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30.05.2023 | (rsn) – Nach seiner erfolgreichen Abschiedsvorstellung beim Giro d’Italia, den er auf Rang fünf beendete, will Thibaut Pinot (Groupama – FDJ) nun auch ein letztes Mal bei der Tour de France starten. Wie sein Team-Manager Marc Madiot im "Grand Plateau", dem Radsport-Podcast von RMC Sport bestätigte, habe sein Kapitän, der am Saisonende seine Karriere beenden wird, nach dem Gewinn des Bergtrikots in Rom den Wunsch geäußert, nun auch die am 1. Juli im spanischen Bilbao beginnende 110. Frankreich-Rundfahrt zu bestreiten.
Grundsätzlich befürworte er diese Idee, so Madiot. "Er fährt wie befreit und möchte an der Tour de France teilnehmen. Das sind gute Nachrichten, aber wir müssen immer noch seine körperliche Verfassung und seine Regeneration berücksichtigen. Wir werden das in den kommenden Tagen bewerten", fügte der Franzose an. Zur Erholung und Vorbereitung auf die Frankreich-Rundfahrt bleiben dem 32-jährigen Pinot nur fünf Wochen.
An seiner aktuellen Form dürften dagegen kaum Zweifel bestehen. Der Kletterspezialist schaffte es in der letzten Giro-Woche auf den drei schweren Etappen – Bergankünfte im Val di Zoldo und an den Drei Zinnen sowie dem Bergzeitfahren zum Monte Lussari – jeweils in die Top Ten und verbesserte sich im Gesamtklassement noch auf den fünften Platz. Den angepeilten Etappensieg verpasste Pinot zweimal nur denkbar knapp, als er in Crans-Montana und im Val di Zoldo jeweils Zweiter wurde.
Für Madiot entscheidender war jedoch, dass Pinot, der seine gesamte Karriere in den Trikots des französischen WorldTour-Rennstalls absolvierte, in seinem letzten Profijahr vom Druck befreit Top-Leistungen abliefert. "Vielleicht hätte er seine ganze Karriere so fahren sollen", meinte Madiot. "Wir entdecken jetzt, dass wir nicht unbedingt großen Druck auf ihn ausüben müssen, um Ergebnisse zu erzielen. Das ist für mich eine große Lektion aus diesem Giro."
Spannend wird nun auch die Rollenverteilung bei der Tour de France, bei der David Gaudu das Podium ins Visier nehmen will. Ob Pinot mit dem letztjährigen Gesamtvierten eine Doppelspitze bilden oder sich auf Etappenjagden beschränken wird, scheint noch offen. "Die Idee ist, das bestmögliche Team zusammenzustellen. Es ist nicht so, dass die Öffentlichkeit und die Sozialen Medien das für uns bestimmen. Davon lasse ich mich nicht ablenken. Letztlich ist Thibauts Verfassung entscheidend", betonte Madiot.
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