Visma bei der Vuelta nun schon bei sechs

Brennan vertraut van Aert und holt seinen vierten Etappensieg

Von Matthias Seng

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Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) hat die 16. Vuelta-Etappe gewonnen. | Foto: Cor Vos

08.09.2026  |  (rsn) – Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) hat die 16. Etappe der Vuelta a Espana (2.UWT) gewonnen und seinem Team den bereits sechsten Tagessieg bei dieser Spanien-Rundfahrt beschert. Nach perfekter Vorbereitung seines Teamkollegen Wout van Aert setzte sich der 21-jährige Brite über 181,1 Kilometer zwischen Cortegana und La Rabida im erwarteten Massensprint deutlich vor dem Franzosen Bryan Coquard (Cofidis) durch.

Auf den weiteren Plätzen folgten die beiden Belgier Vito Breat (Lotto – Intermarché) und Jordi Meeus (Red Bull – Bora - hansgrohe), deren Landsmann van Aert hinter dem Dänen Magnus Cort (Uno-X Molbiliyt) noch Sechster wurde und damit weitere wichtige Punkte für das Grüne Trikot sammelte.

Van Aert machte Laportes Fehlen vergessen

“Ja, es ist unglaublich vier Siege zu haben, denn der Plan war, einen zu erreichen. Als Team sind wir nun schon bei sechs, glaube ich“, sagte Brennan im Flash-Interview und gestand ein: “Ich habe schon etwas den Überblick verloren. Wir haben so viel gewonnen. Bei den Etappen, für die wir hierhergekommen sind, haben wir vollen Einsatz gezeigt. Die Jungs haben heute wieder den ganzen Tag tolle Arbeit geleistet, ich denke, das hat man auch von zuhause gesehen. Es dann so abzuschließen mit Wout, der mich in einem chaotischen Finale perfekt bis zur Ziellinie gebracht hat, ist fantastisch“, lobte er seinen Teamkollegen, der sich nach zwei Etappensiegen diesmal wieder in den Dienst des Grand-Tour-Debütanten stellte und dabei den auf der 14. ausgeschiedenen Christophe Laporte vergessen machte.

“Es ist natürlich schade, dass wir Christophe verloren haben, aber es ist immer noch unglaublich, was wir schaffen können. Ich habe Wout vertraut, bin seinem Hinterrad gefolgt, und es war einfach unglaublich, wie er mich in so eine perfekte Position gebracht hat“, so Brennan nach seinem elften Saisonsieg, mit dem er zudem in der Punktewertung Rang zwei hinter van Aert festigte.

Auf den ersten Positionen der Gesamtwertung gab es erwartungsgemäß keine Veränderungen. Der Spanier Enric Mas (Movistar) behauptete sein Rotes Trikot und liegt unverändert 2:06 Minuten vor Felix Gall (Decathlon – CMA CGM). Vier Sekunden hinter dem Österreicher folgt der Slowene Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) auf dem dritten Platz.

Der 31-jährige van Aert verteidigte die Führung in der Punktewertung. Im Kampf um die Bergwertung waren keine Punkte zu vergeben. So behielt der Kolumbianer Santiago Buitrago (Bahrain Victorious) sein 29-Punkte-Polster auf van Aert. In der Nachwuchswertung beträgt der Vorsprung des Briten Oscar Onley (Netcompany – Ineos) auf den Slowenen Jakob Omrzel (Bahrain Victorious) weiterhin 30 Sekunden. Bestes Team bleibt Decathlon – CMA CGM.

So lief die 15. Etappe der Vuelta a Espana:

Noch 150 Profis starteten nach dem zweiten Ruhetag in die dritte und entscheidende Woche der 81. Spanien-Rundfahrt. Obwohl im Streckenprofil keine einzige Bergwertung verzeichnet war, kamen auf dem Weg von Cortegana nach La Rabida immerhin 2.250 Höhenmeter zusammen.

Nach rund 15 Kilometern stand die Gruppe des Tages: Kevin Vermaerke (UAE - Emirates - XRG), Valentin Madouas (Groupama - FDJ United), Simon Dalby (Uno-X Mobility), Roland Thalmann (Tudor) und Jasha Sütterlin (Jayco - AlUla) fuhren sich bei hohem Tempo und erneut extremer Hitze mit Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke einen Vorsprung von mehr als zwei Minuten heraus, den das von Visma angeführte Feld dann aber planmäßig reduzierte.

Jorgen Nordhagen, Steven Kruijswijk und Bruno Armirail kontrollierten für ihre Kapitäne van Aert und Brennan das Geschehen. Den Zwischensprint 67 Kilometer vor dem Ziel sicherte sich Vermaerke vor Sütterlin, rund eine Minute später folgte das Feld, in dem sich nun auch Cofidis und Red Bull – Bora – hansgrohe an der Jagd beteiligten.

Das Streckenprofil der 15. Etappe der Vuelta a Espana | Foto: Veranstalter

Bereits 23 Kilometer vor dem Ziel war das Spitzenquintett gestellt, nachdem kurz vorher Vermaerkes Teamkollege Ivo Oliveira zu bei einem Sturz im Feld zu Boden gegangen war. Kurz darauf teilte Red Bull auf der Windkante das Feld, wobei unter anderem Cort und mehrere seiner Teamkollegen abgehängt wurden, Eingangs der letzten 20 Kilometer hatte sich das Geschehen an der Spitze aber wieder beruhigt, so dass die Verfolgergruppe zehn Kilometer vor dem Ziel wieder den Anschluss schaffte.

Danach fuhr das Feld breitgefächert in Richtung Ziel, wobei sich die gesamte Soudal-Mannschaft neben den Visma-Helfern und Red Bull vorne versammelte. Drei Kilometer vor Schluss hatte sich Uno-X mit mehreren Fahrern an die Spitze gekämpft, wo die Skandinavier eingangs des Schlusskilometers dann aber von Soudal, das Alberto Dainese lancieren wollte abgelöst wurden.

Das misslang aber, weil auf der Zielgeraden van Aert dann von der Spitze weg seinem Teamkollegen Brennan den Sprint bis gut 100 Meter vor dem Ziel anzog, so, dass der Brite keine Mühe hatte, sich seinen bereits vierten Saisonsieg bei dieser Vuelta zu holen.

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