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28.05.2026 | (rsn) – Sieben Tage fuhr Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) beim Giro im Blauen Trikot durch Italien, dann zog er Rosa drüber. Auf dem Podium wird der Däne täglich weiterhin als Bergbester geehrt – und daran hat er scheinbar Gefallen gefunden und den Gewinn dieser Sonderwertung jetzt zum sekundären Ziel erklärt.
An der Muro Ca‘ Del Poggio (3.Kat.) fuhr Vingegaard erstmals bei diesem Giro aktiv um die Punkte, die bisher nur ein Abfallprodukt seiner vier Etappensiege bei Bergankünften waren. Als Afonso Eulalio (Bahrain Victorious) kurz vor dem Wertungsstrich eingeholt wurde, zog der Mann in Rosa an und überquerte die Linie als Erster. “Ich war da. Ich habe das Bergtrikot. Warum also nicht die 9 Punkte dort mitnehmen?“, fragte er in der Mixed-Zone.
Jetzt trennen ihn 81 Punkte von seinem ersten Verfolger Giulio Ciccone (Lidl – Trek), dessen Versuche den Abstand zu verkleinern, einen empfindlichen Dämpfer bekommen haben. Der wird Freitag versuchen, zurück zu schlagen. “Morgen gibt es sehr viele Höhenmeter. Hoffentlich habe ich gute Beine, dann werden wir sehen, was passiert“, blickte Vingegaard auf das 151 Kilometer lange Teilstück zwischen Feltre und Alleghe voraus. Dann werden ein HC-Berg, einer der 1. Kategorie und vier der 2. überfahren.
Darauf, dass Visma und sein Kapitän Ciccone und Co. leicht machen werden, sollte sich die potenziellen Etappenjäger aber nicht verlassen. “Es ist eine schöne Etappe und ich würde sie sehr gerne gewinnen“, kündigte der Gesamtführende an. Gleichzeitig schränkte aber auch: “Wir müssen auch vorsichtig mit dem Team umgehen. Wir werden darüber reden und dann einen Plan für morgen machen.“ Vor allem Tim Rex hatte in den letzten Tagen enorm viel Arbeit verrichtet und auch Victor Campenaerts war viel im Wind.
Am Donnerstag war Sepp Kuss der letzte Helfer bergauf. Davide Piganzoli hingegen war dieses Mal nirgends zu sehen. “Die Vorbereitung auf den letzten Anstieg war fast wie ein Massensprint. Die Positionierung war schwierig und Davide musste das alles alleine machen. Er war dann etwas zu weit zurück. Das kann passieren“, erklärte er das Fehlen seines bisher besten Berghelfers im kurzen, aber steilen Anstieg.
Sein achter Platz im Klassement kam aber nie Gefahr. “Er war nicht in der ersten Gruppe, ist aber zurückgekommen und hat keine Zeit verloren. Für morgen ist er in einer wirklich guten Position“, fand Vingegaard plötzlich sogar ein tertiäres Ziel seiner Equipe. Bisher wurde Piganzoli nach seinen Helferdiensten als