--> -->

12.07.2026 | (rsn) – Das war’s, die lange erste Woche der 113. Tour de France ist Geschichte. Im Departement Cantal, tief im Zentralmassiv, wartet nun der erste Ruhetag. Auch für Red Bull – Bora – hansgrohe kommt die Pause genau rechtzeitig.
Zwar haben die beiden Kapitäne auf der 9. Etappe nichts anbrennen lassen. Florian Lipowitz und Remco Evenepoel kamen problemlos mit dem kleinen, etwas mehr als 30 Fahrer starken Grüppchen an, das als Hauptfeld durchging und in Ussel wenige Sekunden hinter Sieger Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) das Ziel erreichte. Anonsten aber war aus der deutschen WorldTour-Mannschaft keiner weiter zu sehen.
Die Teams der anderen Klassementfahrer waren diesbezüglich besser aufgestellt. Paul Seixas (Decathlon - CMA CGM) hatte noch Tiesj Benoot bei sich, Nicolas Prodhomme hatte kurz vor dem Ende rausgenommen. Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) konnte noch auf Davide Piganzoli und Sepp Kuss, bis kurz vor dem Ziel auch noch auf Matteo Jorgenson zählen. Und Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) hatte, obwohl er sein Team lange und viel arbeiten ließ, nur die beiden Flachland-Helfer Florian Vermeersch und Nils Politt verloren. Lipowitz und Evenepoel waren aber allein auf weiter Flur. ___STEADY_PAYWALL___
Und das über einen Großteil der Etappe. Nico Denz, Jan Tratnik, Jai Hindley und Mattia Cattaneo kamen im ersten Grupetto mit mehr als 17 Minuten Rückstand an, verpassten den Zug bereits am Suc au May (2. Kat.) zur Mitte des Rennens. Tim van Dijke und Maxim Van Gils fuhren sogar mit den Sprintern und fast 27 Minuten Rückstand über die Ziellinie.
Lipowitz erklärte im ARD-Interview zumindest das frühe Fehlen von Van Gils, dem dieses Terrain eigentlich auf den Leib geschneidert ist. “Wir wollten mit Maxim in die Gruppe gehen, er hat am Anfang viele Körner liegen lassen“, sagte er über den Belgier, der mit seinem Unterfangen jedoch scheiterte. Letztlich wollte Lipowitz die Sache auch nicht zu hoch hängen und gab sich diplomatisch. “Es war ein superharter Tag, man kann keinem einen Vorwurf machen. Alle sind super gefahren, das ganze Team hat schon die ganze Woche einen super Job gemacht.“
Die Red-Bull-Doppelspitze Florian Lipowitz (li.) und Remco Evenepoel auf der 9. Etappe der Tour de France | Foto: Cor Vos
Natürlich gehört sich öffentliche Kritik an den Teamgefährten ohnehin nicht, doch gerade nach dem Stress zwischen den beiden Kapitänen, als Evenepoel seinen Teamkollegen Lipowitz auf der Tourmalet-Etappe anzählte, wäre jegliches Zögern, jede schwammige oder interpretierbare Antwort Wasser auf die Mühlen derer gewesen, die im Team schlechte Stimmung ausmachen wollen.
Intern, ebenso wie in Medien, darf sich die Frage aber schon gestellt werden, wieso die beiden Klassement-Hoffnungen den halben Tag lang allein unterwegs waren. Neben dem entschuldigten Van Gils hätten mindestens mal noch Hindley und Cattaneo, eigentlich auch Denz bei Normalform dazu in der Lage sein müssen, einen zwar schnell, aber nicht am Anschlag gefahrenen Kategorie-2-Berg zu überstehen – oder sich mindestens wenigstens zurückzukämpfen.
“Wir haben uns gut verstanden und genug Eis und Flaschen gehabt“, wiegelte Lipowitz jedoch jeden Anflug von Misstönen ab, erwähnte dabei sogar ungefragt das vermeintlich unbeschadete Verhältnis zu Evenepoel. Dafür musste der Vorjahresdritte der Tour sich allerdings zum Teamauto zurückfallen lassen, um sich – und seinen Co-Leader – zu verpflegen. Gerade bei den erneut hohen Temperaturen, die besonders viele Botengänge für Eis und Wasser bedeuten, vielleicht auch nicht ganz ohne.
