“Verfolgen eine neue Strategie bei den Sprints“

Vingegaard erzielt unerhebliche, aber bemerkenswerte Ergebnisse

Von Kevin Kempf

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Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) | Foto: Cor Vos

10.07.2026  |  (rsn) – Platz 53 und Rang 59 – so lautet die Ausbeute von Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) bei den ersten beiden Sprintankünften der Tour de France 2026. Natürlich sind diese Ergebnisse sportlich völlig unerheblich, trotzdem sind sie bemerkenswert. Denn gerade Visma hatte in den vergangenen Jahren immer wieder dafür gesorgt, dass seine Kapitäne Sprintetappe ganz weit vorn beenden – in Sicherheit vor Stürzen.

Seit dem Giro d’Italia ist das aber anders. “Wir verfolgen in diesem Jahr eine neue Strategie bei den Sprints“, sagte Vingegaard vor dem Start der 7. Etappe gegenüber Eurosport. “Ich denke, das werden wir heute genauso machen: Wir versuchen, uns etwas weiter hinten aufzuhalten und dort sicher zu fahren“, kündigte er an. Mit Platz 59 hielt er Wort.

“Wir bleiben als gesamtes Team zusammen; ich hoffe, die anderen Teams der Klassementfahrer tun das auch. Ich glaube, das macht das Rennen deutlich einfacher und sicherer“, erklärte er weiter. Und seine Konkurrenten erreichten tatsächlich alle in ähnlichen Gefilden wie der Däne selbst in Ziel. Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) findet man als 41. als Ersten der Klassementfahrer im Ergbnis, Juan Ayuso (Lidl – Trek) schloss als 63. den Reigen der Top 7 der Favoriten. Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG), nun 56., kam in Pau am fünften Tag der Tour noch als 23. ins Ziel, einen Platz vor Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe).

Wie so oft hat man bei Visma Daten herangezogen, um das eigene Handeln zu überdenken. “Wir haben uns angesehen, wie es bei Sprints in den letzten fünf Jahren gelaufen ist. Soweit ich weiß, gab es bei der Tour nur ein einziges Mal tatsächlich Zeitabstände bei einem Sprint – auf der 3. Etappe im Jahr 2021“, so Vingegaard. Damals führte eine Reihe von Stürzen auf den letzten 10 Kilometern dazu, dass mehrere Favoriten Zeit einbüßten. In Bordeaux ging alles glatt, in Pau wurde der zweifache Toursieger allerdings 5,5 Kilometer – also kurz vor der Sturzgrenze – in einen Crash verwickelt. Zeitverlust handelte er sich dort nicht ein.

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