Wie schon 2025 Etappenzweiter beim Giro d´Italia

Stork: “Heute ist etwas Enttäuschung dabei“

Von Jan Zesewitz

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Florian Stork (Tudor) verpasste seinen ersten Grand-Tour-Etappensieg beim Giro d´Italia nur knapp. | Foto: Cor Vos

09.05.2026  |  (rsn) – Nur wenige Zentimeter fehlten Florian Stork (Tudor) am Ende der 2. Etappe des Giro d’Italia, zum ersten WorldTour-Sieg. Guillermo Thomas Silva (XDS – Astana) war nach 221 Kilometern von Burgas nach Veliko Tarnovo einen Tick schneller als der Deutsche. Schon einmal war er beim Giro nahe dran an einem Sieg, auf der 15. Etappe im vergangenen Jahr wurde er in Asiago ebenfalls Zweiter.

“Aber heute ist auch ein bisschen Enttäuschung dabei, weil es nicht nur um die Etappe ging, sondern auch um das Rosa Trikot. Das wäre ein großes Ding gewesen, aber es ist ja erst der zweite Tag“, sagte der Tudor-Profi im Ziel am Eurosport-Mikrofon.

Stork war am entscheidenden Anstieg zum Kloster von Lyaskovets wie fast alle anderen Fahrer machtlos gegen die Tempoverschärfung von Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike), der nur Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Lennert Van Eetvelt (Lotto – Intermarché) folgen konnten.

Am richtigen Hinterrad, aber es reichte nicht ganz

Aber der 29-Jährige blieb ruhig und wartete auf seine Chance. “Am Anstieg ging es dann Vollgas los“, schilderte Stork das Finale. “Nach der Abfahrt sind wieder ein paar Gruppen entstanden. Ich war da noch mit zwei Teamkollegen. Es war dann ein bisschen chaotisch, weil niemand wirklich die Führungsarbeit übernehmen wollte. Vorne war ja noch eine Gruppe. Ich habe dann einfach abgewartet, weil es sehr unübersichtlich war. Als wir wieder zurückkamen, war ich dann genau am Hinterrad der Astana-Fahrer.“

Es war das richtige Hinterrad in diesem hektischen Finale aus einer rund 30-köpfigen Gruppe, die den Anstieg am besten überstanden und auf dem letzten Kilometer Vingegaard, Pellizzari und Van Eetvelt noch stellte. Stork kam aus dem Windschatten Silvas heraus, aber bis zur Ziellinie nicht mehr an dem Uruguayer vorbei. Ein halbes Laufrad fehlte dem Deutschen zum ersten Grand-Tour-Erfolg.

Wie alle Fahrer, die um den Tagessieg sprinten konnten, war auch Stork von dem Massensturz 23 Kilometer vor dem Ziel verschont geblieben. Die anschließende Neutralisation des Rennens hatte auch für ihn Einfluss auf das Rennen. “Nach dem Sturz war es kurz neutralisiert. Da sind wir dann einfach weitergerollt und das Rennen wurde nicht angehalten“, sagte er. “Dadurch waren wir schon kurz vor dem finalen Anstieg und es war nicht mehr viel Zeit, Positionen gut zu machen, falls man beim Restart nicht gut platziert war.“

Die Formkurve zeigt nach oben

Die Geduld im steilen Anstieg und in der folgenden Abfahrt zahlte sich für Stork – fast – aus. Schon bei der Tour of the Alps (2.Pro) konnte er mit drei Top-Ten-Platzierungen seine gute Form unter Beweis stellen. Bei Eschborn-Frankfurt (1.UWT) am 1. Mai wurde er Neunter im Sprint einer Ausreißergruppe.

Die Formkurve zeigt auch beim Giro weiter nach oben und für den Deutschen dürften sich auch in den kommenden Tagen weitere Gelegenheiten bieten. Und wie Stork richtig bemerkte: “Es ist ja erst der zweite Tag.“

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