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25.07.2026 | (rsn) - Gelegenheits-Radler lieben den Rückenwind, der das Radfahren so leicht wie Fliegen werden lässt – wenn es auf der Heimfahrt nicht in die entgegengesetzte Richtung ginge. Ganz anderer Ansicht ist Georg Zimmermann (Lotto – Intermarche). Wie der Radprofi berichtete, hat der Rückenwind während der 19. Etappe der Tour de France von Gap hoch nach Alpe d’Huez "gereicht, um mir den Tag zu verhunzen.“
"Es wurde heute den ganzen Tag ein hohes Tempo gefahren. Der Rückenwind hat das Rennen extrem hart für uns gemacht, was ja kurios klingt, aber dadurch hat man viel weniger Windschatten und leidet dadurch viel mehr auf dem Rad", erklärte Zimmermann, der seine sechste Tour bestreitet, am Mikrofon der ARD. "Von daher habe ich heute drei Kreuze gemacht, als ich hier über das Zielband gefahren bin. Gegenwind ist das Beste oder Entspannteste für den, der im Windschatten fährt. Seitenwind ist die schlechteste Option. Rückenwind ist so lala, hat aber gereicht, um mir den Tag heute zu verhunzen.“
Nachdem er im vergangenen Jahr wegen eines Sturzes während der 9. Etappe am nächsten Tag wegen tiefer Wunden und einer Ellbogenverletzung die Tour verlassen musste, wurde der Lotto-Profi heute immer wieder nach seiner bisherigen Bilanz dieser Frankreich-Rundfahrt gefragt, was ihn mächtig wurmte. "Ich finde das kurios – seit zwei, drei Tagen werde ich von vielen Journalisten nach einem Endresümee und allem möglichen gefragt, die Tour ist rum. Aber ich meine: Wir haben Etappe 19, und die Tour hat 21 Etappen. Jetzt hauen wir noch zweimal alles raus, was wir haben, und dann können wir auf die Ergebnisliste schauen", sagte der 28-Jährige.
Denn Zimmermann weiß, dass ihm die heutige Königsetappe über den Galibier und erneut Alpe d'Huez alles abverlangen wird. "Es wird vor allem darum gehen, die Etappe zu überstehen, darüber mache ich mir keine Riesenhoffnung“, blieb der ehemalige Deutscher Meister sehr zurückhaltend.
Sollte er es aber schaffen, "werden wir am Sonntag als Team nochmal in die Offensive gehen und ein schönes Ergebnis einfahren", kündigte Zimmermann an.