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11.05.2026 | Der neue Pro One Allroad sieht aus wie ein alter Bekannter, mit dem er allerdings nicht verwechselt werden sollte. Mit dem G-One Speed gab es jahrelang einen schnellen Allrounder für schlechten Asphalt und leichte Gravel-Strecken, dessen feine Profilnoppen auf vielen Untergründen Halt fanden. Nun hat der Reifenspezialist das Konzept noch einmal in die Hand genommen und komplett neu aufgestellt – was ist dabei herausgekommen?
Das neue Modell schlägt die Brücke zwischen Asphalt und Gelände, gehört dem Namen nach aber zum Road-Segment.Erst einmal zur Nomenklatur: Als „Pro One“-Modell rückt der Reifen vom Gravel-Bereich weg ins Rennrad-Segment, wo er gerade in 30 mm Breite auch hingehört. Die 35 und 40 mm breiten Varianten sind immer noch eher Allroad als Gravel, und noch breiter gibt es dieses Modell nicht. Wünschen könnte man sich eine 32-mm-Ausführung, mit der man den Bauraum vieler aktueller Rennräder optimal ausnutzen würde. Schwalbe bietet dieses Maß beim Top-Rennreifen Pro One an – warum also nicht auch beim Pro One Allroad?
Seinem fast identisch aussehenden Vorgänger hat der Pro One Allroad einen deutlich reduzierten Rollwiderstand voraus.Deutliche Unterschiede gegenüber dem optisch gleichen Vorgänger gibt es bei der Karkasse: Der Schwalbe Pro One Allroad ist nun wie die aktuellen Rennreifen der Marke mit der „Race Pro“-Karkasse ausgestattet, die besseren Seitenwandschutz bietet und außerdem den Rollwiderstand senkt. Dazu kommt die „ADDIX Race“-Gummimischung mit fairem Kautschuk und Recycling-Ruß, welcher den ökologischen Fußabdruck des Reifens deutlich reduziert.
Auf der Waage ist der Allroad noch leichter als von Schwalbe angegeben.Mit dem neuen Aufbau rollt der Schwalbe Pro One Allroad noch einmal deutlich schneller als der G-One Speed, und der war schon nicht langsam. Unabhängige Labortests zeigen, dass der Pro One Allroad in der 40-mm-Variante einen um rund ein Drittel reduzierten Rollwiderstand aufweist – ein Unterschied zum G-One Speed, den man definitiv spüren wird.
Die feinen Profilnoppen bewähren sich auf lockerem Untergrund mit sehr gutem Grip.Schwer ist der neue Allrounder auch nicht. Die schmalste Variante liegt mit 330 Gramm auf dem Niveau vieler pannenfester Rennreifen; 420 Gramm für den 35er und ca. 465 Gramm für den 40er sind vergleichbarer mit leichten Gravel-Reifen dieser Breiten. Auch in dieser Hinsicht hat der Pro One Allroad gegenüber seinem Vorgänger deutlich die Nase vorn – wer einen robusten, schnellen und vielseitigen Reifen für wechselnde Untergründe sucht, ist mit dem neuen Schwalbe also gut beraten.