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10.06.2026 | (rsn) – Red Bull – Bora – hansgrohe erzielte auch ohne die bei der Tour Auvergne-Rhone-Alpes (2.UWT) fehlenden Topstars Remco Evenepoel und Florian Lipowitz im Mannschaftszeitfahren ein Spitzenergebnis: Nach 28,4 anspruchsvollen Kilometern rund um Perreux belegte das deutsche Team den fünften Platz und wies dabei 40 Sekunden Rückstand auf die Sieger von Visma – Lease a Bike auf.
Maxim Van Gils, der zeitgleich mit Daniel Martinez nach 33:33 Minuten als erster Fahrer seines Teams die Ziellinie am Ende des 800 Kilometer langen Schlussanstiegs überquert hatte, war mit der Vorstellung von Red Bull jedoch alles andere als zufrieden. “Um es mal ganz deutlich zu sagen: Ich glaube nicht, dass wir ein gutes Zeitfahren gefahren sind. Wir haben unterwegs viele Fehler gemacht", machte der Belgier gegenüber dem TV-Sender Sporza aus seiner Enttäuschung keinen Hehl.
Van Gils erklärte auch, woran es seiner Meinung nach gehapert hatte: “Ich denke, der Stress hat einigen zugesetzt. Es gab Wechsel im falschen Moment und in die falsche Richtung. In einem Zeitfahren verliert man so ein paar Sekunden, und bei einem so kurzen Zeitfahren darf das einfach nicht passieren.“
Der 26-Jährige zeigte sich vor allem mit Blick auf das Teamzeitfahren am 4. Juli in Barcelona zum Auftakt der Tour de France selbstkritisch. “So etwas darf in Barcelona nicht passieren“, sagte Van Gils, der das Auvergne-Zeitfahren dann aber doch einordnete: “Hier ist es erlaubt, ohne Remco und Lipo. Aber wenn diese beiden nach einem Monat Höhentraining dabei sind, sollte so etwas nicht mehr vorkommen.“
Trotz der seiner Meinung nach verbesserungswürdigen Vorstellung machte Van Gils im Gesamtklassement immerhin vier Positionen gut und ist auf Rang acht nunmehr bester Fahrer seines Teams. Dagegen fiel Neoprofi Luke Tuckwell vom sechsten auf den 14. Platz zurück. Martinez hat auf Rang 27 schon mehr als drei Minuten Rückstand, den Großteil davon hatte sich der Kolumbianer bereits zum Auftakt der Tour-Generalprobe eingehandelt.
Angesichts der schweren Etappen zum Abschluss der Rundfahrt mit drei Bergankünften in Folge sollte der junge Tuckwell die besten Aussichten im Klassement besitzen, wogegen Van Gils dann weiter zurückfallen dürfte. Mit dem Gesamtsieg wird Red Bull jedenfalls nichts zu tun haben.