Auch Schiff kommt auf Touren

Knoten geplatzt: Kasper gewinnt UCI Gravel One Fifty

Von Jens Claussen

Foto zu dem Text "Knoten geplatzt: Kasper gewinnt UCI Gravel One Fifty"
Glücklich über ihren ersten Saisonsieg für ihr neues Team: Romy Kasper (PAS Racing) | Foto: Romy Kasper

25.04.2026  |  (rsn) – Die deutschen Gravelprofis kommen immer besser in Schwung. Nachdem Paul Voß (AUTSAID x Rose Bikes) schon vor Wochenfrist mit einem zweiten Platz an der Cote d'Azur beeindruckt hatte, gelang Romy Kasper (PAS Racing) nun beim UCI Gravel One Fifty in Roden der erste Saisonsieg einer deutschen Gravelspezialistin.

Die 37-Jährige hatte sich zehn Kilometer vor dem Ziel mit einer entscheidenden Attacke aus einer Dreiergruppe absetzen können und danach einen souveränen Vorsprung von einer knappen Minute auf die Schwedin Clara Lundmark (+0:58) über die Linie gebracht. Kaspers Teamkollegin Wendy Oosterwoud (+0:59), die die Spitzengruppe mit einem Vorstoß weitere zehn Kilometer zuvor initiiert hatte, wurde Dritte.

Auch die Bremerin Carolin Schiff (Canyon x DT Swiss ATR) findet nach einer langen Zwangspause im besser in den Rennrhythmus und konnte mit Rang acht (+8:48) erstmals in dieser Saison ein Top-Ten-Ergebnis einfahren.

 

Derer schon einige im Gepäck – beim 114 Gravel Race in Spanien hatte sie als Zweitplatzierte den Sieg nur um eine Sekunde verpasst – nahm Kasper schon nach 45 Kilometern in einer technischen Sandpassage gemeinsam mit vier weiteren Fahrerinnen das Heft in die Hand. “Hier konnten wir uns schon erstaunlich früh absetzen und danach in einer harmonischen Gruppe das Tempo an der Spitze bestimmen“, sagte die Leipzigerin nach Rennende im Gespräch mit RSN.

Für Kasper doch ein wenig überraschend wurde im weiteren Verlauf jedoch aus der Spitzengruppe heraus zunächst nicht mehr attackiert. “Das hat mich schon gewundert und ich selbst habe mich bewusst zurückgehalten, da ich das Gefühl hatte, dass ich den anderen in den schwierigen Sandstücken nicht überlegen war.“ 

So war es Teamkollegin Oosterwoud vorbehalten, 20 Kilometer vor dem Ziel die Vorentscheidung zu suchen. “Wendy setzte eine harte Attacke im Sand und nur Lundmark und ich konnten noch folgen“, beschrieb Kasper die Situation, .

Kurz darauf trat sie dann selber in Aktion. “Im Recon hatte ich mir zehn Kilometer vor Rennende ein schwieriges Sandstück eingeprägt, neben dem ein kleiner Graben verlief“. Während sich die anderen beiden durch den tiefen Sand quälten, fuhr ich im Graben daneben und konnte durch den härteren Untergrund schnell eine Lücke von 20 Sekunden reißen“, beschrieb sie den Moment, in dem sie die letztendlich siegbringende Lücke riss. . 

Ihren Vorsprung gab Kasper nicht mehr aus der Hand und konnte so nach 2024 ihren zweiten Erfolg bei einem UCI-Gravelrennen feiern.

Das Männerrennen gewann im Fotofinish der Vorjahreszweite der Belgier Kamiel Notebaert vor den beiden Niederländern Tijmen Eising und Rick Ottema. Als bester Deutscher belegte der Hamburger Max Oertzen Platz sieben (+0:31).

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