Maxim Van Gils (Red Bull – Bora – hansgrohe) versuchte vergeblich, in die Gruppe des Tages zu kommen. | Foto: Cor Vos
Eine möglicherweise bewusste Schonung der Helfer wäre in diesem Szenario eher seltsam. Sicher war die Chance, dass der Tag trotz fast 3.000 Höhenmetern klassementrelevant werden würde, eher gering, obwohl das UAE-Team von Leader Tadej Pogacar mitunter unberechenbar agiert. Doch selbst wenn, wäre es fahrlässig, die gesamte Helferriege in den Ruhemodus zu versetzen, zumal ein entsprechender Pausentag unmittelbar bevorsteht. Unvorstellbar, hätten entweder Lipowitz oder Evenepoel Defekt gehabt und sich allein zurückkämpfen müssen, denn den jeweils anderen warten zu lassen, wäre ein untragbares Risiko gewesen und hätte das "Wir-Gefühl“ auch nicht zwingend gestärkt.
Viel eher liegt da die Vermutung nahe, dass es sich tatsächlich um Schwäche gehandelt haben könnte. Denn es ist nicht das erste Mal, dass Evenepoel und Lipowitz früh bei dieser Tour isoliert waren. Schon auf der 6. Etappe am Tourmalet war von Hindley & Co. recht früh nichts mehr zu sehen gewesen. Deswegen betonte auch Lipowitz: “Es war heute definitiv ein superharter Tag, ich freue mich morgen auf den Ruhetag.“
danke
17.08.2026Seixas klärt Zukunftsfrage bei Kriterium in Etten-Leur(rsn) – Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) hat seine Auszeit nach seinem vierten Platz bei der Tour de France beendet und bei einem Kriterium im niederländischen Etten-Leur teilgenommen. Am Rande
09.08.2026Kanter nahm für die Zukunft viel von der Tour mit(rsn) – Zwei Wochen nach seinem vierten Platz auf den Champs-Élysées in Paris, mit dem er ein starkes Tour-Debüt abschloss, setzt Max Kanter wieder auf dem Rad. Allerdings lässt es der Sprinter
02.08.2026Rubio: “Können daran arbeiten, dass sich so was nicht wiederholt“(rsn) – Ermals nach seinem schlimmen Sturz auf der 19. Etappe der Tour de France hat sich Einer Rubio zu Wort gemeldet. “Es sind nun einige Tage seit dem Unfall bei der Tour de France vergangen, u
31.07.2026Vingegaard: “Haben die Tour vielleicht falsch eingeschätzt“(rsn) – Als Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) auf der 15. Etappe der Tour de France stürzte und mit einem Schlüsselbeinbruch ausschied, lag er auf Rang zwei im Klassement bereits ziemlich
28.07.2026Seixas: “Bin stolz auf den vierten Platz in der Gesamtwertung“(rsn) – Zum Podium in Paris hat es trotz aller Bemühungen nicht mehr gereicht, doch mit Platz vier bei seinem Debüt bei der Tour de France (2.UWT) kann Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) mehr als
28.07.2026Plugge zu nächtlicher Kontrolle: “Hat unserem Team geschadet“(rsn) – In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli gab es bei der Tour de France 2026 nächtliche Dopingkontrollen - und zwar bei den beiden besten Fahrern im Klassement. Jonas Vingegaard (Visma - Lease
27.07.2026Grün ist abgehakt! Jetzt jagt Pedersen ein Monument(rsn) – Mit zwei Zielen war Lidl – Trek zur Tour de France 2026 gereist: Etappensieg(e) und Grünes Trikot für Mads Pedersen! Der Däne bekam dazu fast ein ganzes Team an Helfern abgestellt. Der
27.07.2026Nach dieser Tour träumen Evenepoel und Denk von mehr(rsn) – Am Ende wurden beide Ziele erreicht. Red Bull – Bora – hansgrohe blickt nach zwei Etappensiegen und dem zweiten Platz im Gesamtklassement von Remco Evenepoel auf eine erfolgreiche Tour d
27.07.2026Degenkolbs elfte war seine letzte Tour: “Kann gut damit leben“(rsn) – Die Schlussetappe seiner letzten Tour de France (2.UWT) beendete John Degenkolb (Picnic – PostNL) auf dem 89. Platz. Aus ganz anderen Gründen jedoch wird ihm seine Abschiedsvorstellung au
