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21.07.2026 | (rsn) – Neben dem Teamzeitfahren zum Auftakt gibt es in diesem Jahr bei der Tour de France nur ein Einzelzeitfahren. Die Strecke führt an der Südseite des Genfer Sees von Evian-les-Bains über eine Schleife in das benachbarte Thonon-les-Bains. Auf dem 26,1 Kilometer langen Kurs müssen die Fahrer rund 500 Höhenmeter bezwingen. Dabei geht es über eine Bergwertung der 2. Kategorie durch die Ausläufer des Chablais, einer historischen Alpenregion. RSN ist die Strecke mit dem Rennrad abgefahren. ___STEADY_PAYWALL___
Die Startrampe befindet sich direkt am Ausgang der Fußgängerzone von Évian-les-Bains, knapp oberhalb der Promenade. Vom Start weg geht es bergauf mit einer mittleren Steigung von etwa fünf Prozent. Der Asphalt ist glatt mit nur wenigen Schlaglöchern oder Kanaldeckeln. Nach etwa 700 Metern folgt eine Rechts-Links-Kombination, in der es für rund 70 Meter kurz flach wird. Hier geht es über die Schneise einer stillgelegten Eisenbahnstrecke. Danach bietet sich ein beeindruckender Blick auf den Genfer See, den die Fahrer wohl kaum genießen können.
Vom Start weg geht es bergauf.
Nach zwei weiteren flüssigen Kurven führt eine Rechtskurve über einen Kreisverkehr die Fahrer in eine serpentinenähnliche Kurvenkombination, die über einen Bach verläuft. Die Fahrer erreichen nun Neuvecelle, es wird etwas steiler. Kurz darauf biegt die Strecke an einer Kreuzung um etwa 120 Grad in die entgegengesetzte Richtung ab. Die Straße bleibt jedoch weiterhin breit, weshalb die Fahrer hier nur einen weiten Bogen fahren müssen. Bis zum Place de Milly, etwa 2,9 Kilometer nach dem Start, geht es mit rund vier Prozent gleichmäßig bergauf. Hier wird wieder das Stadtgebiet von Évian-les-Bains erreicht.
Anschließend wird es etwas steiler, der Fahrradcomputer zeigte jedoch nur kurz sieben Prozent an. Für etwa zwei Kilometer führt die Strecke fast geradeaus. Nach genau fünf Kilometern geht es nach einer flachen Links-Rechts-Kombination auf eine schmalere Straße, die aus dem Kurort rausführt. Der Asphalt wird nun deutlich rauer. In den nächsten zwei gerade verlaufenden Kilometern wird es jedoch noch einmal deutlich flacher. Ein Blick nach rechts bietet immer wieder ein beeindruckendes Panorama über den Genfer See bis nach Lausanne.
Für den malerischen Blick über den Genfer See haben die Fahrer wahrscheinlich keinen Blick.
Am Ende dieses Abschnitts flacht die Straße in einer Linkskurve vollständig ab, die Fahrer erreichen die Ortschaft Darbon. Auf dem Weg ins benachbarte Champanges wird es noch einmal etwa sechs Prozent steil. Nach genau neun Kilometern erreichen die Fahrer Larringes. Eine etwas steilere Rampe führt zur Bergwertung. Hier müssen die Fahrer aufpassen, da sich ein Kopfsteinpflasterstreifen mitten auf der Straße befindet.
Das ist besonders in der folgenden Rechtskurve relevant, die kurz vor der Kirche auf eine schmalere Straße führt. Für einige hundert Meter geht es hier steiler bergab. Am Ortsausgang führt die Straße jedoch noch einmal einige Höhenmeter nach oben. Auf dem plateauähnlichen Abschnitt wird der höchste Punkt erreicht. Der Fahrradcomputer zeigte eine maximale Höhe von 810 Metern an. Auf beiden Seiten säumen Wohnwagen die Strecke. Man fühlt sich ein bisschen wie in einem kleinen Dorf von Radsportfans.
Kurz danach beginnt in Curninges die eigentliche Abfahrt, die langsam wieder Richtung Genfer See führt. Eine Rechtskurve an einer Straßenkreuzung bringt die Fahrer wieder auf eine breitere Straße. Zwei tief liegende Kanaldeckel waren am Montag noch nicht gekennzeichnet und erfordern Vorsicht. Es geht durch einige Ortschaften durch, in denen es es deutlich steiler bergab geht. In diesem Bereich befinden sich immer wieder Fahrbahnteiler und Verkehrsinseln auf der Straße, weshalb die Linienwahl entscheidend wird. Nach Féternes-Vieux wurde die Straße neu asphaltiert.
