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09.06.2026 | (rsn) – Die Form von Wout van Aert wirft auch nach der 3. Etappe der Tour Auvergne-Rhone-Alpes (2.UWT) weiter Fragen auf. Beim Mannschaftszeitfahren am Dienstag musste der Belgier bereits früh den Kontakt zu seinen Teamkollegen von Visma - Lease a Bike abreißen lassen. Immerhin: Trotz seines Einbruchs triumphierte die niederländische Equipe dank einer starken Teamleistung im Kampf gegen die Uhr.
Van Aert zeigte sich nach dem Rennen selbst überrascht von seiner schwachen Vorstellung. "Am ersten Anstieg war das Tempo sofort zu hoch für mich", erklärte der 30-Jährige gegenüber Sporza. Entsprechend gemischt fielen seine Gefühle nach dem Etappensieg aus. "Es ist schön, mit meinen Teamkollegen auf dem Podium zu stehen, aber ich habe nicht das Gefühl, viel zum Erfolg des Teams beigetragen zu haben."
Die Ursachenforschung ist dabei schnell erledigt: Ein Trainingssturz warf den 31-Jährigen in der Vorbereitung auf die Tour de France zurück, bei der Tour Auvergne-Rhone-Alpes trat er sichtlich angeschlagen an. Bereits beim Auftakt am Sonntag stach ins Auge, dass ihm seine Spritzigkeit in den steilen Anstiegen noch fehlt.
Dass Visma auch ohne ihn die schnellste Zeit fuhr, wertete van Aert zugleich als Beleg für die enorme Stärke seiner Mannschaft. "Wenn man sieht, dass ich meinen Teil nicht wirklich leisten konnte, Ben Tulett einen Platten hatte und wir trotzdem gewinnen, dann sagt das viel über diese Jungs aus", lobte er insbesondere Matteo Jorgenson sowie die Zeitfahrspezialisten Bruno Armirail und Edoardo Affini.
Der Rückschlag kommt für den Routinier zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt. "Damit rechnet man nicht. Wir müssen ruhig bleiben und die richtigen Entscheidungen treffen", sagte er. "Ich wusste, dass es eine schwierige Woche werden würde, aber ich dachte, ich wäre schon weiter. Heute war einfach kein guter Tag."
Die kommenden Etappen der Tour Auvergne-Rhone-Alpes dürften nun wichtige Hinweise darauf liefern, ob Van Aert rechtzeitig zur Tour de France wieder zu seiner gewohnten Stärke zurückfinden kann.