Neue Location, neues Format

3Rides Gravel in Winterberg erstmals mit Etappenrennen

Von Jens Claussen

Foto zu dem Text "3Rides Gravel in Winterberg erstmals mit Etappenrennen"
Off-Road pur beim Gravel-Stage-Race im Sauerland | Foto: 3Rides

16.07.2026  |  (rsn) – Vom Dreiländereck in eine Rad- und Wintersporthochburg. Nach vier Jahren als Dauergast in Aachen entschieden sich die Veranstalter, die Erfolgsstory des 3Rides Gravel in Winterberg/Sauerland fortzuführen.

Björn Müller, neben Nico Martin einer von zwei CEOs bei 3Rides, ist hauptverantwortlich für Deutschlands größte Gravelveranstaltung. Schon Anfang des Jahres berichtete RSN von Veränderungen rund um das Event. “Für die Gravel-Veranstaltung war es uns einfach wichtig, Strecken zu finden, die einen höheren Off-Road Anteil als Aachen haben und weniger urban sind“, erklärte Müller damals den Wunsch nach einer Neuorientierung.

Neu ist auch das Format, denn der inzwischen fest im Kalender der UCI Gravel World Series verankerte WM-Qualifikationslauf wird erstmals in ein dreitägiges Etappenrennen (17.-19. Juli) eingebettet. Gestartet wird mit einem Einzelzeitfahren, bei dem es auf 14 Kilometern 300 Höhenmeter zu überwinden gilt. Tags darauf gehen die Elitefelder auf eine 35 Kilometer-Runde im Westen Winterbergs, die dreimal zu befahren ist und knackige 2550 Höhenmeter bereithält. Mit einem Anteil von 93 Prozent Schotter und dem Anstieg zum Kahlen Asten als Scharfrichter des Rennens wird hier das Klassement gemacht.

 

Damit der Kletterei nicht genug, warten am Schlusstag auf einer leicht modifizierten 43-Kilometer-Runde insgesamt 129 Kilometer mit 3000 Höhenmeter als “Sahnehäubchen” dieses Gravel-Wochenendes. Auch hier steht der Kahle Asten als größte Hürde im Weg, ehe es über die für das Sauerland so typischen baumlosen Hochebenen via Skistadion zurück zum Start-/ Zielbereich in den Bikepark geht. 

Nach einem aufgrund der Streckentopographie zu erwartenden Ausscheidungsfahren können sich dort nicht nur die Premieren-Sieger des ersten 3Rides-Stage-Race, sondern auch die Erstplatzierten des UCI-Rennens feiern lassen, das in separater Wertung auf der 3. Etappe ausgetragen wird.

 

Die anspruchsvolle 43 Kilometerrunde des UCI-Qualifiers | Foto: Veranstalter

 

Noch nicht veröffentlichte Meldelisten lassen Prognosen zu Favoritinnen und Favoriten noch nicht zu. Aber wie Müller RSN schon ein paar Tage vor dem Startschuss verriet: Ausnahmefahrer Mads Würtz Schmidt (Specialized Off-Road Team) wird ein weiteres Mal in dieser Saison für die Konkurrenz das Maß aller Dinge sein.

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