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12.03.2026 | (rsn) – Mit knapp 21 Kilometern Anlauf hat Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) im Alleingang die 5. Etappe von Paris-Nizza (2.UWT) für sich entschieden. Auf dem 206 Kilometer langen Teilstück von Cormoranche-sur-Saone nach Colombier-le-Vieux nutzte der Däne den schwersten Anstieg des Tages, um sich seinen zweiten Tagessieg in Serie zu sichern und im Gesamtklassement nahezu uneinholbar wegzuziehen.
Während der Franzose Valentin Paret-Peintre (Soudal – Quick-Step) mit 2:02 Minuten Rückstand Zweiter wurde, ging Rang drei an den Kolumbianer Harold Tejada (XDS – Astana / +2:20), der eine Gruppe um Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost), Daniel Felipe Martinez (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Kevin Vauquelin (Ineos Grenadiers) ins Ziel führte.
Abgesehen davon, dass Vingegaard auf Martinez nun schon 3:22 Minuten Vorsprung hat, änderte sich an der Konstellation hinter ihm nichts. Dritter bleibt Steinhauser (+5:50), der damit auch das Weiße Trikot verteidigte, Vierter ist Vauquelin (+6:09), weiterhin 19 Sekunden dahinter. Der Franzose klang dieses Mal schon deutlich versöhnlicher als noch am Vortag, obwohl sich seine Situation nicht verbessert hatte: “Am Ende war ich dann etwas müde, bin mit meinen Beinen aber insgesamt zufrieden. Ich bin hier bei den Besten dabei und das ist ein gutes Gefühl“, so der Franzose.
Bei den Besten dabei, aber doch enorm weit weg vom Allerbesten. Vorneweg fährt ein Däne, der mit Paris-Nizza ohnehin noch eine Rechnung offen hat, nachdem Vingegaard im letzten Jahr in Führung liegend gestürzt und ausgeschieden war. Das passierte auf den Straßen, die heute wieder passiert wurden. Eine Portion Extra-Motivation für ihn? Nicht unbedingt. “Ich dachte nämlich für einen kurzen Moment, das ist die Straße vom letzten Jahr – wusste aber nicht, dass sie es wirklich war.“
Stattdessen war es einfach die Marschroute, die gute Form in Ergebnisse umzuwandeln. “Ich wollte das hier nicht nur persönlich gewinnen, sondern das ganze Team auch. Und dann ging es auch darum, so viel Zeit wie möglich mitzunehmen.“ Mit Erfolg.
Ganz nebenbei sammelte Vingegaard auch reichlich Punkte für das Bergtrikot, dass er ab morgen tragen wird. In der Punktewertung konnte Luke Lamperti (EF Education – EasyPost) noch ein paar Zähler Vorsprung auf Vingegaard verteidigen, doch das Eis wird dünner. So bleiben die Sondertrikots auf zwei Mannschaften verteilt.
???????? Jonas Vingegaard récidive !
— Paris-Nice (@ParisNice) March 12, 2026
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Den ganz klassischen Rennverlauf gab es auch heute nicht, doch von den mitunter chaotischen Bedingungen des Vortages war die Etappe weit entfernt. Allein schon wegen des Wetters: 12 Grad zum Start und Sonnenschein den ganzen Tag über bildeten die Kulisse für die längste Etappe der Rundfahrt.
Trotz mehrerer Attacken dauerte es lange, bis sich eine erste Gruppe löste. Zunächst waren es fünf Mann, die sich nach 60 Kilometern nachhaltig vom Feld lösen konnten: Aleksandr Vlasov (Red Bull - Bora - hansgrohe), Joshua Tarling (Ineos Grenadiers), Nicolas Prodhomme (Decathlon - CMA CGM), Remi Cavagna (Groupama - FDJ) und Jefferson Cepeda (Movistar). Erst deutlich später mit mehr als einer Minute Rückstand entschloss sich ein weiteres Trio dazu, hinterherzufahren. Victor Campenaerts (Visma - Lease a Bike), Ivan Romeo und Lorenzo Milesi (beide Movistar) konnten 90 Kilometer vor dem Ende den Anschluss herstellen.
Auf den folgenden Kilometern fuhren sich die acht Mann an der Spitze maximal rund zwei Minuten Vorsprung heraus. An der Cote de Sécheras (2. Kat.) 37 Kilometer vor dem Ziel – das Feld war bis auf eine Minute heran – fiel die Gruppe auseinander. Cepeda setzte sich ab, Vlasov und Prodhomme bildeten dahinter ein neues Duo. Auch das Hauptfeld fiel unter dem Tempodiktat im Anstieg schnell auseinander. Keine 20 Fahrer kamen oben gemeinsam an.
Das Streckenprofil der 5. Etappe von Paris-Nizza | Foto: Veranstalter
Derweil verteidigte Cepeda eisern eine knappe halbe Minute auf Vlasov und Prodhomme. Doch das war an der Côte de Saint-Jean-de-Muzols (1. Kat.), nur 2,2 Kilometer lang, aber im Schnitt 10,5 Prozent steil, dann schnell vorbei. Alle wurden gestellt. Und die Gruppe schrumpfte weiter. Martinez und Steinhauser bekamen Probleme, als Campenaerts die Vingegaard-Attacke vorbereitete, die 20 Kilometer vor dem Ziel erfolgte.
Der Mann in Gelb machte dort sein eigenes Ding, dahinter schlossen sich Tejada, Lenny Martinez, Vauquelin und Valentin Paret-Peintre zusammen. Doch auch Steinhauser, Martinez und Mathys Rondel (Tudor) kamen dorthin zurück. 16 Kilometer vor dem Ziel hatte diese Gruppe eine halbe Minute Rückstand auf Vingegaard.
In der Côte de Saint-Barthélemy-le-Plain (2. Kat.), dem letzten kategorisierten Anstieg des Tages, attackierten sich die Verfolger permanent gegenseitig, ohne aber damit irgendetwas zu erreichen, außer Vingegaard in die Karten zu spielen, der im Anstieg sein Plus auf mehr als anderthalb Minuten ausbaute.
Erst kurz vor der Kuppe setzte Paret-Peintre einen Angriff, der ihm für die Abfahrt eine kleine Lücke bescherte. Die letzten vier Kilometer hinauf ins Ziel änderte sich an dieser Konstellation nichts mehr, nur, dass zur dritten Gruppe zwischenzeitlich nochmal Oscar Onley (Ineos Grenadiers), Marc Soler (UAE – Emirates – XRG) und Izagirre (Cofidis) aufschlossen. Dort sicherte sich Tejada im Sprint der Verfolger Rang drei und noch vier Bonussekunden.
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