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11.05.2026 | (rsn) – Ein Podiumsplatz in der Gesamtwertung, ein gewonnenes Bergtrikot und eine Top-Ten-Platzierung in Italien: Das Wochenende hielt für die österreichischen Kontinental-Teams bei der Tour of Hellas (2.1) und dem GP Industrie del Marmo (1.2U) bemerkenswerte Erfolge bereit. Colin Stüssi (Vorarlberg) sicherte sich in Griechenland den dritten Gesamtrang, während Loïc Bettendorff (Hrinkow - Advarics) das Bergtrikot nach Hause brachte.
Das Team Vorarlberg blickt auf eine turbulente, aber letztlich sehr erfolgreiche Tour of Hellas zurück. Colin Stüssi belegte nach fünf Etappen den dritten Platz im Gesamtklassement. "Wir sind mit der Motivation nach Griechenland gefahren, aufs Podium zu fahren. Die Vorbereitungen liefen hervorragend und wir sind nun super happy, dass es geklappt hat", bilanzierte der Sportliche Leiter Paul Renger gegenüber RSN.
Der Grundstein wurde auf der schweren, 207 Kilometer langen 3. Etappe gelegt, auf der Stüssi, Philipp Hofbauer und Dominik Röber in der entscheidenden Gruppe vertreten waren. An diesem Tag belegte Stüssi den sechsten Rang in einer 18-köpfigen Spitzengruppe der Favoriten. Auf der folgenden Bergetappe, die in einer 18 Kilometer langen Bergankunft endete, attackierte Stüssi bereits am Fuße des letzten Anstiegs, bekam jedoch keine Unterstützung von seinen Begleitern.
Er sicherte sich einen Platz im vorderen Feld der Favoriten, was ihn auf den dritten Rang in der Gesamtwertung beförderte. Am Schlusstag musste die Mannschaft zudem herbe Rückschläge verkraften: Emanuel Zangerle und Philipp Hofbauer konnten krankheitsbedingt nicht mehr an den Start gehen.
"Wir hatten nur noch zwei Fahrer im Rennen und mussten uns gegen die Angriffe von Unibet und Solution Tech auf den dritten Platz absichern", schilderte Renger den Kampf um die Bonussekunden, den Stüssi schließlich für sich entschied. Zuvor hatten bereits Laurin Nenning and Dominik Amann das Rennen nach einer Zeitüberschreitung auf der Königsetappe verlassen müssen.
Voller Einsatz im Finale: Colin Stüssi sprintet am Ende einer harten Woche zum verdienten dritten Platz in der Gesamtwertung. | Foto: Vorarlberg
Grund zur Freude gab es auch beim Team Hrinkow - Advarics. Der Luxemburger Loïc Bettendorff krönte seine aktive Fahrweise mit dem Gewinn der Bergwertung. "Bei vier der fünf Etappen waren wir in Fluchtgruppen vertreten. Loïc hat das Bergtrikot gewonnen und Riccardo Zoidl belegte einen guten 15. Platz im Gesamtklassement", fasste die Teamleitung von Hrinkow - Advarics das Rennen zusammen.
Einziger Wermutstropfen war der Sturz von Josef Dirnbauer auf der Königsetappe. "Ihm geht es den Umständen entsprechend gut, er hat allerdings schwere Abschürfungen davongetragen", hieß es vom Team. Die Mannschaft präsentierte sich über die gesamte Rundfahrt hinweg offensiv und belohnte sich schließlich mit dem prestigeträchtigen Trikot.
Lohn der Mühen: Colin Stüssi (Vorarlberg) freut sich über seinen Podestplatz bei der Tour of Hellas. | Foto: Vorarlberg
Abseits des Geschehens in Griechenland war das Tirol - KTM Cycling Team beim 37. Gran Premio Industrie del Marmo (1.2U) in Italien im Einsatz. Jonas Holzknecht zeigte in Marina di Carrara eine starke Leistung und sprintete nach 179,5 Kilometern auf den zehnten Platz. "Marmo ist ein spezielles Rennen auf total kaputtem Asphalt, mit schmalen Abfahrten und vielen unbekannten Teams. Nach dem schlechten Wetterbericht befürchteten wir Schlimmeres, am Ende blieb es aber trocken", berichtete der Sportliche Leiter Martin Taschler gegenüber RSN.
Um einen Massensprint zu vermeiden, ergriff Tirol KTM am Berg die Initiative. "Nachdem sich keine Spitzengruppe absetzen konnte, haben wir das Zepter in die Hand genommen und das Feld gesprengt", schilderte Taschler die Taktik. Daraus entstand eine elfköpfige Spitzengruppe mit Holzknecht, die schließlich den Sieg unter sich ausmachte. Der Sieg ging an den Italiener Matteo Gialli (Team Hopplà).
"Jonas ist nicht gerade als Abfahrtskünstler und Sprinter bekannt und hatte da seine Mühen. Am Ende steht aber sein erstes Top-Ten-Ergebnis in einem UCI-Rennen", freute sich Taschler über das Resultat der österreichischen Talentschmiede.
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