27.07.2026Philipsen nimmt die Beine hoch, damit van der Poel sicher siegt(rsn) - Ein unglaublich spannendes Finale und eine ganz große Geste auf den Champs-Élysées krönten diese 113. Tour de France. Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech), der mit der größten Ges
26.07.2026Tränen statt Triumph: Kanter Vierter auf den Champs-Élysées(rsn) - Die Emotionen übermannten Max Kanter (XDS - Astana) im Ziel der Tour de France. Sichtlich gerührt und enttäuscht zeigte sich der Deutsche über seinen vierten Platz auf der finalen 21. Eta
26.07.2026Der neue Pogacar: Bei dieser Tour mehr als nur ein Seriensieger(rsn) - Tadej Pogacar (UAE - Emirates – XRG) erwies sich bei dieser Tour de France als Sieger aller Klassen. Der Slowene ist als souveräner Radsportkönig in Paris eingefahren. Den Stadtberg Montm
14.09.2026Nach und vor Montreal: Del Toro stapelt tief (rsn) - “Um ehrlich zu sein, fühle ich mich nicht so gut, wie ich gehofft hatte”, gab Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) vor dem Start zum GP de Montreal (1.UWT) gegenüber Wielerflits zu
14.09.2026Roglic verpasste den Rekord und ist trotzdem zufrieden (rsn) – Seine möglicherweise letzte Chance auf den Rekord konnte Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) nicht nutzen. Der 36-jährige Slowene muss sich bei der Vuelta a Espana 2026 mit dem
14.09.2026Seixas selbstkritisch: “Habe einen Anfängerfehler gemacht“ (rsn) - Mit Selbstkritik sparte Paul Seixas (Decathlon - CMA CGM) nach den WorldTour-Rennen in Kanada nicht. Der junge Franzose, der beim Grand Prix de Québec auf dem 15. und beim Grand Prix Cycliste
14.09.2026Skjelmose sagt für die WM ab (rsn) - In wenigen Worten zu vermelden, deshalb aber nicht weniger wichtig: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Kurznachrichten des Tages aus der Welt des R
14.09.2026Wechsel bei SD Worx: Kerbaol kommt, Vas geht (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
14.09.2026“Gute Beine, große Ziele“: Van Aert blickt auf die WM (rsn) – Die Übergänge waren fließend! Während Wout van Aert mit seinem Teamkollegen von Visma – Lease a Bike gerade die letzten Kilometer der Vuelta a Espana abspulten, wurde beim GP Montreal
14.09.2026Evenepoel: In Québec top, in Montréal kein Flop (rsn) – Eine Generalprobe soll schiefgehen, dann läuft bei der Premiere alles gut, heißt es im Theater. Für Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) würde dann alles nach Plan verlaufe
14.09.2026Highlight-Video des GP de Montréal (rsn) – Mit einer cleveren Vorstellung hat Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) im Finale des GP de Montréal Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) überrascht und sich souverän seinen ersten Si
14.09.2026Movistar kehrt mit Vuelta-Sieg ins Rampenlicht zurück (rsn) - Der Gesamtsieg von Enric Mas bei der Vuelta a Espana ist einerseits für ihn selbst ein später, kaum noch für möglich gehaltener Coup. Doch auch für seine traditionsreiche Mannschaft hat d
13.09.2026Del Toro setzt beim GP de Montréal die UAE-Serie fort (rsn) - Zum fünften Mal in Serie hat UAE – Emirates – XRG den GP de Montréal (1.UWT) gewonnen. Nach Tadej Pogacar (2022, 2024), Adam Yates (2023) und Brandon McNulty im Vorjahr feierte nun Isaac
13.09.2026Johannessen: “Ich habe schon so lange an diese Tür geklopft“ (rsn) – Zum Abschluss der Vuelta a Espana 2026 gab es eine Premiere. Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility) holte sich auf der 21. Etappe seinen ersten Tagessieg bei einer Grand Tour vor Alessa
13.09.2026Die Highlight-Videos der Vuelta a Espana (rsn) – Für Leser und Leserinnen, die lieber schauen statt lesen, bietet radsport-news.com die Highlight-Videos. Die Eurosport-Mitschnitte aller 21 Teilstücke der diesjährigen Vuelta a Espana (2.