L´Avenir: Borremans jubelt am Col de l´Iseran

Finn pariert auf Königsetappe alle Angriffe und baut Führung aus

Von Matthias Seng

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Lorenzo Finn (Red Bull – Bora – hansgrohe) hat die Sibiu Tour gewonnen. | Foto: Cor Vos

25.08.2026  |  (rsn) – Lorenzo Finn (Red Bull – Bora – hansgrohe) hat mit einer souveränen Vorstellung auf der Königsetappe der 62. Tour de l'Avenir (2.2U) seine Führung im Gesamtklassement ausgebaut und nun beste Chancen, seine dritte Rundfahrt in dieser Saison zu gewinnen.

Der U23-Weltmeister aus Italien kam nach 149 schweren Kilometern von Châtillon-sur-Cluses zum Col de l'Iseran als Vierte ins auf 2.759 Metern Höhe gelegenen Ziel und führt das Klassement mit nunmehr 2:07 Minuten Vorsprung auf den Belgier Niels Driesen (Lotto – Groupe Wanty) an. Vom vierten auf den dritten Platz der Gesamtwertung verbesserte sich dessen Landsmann Matteo Vanhuffel (Picnic – PostNL Devo).

Den Tagessieg sicherte sich in einem dramatischen Finale der Finne Kasper Borremans (Bahrain Victorious Devo), der zwei Kilometer vor dem Ziel eingefangen worden war, um dann aber auf den letzten Metern noch am Belgier Jasper Schoofs (Soudal – Quick-Step) vorbeizujagen, dem nur Rang zwei blieb. Dritter wurde Borremans Polnischer Teamkollege Jan Michal Jackowiak (+0:19) vor Finn (+0:39) und dem Ecuadorianer Mateo Ramirez (UAE – Emirates – Gen Z / +0:42).

Aus einer großen Ausreißergruppe mit den beiden deutschen Nationalfahrern Mauro Brenner und Fausto Valentin Penna löste sich etwa zur Rennmitte am 20 Kilometer langen Cormet de Roselend der 22-jährige Penna und erhielt kurz darauf Begleitung vom Franzosen Rémi Daumas (Groupama – FDJ United CT). Das Duo fuhr sich einen Vorsprung von knapp einer Minute heraus, ehe weitere Fahrer in der Abfahrt aufschließen konnten.

Zu Beginn des rund 35 Kilometer langen Schlussanstiegs war die Spitzengruppe auf wieder acht Fahrer angewachsen, deren Vorsprung nunmehr rund dreieinhalb Minuten betrug. Im Feld sorgten vor allem die Red Bull Rookies für Tempo, während die Spitze in Folge mehrerer Attacken schnell wieder auseinander fiel. Schoofs, Borremans und Jackowiak etablierten sich schließlich vorn bei einem Vorsprung von mittlerweile rund vier Minuten.

 

Das Streckenprofil der 6. Etappe der Tour de L‘Avenir | Foto: Veranstalter

Der schrumpfte dann aber schnell zusammen und nach einem Ausscheidungsfahren bildeten nur noch neun Fahrer um den mittlerweile isolierten Finn die Gruppe der Favoriten, zu der auch der Schweizer Jan Huber (Tudor U23) zählte und die auf den letzten zehn Kilometern erfolgreich Jagd auf die Ausreißer machten. Vorn hatte sich derweil Borremans gelöst, doch sein Vorsprung betrug maximal nur 20 Sekunden und war rund zweieinhalb Minuten vor dem Ziel aufgebraucht. Dahinter parierte Finn scheinbar mühelos alle Angriffe von Ramirez und Henrique Bravo (Soudal – Quick-Step Devo), der dann aber dem von Ramirez eingeschlagenen Tempo nicht mehr folgen konnte.

Auf den letzten beiden Kilometern kam das Favoritenduo immer näher an das Spitzentrio heran, aus dem heraus Schoofs eingangs der letzten 500 Metern antrat und auf dem Weg zum sicheren Sieg schien, ehe kurz vor der Linie der kurz zuvor gestellte Borremans die Lücke noch schloss und an seinem Konkurrenten vorbei jagte, um den größten Erfolg seiner Karriere zu feiern.

Hinter Jackowiak kam Giro-Next-Gen-Sieger Finn, der im Finale noch Ramirez losgeworden war, als Tagesvierter ins Ziel und machte damit einen weiteren großen Schritt in Richtung Gesamtsieg.

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