Behrens gibt Saisoneinstand

Van Aert führt bei Dänemark-Rundfahrt Vismas Comeback-Trio an

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Van Aert führt bei Dänemark-Rundfahrt Vismas Comeback-Trio an"
Wout van Aert (Visma - Lease a Bike) mit seinem Teamkollegen Christophe Laporte am Hinterrad | Foto: Cor Vos

29.07.2026  |  (rsn) – “Wir freuen uns, sowohl Wout als auch Christophe wieder zurück im Renngeschehen zu sehen“, hieß es auf dem offiziellen Twitter-Kanal von Visma – Lease a Bike in der Ankündigung zur Dänemark-Rundfahrt (2.Pro). Wout van Aert hatte am 11. Juni bei der Tour Auvergne-Rhone-Alpes (2.UWT) seinen bisher letzten Einsatz, bei Christophe Laporte ist es sogar noch länger her: Der Franzose war zuletzt am 19. April beim Amstel Gold Race (1.UWT) aktiv. 

Nicht erwähnt wurde dagegen Niklas Behrens. Der U23-Weltmeister von 2024 steigt nach Herzrhythmusstörungen erstmals seit dem 19. Oktober 2025 wieder in den Rennsattel. Und das tut er an der Seite jener zwei Visma-Kapitäne, von denen van Aert der Blickfänger der am Mittwoch beginnenden fünftägigen Rundfahrt ist.

In Topform tritt der Belgier nach seinem Sturz bei der Tour-Generalprobe aber nicht an. “Momentan geht es in die richtige Richtung, aber ich habe weit mehr an Fitness eingebüßt, als ich gehofft hatte“, verriet der 31-Jährige Het Nieuwsblad. “Als ich bei der Dauphiné (Tour Auvergne, d. Red.) ausstieg, dachte ich: ‘Es wird schwer werden, rechtzeitig zur Tour in Topform zu kommen.‘ Doch selbst das war noch zu optimistisch. Die Antibiotika haben mich wirklich stark mitgenommen. Zwei oder drei Wochen später war kaum noch Fitness übrig. Ich musste hart arbeiten, um wieder ein gewisses Grundniveau zu erreichen.“

Sein Renneinstieg in Dänemark dient einem größeren Ziel. “Ich wollte unbedingt vor der Vuelta a Espana Rennen bestreiten, weil ich diesen Rhythmus brauche. Die Alternative zu Dänemark wäre die Vuelta a Burgos gewesen, aber die liegt zeitlich sehr nah an der Vuelta selbst. So kann ich Dänemark fahren und anschließend einen soliden Trainingsblock absolvieren, um noch die letzten Feinheiten zu optimieren“, erklärte van Aert.

Über Dänemark nach Spanien

Doch auch im Norden Europas wird er direkt gefordert sein:Zum Auftakt in Aalborg stehen im Finale drei Überquerungen eines Anstiegs an, ein ganz ähnliches Profil finden die Fahrer am zweiten Tag in Skive vor. Die 3. Etappe rund um Vejle ist traditionell die schwerste der Rundfahrt und am Samstag warten in Faaborg drei Hügel im Finale. Nur beim fünften und letzten Teilstück wurde wirklich an die Sprinter gedacht.

Für van Aert ist das aber kein Problem – und auch die anderen beiden Rückkehrer finden Terrain vor, das ihnen schmeckt. “Die Motivation ist jedenfalls noch da“, versicherte der Roubaix-Sieger. “Ich bin am 1. Juli nach Italien aufgebrochen und habe dort fast siebzehn Tage im Höhentrainingslager verbracht. Man ist nur dann einen Monat lang von zu Hause weg, wenn man noch ehrgeizig ist. Natürlich ist die Vuelta sehr hart. Die Strecke erfordert eine wirklich gute Form. Daran arbeiten wir jetzt.“

Begleitet wird das Comeback-Trio in Dänemark vom Niederländer Menno Huising, dem Italiener Pietro Mattio sowie zwei Devo-Fahrern, dem US-Amerikaner Ashlin Barry und dem Norweger Jonas Hoydahl.

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Tour de l`Ain (2.1, FRA)
  • Tour Alsace (2.2, FRA)
  • Tour de Banyuwangi Ijen (2.2, IDN)
  • PostNord Tour of Denmark (2.Pro, DEN)