Probleme vor Lüttich-Bastogne-Lüttich

Jetzt auch noch Hirschi! Tudor vom Pech verfolgt

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Jetzt auch noch Hirschi! Tudor vom Pech verfolgt"
Marc Hirschi (Tudor) | Foto: Cor Vos

22.04.2026  |  (rsn) – Der Schweizer Zweitdivisionär Tudor ist dieses Jahr nicht vom Glück verfolgt. Hirschis Sturz rund 20 Kilometer vor dem Ziel des 90. Flèche Wallonne (1.UWT) ist nur der letzte einer ganzen Reihe von Einschlägen.

Der Oberschenkelbruch von Neueinkauf Stefan Küng und der Zahnverlust von Rick Pluimers machten bereits Schlagzeilen, Marius Mayrhofer stürzte auf der 1. Etappe der Tour Down Under (1.UWT) und musste daraufhin drei Monate pausieren, Maikel Zijlaard wartet nach einem Unfall beim Cadel Evans Great Ocean Road Race am 1. Februar noch auf sein Comeback und Arvid de Kleijn konnte diese Saison noch gar kein Rennen bestreiten. Zu allem Überfluss erwischte es beim Flèche Wallonne (1.UWT) nun auch noch Marc Hirschi, der am Sonntag beim Amstel Gold Race ebenfalls zu Boden gegangen war und mit einem DNF im Ergebnis vermerkt ist.

Der Schweizer, der das Rennen 2020 gewinnen konnte, kam sich bei hoher Geschwindigkeit mit Anton Schiffer (Visma – Lease a Bike) in die Quere und konnte einen Sturz nicht vermeiden. Er blieb 18 Kilometer vor dem Ziel in Huy lange auf dem Asphalt sitzen und beendete sein Rennen. Im Krankenhaus wurde am Abend ein Bruch des linken Schlüsselbeins festgestellt. “Nach Röntgenuntersuchungen konnten weitere Brüche ausgeschlossen werden. Wegen der Art der Verletzung wird er Donnerstag operiert werden“, erklärte Tudor in einer Pressemitteilung.

Damit fällt Hirschi für Lüttich-Bastogne-Lüttich (1.UWT) am Sonntag sowieso aus. Nominell ist Julian Alaphilippe somit Tudor-Kapitän, doch der Franzose fährt nicht nur der Form seiner besten Jahre sondern auch der der letzten Saison hinterher. Am Mittwoch wurde er schon abgehängt, bevor das Finale richtig begonnen hatte. Er gab wie beim Amstel und der Baskenland-Rundfahrt auf. Das Ziel in Huy erreichte nur ein Fahrer der Schweizer Equipe: Fabian Weiss landete auf Rang 85.

Somit sind die Aussichten für Lüttich am Sonntag schlecht. Von der Tour of the Alps (2.Pro) könnten noch Michael Storer und Mathys Rondel den Ardennenkern der Mannschaft verstärken. Beide Kletterer erreichten bei der Bergankunft auf der 2. Etappe des italienischen Rennens die Top Ten. Doch der Transfer nach Belgien ist unwahrscheinlich, zumal das Duo auch für den am 8. Mai beginnenden Giro d’Italia eingeplant ist. Als einziger weiterer Fahrer steht dort einer im vorläufigen Aufgebot, der diesen Platz nun höchstwahrscheinlich nicht mehr wahrnehmen kann, nämlich Marc Hirschi.

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