“Happy“ über Platz drei auf 5. Auvergne-Etappe

An van Aert war für Bauhaus kein Vorbeikommen

Von Matthias Seng

Foto zu dem Text "An van Aert war für Bauhaus kein Vorbeikommen"
Phil Bauhaus (Bahrain Victorious, re.) belegte Rang drei auf der 5. Etappe der Tour Auvergne-Rhone-Alpes. | Foto: Cor Vos

12.06.2026  |  (rsn) – Auch nach der 5. Etappe der 78. Tour Auvergne-Rhone-Alpes (2.UWT) muss Phil Bauhaus weiter auf seinen ersten Sieg seit Juni 2024 warten. Doch der dritte Platz nach 196 Kilometern von Saint-Chamond zum Vogelpark in Villars-les-Dombes stimmte den Sprinter von Bahrain Victorious zuversichtlich.

“Ich bin damit zufrieden. Das war heute das Maximum. Ich hätte nicht mehr erreichen können. Wir können alle zufrieden sein mit dem, was wir erreicht haben“, kommentierte Bauhaus auf der Website seines Teams den Ausgang des Rennens, in dem sich Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) seinen zweiten Saisonsieg vor dem tief enttäuschten Hugo Hofstetter (NSN) holte.

Dabei hatte der Tag mit einer unerfreulichen Nachricht für Bahrain Victorious begonnen. Nach einer schlechten Nacht konnte der Slowene Matej Mohoric nicht mehr zum Start des fünften Teilstücks antreten. Während der Etappe habe sich auch dessen Landsmann Matevz Govekar nach Angaben von Sportdirektor Michal Golas “nicht gut gefühlt“.

Davon ließ sich der Rest des Teams aber nicht beirren, wie Bauhaus betonte. “Nikias (Arndt) hat einen tollen Job gemacht und das Tempo hochgehalten, vor allem in Richtung Finale. Dann hat Pello (Bilbao) übernommen und Vlad (Van Mechelen) hat mich eingangs der letzten drei Kilometer positioniert.“

Für den 22-jährigen Belgier, der auf der 2. Etappe bereits Dritter geworden war, fand der neun Jahre ältere Kölner besonders lobende Worte. “Vlad ist unglaublich talentiert und stark. Wir haben eine wirklich gute Beziehung zueinander. Er hört gut zu und führt alles perfekt aus“, sagte Bauhaus, der von seinem Anfahrer rund einen Kilometer vor dem Ziel an van Aerts Hinterrad abgeliefert wurde.

Als der Paris-Roubaix-Sieger antrat, musste der Bahrain-Sprinter dann aber passen. “Ich habe versucht, an ihm vorbeizuziehen, aber ich habe schnell gemerkt, dass meine Beine heute nicht stark genug waren. Dann verließen mich die Kräfte und Hofstetter hat mich auch noch passiert“, schilderte Bauhaus das Finale.

Jetzt jagt Bahrain in den Bergen den Etappensieg

Dennoch reichte es um sein bisher bestes Saisonergebnis – einen dritten Etappenplatz von der Ungarn-Rundfahrt (2.Pro) – zu egalisieren. Damit war nicht nur Bauhaus zufrieden, auch sein Sportdirektor zog ein positives Fazit.

“Die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht. Sie haben Phil perfekt an van Aerts Hinterrad positioniert. Van Aert war dann aber einfach stärker. Es ist ein gutes Resultat, mit dem wir glücklich sind – und wir werden weiter kämpfen und auf die Jagd nach einem Sieg gehen“, sagte der Pole mit Blick auf die nun anstehenden drei Bergetappen, auf denen Kapitän Santiago Buitrago – im Gesamtklassement auf Rang 17 (+1:21) bestplatzierter Bahrain-Profi – und Routinier Bilbao die Kastanien aus dem Feuer werden holen müssen.

Für Bauhaus und die anderen Sprinter wird es dagegen nur darum gehen, jeweils innerhalb des Zeitlimits ins Ziel zu kommen.

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