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31.07.2026 | (rsn) – Wout van Aert und sein Team Vsma – Lease a Bike dominieren die 36. Dänemark-Rundfahrt (2.Pro) weiter nach Belieben. Der Belgier gewann auch die 3. Etappe über 202,9 Kilometer von Fredericia nach Vejle und baute mit dem dritten Sieg in Folge auch die Führung in der Gesamtwertung aus.
Dem erneut starken Slowakischen Meister Lukas Kubis (Unibet – Rose Rockets) blieb mit zwei Sekunden Rückstand nur der zweite Platz vor van Aerts französischem Teamkollegen Christophe Laporte (+0:04) sowie den beiden Dänen Henrik Pedersen (Uno-X Mobility / +0:04) und Sören Kragh Andersen (Lidl – Trek / +0:08).
“Meine Beine schmerzten enorm", gab van Aert gegenüber Sporza zu."Es mag jetzt, nach dem Ziel, vielleicht etwas seltsam klingen, aber ich habe mich eigentlich gar nicht so gut gefühlt. Deshalb hatten wir vereinbart, dass Christophe Laporte auf den Etappensieg fahren durfte. Eigentlich wollte ich Christophe am Schlussanstieg lancieren, aber oben sah ich, dass nur noch Kubis in der Nähe war. Also musste ich es selbst versuchen...deshalb ist dieser Sieg etwas unerwartet“, erklärte der Flame.
Nach seinem überragenden Auftritt auf der Königsetappe – bereits 2018 hatte er in Vejle den Grundstock zum späteren Gesamtsieg gelegt – liegt der 31-jährige van Aert nun 20 Sekunden vor Kubis. Laporte (+0:30) verdrängte den zeitgleichen Pedersen auf den vierten Platz.
Van Aert baute mit Saisonsieg Nummer 5 auch die Führung in der Punktewertung aus. Der Däne Aksel Bech Skot-Hansen (Give Steel) übernahm das Bergtrikot.
Auf der längsten und schwersten Etappe der PostNord Tour of Denmark setzten sich früh vier heimische Fahrer um den früheren WorldTour-Profi Andreas Stokbro (ColoQuick) ab und bekamen bei regnerischem Wetter und deutlich niedrigeren Temperaturen als noch gestern knapp drei Minuten Vorsprung zugestanden.
Etwa zur Rennmitte zerfiel das von Visma angeführte Feld in Folge mehrerer Attacken, als Nebeneffekt sank der Rückstand auf das Spitzenquartett auf deutlich unter eine Minute. Ein Massensturz sorgte für weitere Turbulenzen, ehe danach wieder Ruhe einkehrte und viele Fahrer wieder den Anschluss schafften. Skot-Hansen sammelte an den Bergwertungen so viele Punkte, dass es im Ziel für die Spitze der Sonderwertung reichte.
Knapp 70 Kilometer vor dem Ziel schüttelte Stokbro seine zu diesem Zeitpunkt nur noch zwei Begleiter ab, während Visma im immer kleiner werdenden Feld das Tempo erhöhte. In einem Kreisel rutschte Devo-Fahrer Ashlin Barry weg und knallte gegen den Bordstein, wodurch sich seine Teamkollegen aber nicht aus dem Konzept bringen ließen – auch nicht von einem Defekt des Kapitäns, dem 50 Kilometer vor dem Ziel auf neuem Rad wieder der Anschluss an das Feld gelang.
Das Streckenprofil der 3. Etappe der Dänemark-Rundfahrt | Foto: Veranstalter
Kurz darauf erhielt Stokbo an der Spitze Begleitung von drei Fahrern, darunter auch Matyas Kopecky von den Unibet - Rose Rockets, der sich auch bei der ersten Zielpassage den Bonussprint am Ende des finalen Anstiegs holte. Knapp eine halbe Minute später folgte das durch das hohe Visma-Tempo ausgedünnte Feld. An der zweiten Passage beschleunigte van Aerts Edelhelfer Laporte, führte seinen Kapitän an die Spitze heran und zog weiter durch.
So entstand eine rund 15-köpfige Spitzengruppe, in der Unibet gleich dreifach vertreten war. 17 Kilometer vor dem Ziel attackierte van Aert mit Kubis am Hinterrad dann in einem weiteren Anstieg, ehe dem Rest der Gruppe wieder der Anschluss gelang. In der Rampe zur vorletzten Zieldurchfahrt hielten weiter Laporte und van Aert das Tempo hoch.
Nach wechselseitigen Attacken übernahm das Uno-Trio Alexander Kamp, William Levy Blume und Pedersen die Spitze, ehe van Aert zu Beginn des 800 Meter langen Schlussanstiegs attackierte und unwiderstehlich zu seinem dritten Sieg in Folge durchzog. Kubis blieb zum wiederholten Mal in dieser Saison der zweite Platz, Laporte wurde mit einigen Metern Rückstand Dritter.
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