IOC benennt Ekimov als neuen Olympiasieger im Zeitfahren

Hamilton ist seine Goldmedaille von 2004 los

10.08.2012  |  London (dapd) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat Tyler Hamilton nach dessen Doping-Geständnis die Goldmedaille vom Einzelzeitfahren bei den Sommerspielen 2004 in Athen aberkannt. Das teilte IOC-Sprecher Mark Adams am Freitag mit.

Der Olympiasieg geht damit an den Russen Wjatscheslaw Ekimov, einem langjährigen Teamkollegen des siebenmaligen Toursiegers Lance Armstrong. Silber erhält der US-Amerikaner Bobby Julich, auf Platz drei rückt der Australier Michael Rogers vor.

Hamilton hatte im vergangenen Jahr im Zuge der Dopingermittlungen gegen Armstrong zugegeben, jahrelang Dopingmittel eingenommen zu haben. Der Rundfahrtspezialist bat daraufhin das IOC, ihm den Olympiasieg abzuerkennen, wofür ihm IOC-Präsident Jacques Rogge in einem Brief dankte.

Dass der 41 Jahre alte Hamilton den Sieg in Athen nicht sauber eingefahren hatte, war schon lange Zeit bekannt. So er nach dem Zeitfahren in der A-Probe positiv auf Blutdoping getestet worden, aber die B-Probe war wegen falscher Lagerung unbrauchbar. Kurz darauf wurde Hamilton bei der Vuelta wegen Fremdblutdopings erneut erwischt und erst danach für zwei Jahre gesperrt. Nach einem weiteren Dopingvergehen im April 2009 erhielt er dann eine achtjährige Sperre.

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