Die Bergwertung der Côte de Larringes
Nach etwa 13 Kilometern verläuft die Strecke entlang einer Felswand. Zum Schutz gibt es auf der linken Seite Links eine Mauer, hinter der ein steiler Abhang ins Tal folgt. Der folgende Abschnitt verläuft fast nie geradeaus. Die Abfahrt ist durchgehend deutlich steiler als der Anstieg zu Beginn. Die Strecke ist technisch sehr anspruchsvoll, einige Kurven sind durch die Felswand rechts und Bäume auf der linken Seite nur schwer einzusehen. Im unteren Teil warten drei Serpentinen.
Die letzten beiden Serpentinen folgen direkt aufeinander. Die Fahrer erreichen diese mit einer hohen Geschwindigkeit. Eine Rechtskurve führt auf die Bundesstraße D902. Der Asphalt ist hier deutlich rauer, auch verläuft dieser Abschnitt leicht ansteigend. Nach etwa 1,2 Kilometern biegt die Strecke an einem Kreisverkehr nach rechts ab und führt über die Departmentstraße. Die Fahrer erreichen Thonon-les-Bains.
Die Abfahrt verläuft entlang einer Felswand auf neuem Asphalt.
Es geht leicht abfallend in Richtung Stadtzentrum, wobei die Straße immer wieder kleinere Unebenheiten aufweist. Der Kreisverkehr nach etwa 19 Kilometern ist auf der linken Seite etwas kürzer und somit auf dieser Seite schneller. Kurz vor den Gleisen biegt die Strecke an einer großen Kreuzung 90 Grad nach rechts auf eine Schleife ab. Die folgende Straße ähnelt einem Flickenteppich. Ein schmaler Streifen wurde jedoch neu asphaltiert. Die Fahrer werden größtenteils versuchen, diese Linie wählen.
Nach etwa eineinhalb Kilometern geradeaus folgt eine 180-Grad-Wende auf eine kleinere Straße, die in entgegengesetzter Richtung zurückführt. Die zwei folgenden Kreisverkehre werden von den Fahrern auf der linken Seite befahren. Nach weiteren eineinhalb Kilometern führt eine 90-Grad-Rechtskurve weiter in Richtung See. Die Profis erreichen die Uferpromenade und fahren an der Grenze zur Innenstadt entlang, wo es noch einmal verwinkelt und technisch anspruchsvoll wird. Eine Linkskurve führt auf einen kurzen Kopfsteinpflasterabschnitt. Hier heißt es auf dem Zeitfahrrad: Lenker festhalten!
Eine 90-Grad-Rechtskurve mündet in einen Kreisverkehr. Die zweite Ausfahrt Richtung führt Richtung See in einer schmaleren Straße bergab über eine 180-Grad-Wende in Richtung Ufer. Der Untergrund ist holprig mit vielen Schlaglöchern. Die Bodenwellen an den Zebrastreifen wurden durch Teerauffüllungen entschärft. Direkt am Hafen entlang geht es etwa zwei Kilometer vor dem Ziel über einige weite Bögen flach weiter zur Zielkurve. Eine Rechtskurve bringt die Fahrer auf die etwa 300 Meter lange Zielgerade, die vom See weg ganz leicht ansteigt. Im Zielsprint werden die meisten Fahrer zumindest vor der Linie keinen Blick auf das wunderschöne Bergpanorama in der Ferne haben. Das Ziel befindet sich direkt am großen Garten des Château de Ripaille.
Das Bergpanorama hinter der Ziellinie.
Der Zeitfahrkurs verläuft auf den 26,1 Kilometern vergleichsweise wenig flach. Immer wieder unterbrechen technisch anspruchsvolle Kurven die wenigen Abschnitte mit geringem Gefälle. Die Bergwertung zu Beginn des Rennens macht knapp 410 der rund 500 Höhenmeter aus. Die Top-Fahrer sollten den Anstieg dennoch größtenteils im Auflieger bewältigen können, auch weil die Kurven sehr weit und flüssig zu fahren sind. Die Abfahrt macht acht Kilometer der Strecke aus.
Im Kampf um den Tagessieg sollte es auf ein Duell der GC-Fahrer hinauslaufen. Für die Zeitfahrspezialisten geht es zu wenig geradeaus. In der Abfahrt und im Finale sind technische Fähigkeiten auf dem Zeitfahrrad gefragt. Aufgrund des Streckenlayouts sollte es möglich sein, am Anstieg etwas mehr Kraft zu aufzuwenden. Hier lässt sich die meiste Zeit gutmachen. In der Abfahrt ist die volle Konzentration nötig.
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