halten. Aber als es richtig losging, war ich weg."
Lewis Askey (NSN / Etappen-169. / Eurosport): "Ich glaube, wir haben heute einen ziemlich guten Job gemacht. Ich habe mir das Finale noch nicht angeschaut. Aber Bini hat gesagt, er hat sich sehr gut gefühlt. Von dem, was ich gehört habe, war er auf der Ziellinie ziemlich nah dran. Er hat sich gut gefühlt. Das gibt uns Selbstvertrauen für die kommenden Chancen. Die Teamleistung war wieder gut. Einige Jungs sind heute wirklich geflogen."
Thor Hushovd (Uno-X Mobility / Team-Manager / Eurosport): "Das war beeindruckend von Sören. Wir haben viel über diesen Sprint gesprochen, weil wir gestern quasi einen Off-Day hatten, der nicht so funktioniert hat. Aber mental haben wir den Schalter umgelegt. Ich weiß, dass er das Potential für den Sieg hat, und ich bin sicher, dass er das nach heute auch selbst weiß."