Vila zufrieden mit Auftritt im Zentralmassiv

Nach Kritik an Red-Bull-Helferriege: “Heute war es gut“

Von Felix Mattis aus Le Lioran

Foto zu dem Text "Nach Kritik an Red-Bull-Helferriege: “Heute war es gut“"
Remco Evenepoel (links) und Jai Hindley (rechts) vor der 10. Tour-Etappe | Foto: Cor Vos

14.07.2026  |  (rsn) – Nach der mittelschweren Sonntags-Etappe der 113. Tour de France von Malemort nach Ussel ist rund um das Team Red Bull – Bora – hansgrohe wieder eine Debatte hochgekocht, die den deutschen Rennstall schon im vergangenen Jahr begleitete: Weil Remco Evenepoel und Florian Lipowitz im Finale ohne Helfer  waren, wurde einmal mehr diskutiert, ob die Helferriege in Frankreich stark genug sei.

Vor dem Start der 10. Etappe am Dienstag wurden die Protagonisten vor allem von den belgischen Medien dazu befragt und stimmten größtenteils zu: Das war nicht gut, das muss besser werden. Der Fokus müsse auf den reinen Helferaufgaben liegen, nicht auf Versuchen, in Spitzengruppen zu springen.

Während der Zentralmassiv-Etappe von Aurillac nach Le Lioran dann waren die beiden Leader Evenepoel und Lipowitz auf der Kuppe des Puy Mary 30 Kilometer vor dem Ziel erneut auf sich allein gestellt. Als letzter Teamkollege musste Jai Hindley die da noch rund 20-köpfige Favoritengruppe einen Kilometer vor dem Gipfel ziehen lassen.

In der Abfahrt aber kam der Australier noch einmal nach vorne und verpflegte seine Kapitäne am Col de Pertus 19 Kilometer vor Schluss noch einmal, bevor er sich endgültig verabschieden musste. Zu diesem Zeitpunkt war bis auf UAE, das noch bis 18 Kilometer vor dem Ziel Adam Yates und Brandon McNulty an der Seite des späteren Siegers Tadej Pogacar und Isaac Del Toro hatte, kein Team mehr mit mehr als zwei Mann vertreten.

Entsprechend wollte auch der Sportliche Leiter Patxi Vila von erneuter Kritik an der Teamleistung nichts wissen. "Ich glaube, heute war es gut. Die Jungs haben einen super Job gemacht. Am Anfang gab es einen Split mit 50 Fahrern vorne. Alle acht von uns waren in dieser Gruppe", meinte der Spanier und fügte an. "Ich glaube, wir müssen glücklich sein und dem ganzen Team gratulieren. Jai war der letzte, der dabei war. Aber ich glaube, da waren nur noch 15 Fahrer im Hauptfeld und es waren nicht mehr viele Helfer dabei."

RADRENNEN HEUTE

    WorldTour

  • Tour de France (2.UWT, FRA)
  • Radrennen Männer

  • Giro della Valle d`Aosta (2.2u, ITA)