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19.07.2026 | (rsn) - Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike) hat die Tour de France (2.UWT) aufgegeben. Der zweifache Tour- und amtierende Vuelta- sowie Giro-Sieger ist auf der 15. Etappe in Richtung Plateau de Solaison rund 23 Kilometer vor dem Tagesziel in einem Rechtsabzweig übers Vorderrad weggerutscht und gegen den Bordstein geprallt.
Der Däne blieb unter Schmerzen sitzen und deutete schnell an: Es geht nicht weiter. Mit dem rechten Arm in einer Schlinge stieg er nur wenige Minuten später in den Rettungswagen der Tour de France ein, um sich zum "Centre Medical Mobile", dem Röntgentruck, des Rennens bringen zu lassen und verabschiedete sich so von der 113. Frankreich-Rundfahrt. Was die Schlinge schon vermuten ließ, gab sein Team nach dem Rennen bekannt: Vingegaard brach sich beim Sturz das Schlüsselbein.
Vor dem Sturz hatte Vingegaards Visma-Mannschaft die Führung im Hauptfeld übernommen und das Tempo angezogen, um die Anfahrt auf den 11,3 Kilometer langen Schlussanstieg der ersten Alpen-Etappe vorzubereiten. In einer Rechtskurve an einem Kreisverkehr führte Victor Campenaerts den rasenden schwarz-gelben Zug an und Vingegaard fuhr an fünfter Stelle ums Eck.
Während seine vier Teamkollegen vor ihm auf dem Rad blieben, rutschte der Däne weg. Ihm nicht mehr ausweichen konnten auch der hinter ihm fahrende Teamkollege Sepp Kuss sowie das UAE-Duo Felix Großschartner und Isaac Del Toro. Auch Jai Hindley (Red Bull - Bora - hansgrohe) musste vom Rad. Diese vier konnten das Rennen aber alle fortsetzen.
Vor dem Start des 15. Teilstücks in Champagnole hatte Vingegaard erzählt, dass er eine harte Nacht hatte, weil die Dopingkontrolleure der Internationalen Test Agentur (ITA) um 2 Uhr an seiner Zimmertür geklopft hatten. Nach Vingegaards Schätzung war seine Nachtruhe um mindestens 40 Minuten unterbrochen worden.