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30.07.2026 | (rsn) – Nach dem überlegenen Auftaktsieg schien sich Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) auf der 2. Etappe der Dänemark-Rundfahrt (2.Pro) über 182,9 Kilometer von Glyngore nach Skive mit Rang zwei zufrieden geben zu müssen - geschlagen von Jensen Plowright (Alpecin - Premier Tech), der in einem wilden Sprint die höchste Endgeschwindigkeit hatte und sich ein packendes Duell mit dem Belgier lieferte. Kurz darauf wurde der Australier dann auch als Etappensieger bekanntgegeben und im Flash-Interview nach seinem vermeintlich dritten Profisieg und dem ersten seit zwei Jahren befragt.
"Es war super verrückt und super schnell, es war ein schöner Rundkurs, aber dann super hektisch in der Abfahrt. Und ich hatte dann die letzten paar hundert Meter einen prima Lauf bis ins Ziel. Ich habe lange warten müssen. Und Wout van Aert zu schlagen: Das werde ich als Foto vor mir an die Wand hängen. Ich denke, ich kann jetzt zurücktreten“, scherzte da ein strahlender Plowright und fügte an: “Wir als Team können das genießen und ich denke, wir werden hier noch eine gute Woche haben.“
Dann aber korrigierte die Jury ihre Entscheidung und erklärte nach Analyse des Zielfotos doch van Aert zum Gewinner auch des zweiten Tagesabschnitts. Der 26-jährige Plowright dagegen wartet weiter auf seinen dritten Sieg bei den Profis.
Tagesdritter wurde van Aerts Landsmann Toon Aerts (Lotto – Intermarché) vor dem Italiener Giovanni Lonardi (Polti – VisitMalta) und dem Dänen Carl-Frederik Bévort (Uno-X Mobility). Als bester deutscher Fahrer jagte Max Walscheid (Lidl – Trek) als Sechster über den Zielstrich, nachdem er Heidelberger seinen Sprint erst spät hatte starten können.
Im Gesamtklassement führt van Aert, der in Dänemark sein Comeback-Rennen bestreitet, nach seinem vierten Saisonsieg mit nunmehr 14 Sekunden Vorsprung vor dem Slowaken Lukas Kubis (Unibet – Rose Rockets), der nach Rang zwei zum Auftakt diesmal Zehnter wurde. Walscheids Teamkollege Tim Torn Teutenberg büßte eine Position ein, ist aber auf dem fünften Platz (+0:20) weiterhin bester der deutschen Profis.
Der 31-jährige van Aert verteidigte auch seine Führung in der Punktewertung, der Däne Sebastian Nielsen (ColoQuick) behauptete seine Spitzenposition in der Bergwertung, der Gesamtdritte Henrik Pedersen (Uno-X Mobility) bleibt bester Nachwuchsfahrer.
75 Kilometer vor dem Ziel zerfiel das Feld kurzzeitig auf der Windkante. Wang, mit 27 Rückstand auf van Aert der im Gesamtklassement bestplatzierte der Ausreißer, holte sich an den beiden Zwischensprints fünf Bonussekunden und war zwischenzeitlich auch virtueller Gesamtführender.
Im Feld beteiligte sich nun auch der US-Zweitdivisionär Modern Adventure an der Jagd auf das Spitzenseptett, dessen Vorsprung eingangs der letzten 40 Kilometer auf rund eine Minute zusammengeschrumpft war. 18 Kilometer später sicherte sich Wang aus der jetzt nur noch fünfköpfigen Gruppe heraus bei der ersten Zieldurchfahrt auch den dritten Bonussprint, wofür er weitere drei Sekunden erhielt.
Das Streckenprofil der 2. Etappe der Dänemark-Rundfahrt | Foto: Veranstalter
Danach fiel die Spitzengruppe auf der ersten der drei lokalen Runden auseinander, zugleich schlossen mehrere Fahrer, darunter Alpecin-Sprinter Henri Uhlig, aus dem Feld auf. Doch bei den Verfolgern zog nun Visma die Zügel an und stellte die letzten beiden Ausreißer gut sechs Kilometer vor dem Ziel. Kurz darauf versammelte sich die dänische Nationalmannschaft an der Spitze und vereitelte auch eine später Attacke von Alexander Kamp (Uno-X Mobility) und Francesco Munoz (Polti – Visit Malta).
Auf der Zielgarde lancierten die Unibet – Rose Rockets ihren Sprintkapitän Kubis, von dessen Hinterrad aus dann van Aert antrat. Auf den letzten Metern jagte Plowright noch heran und überquerte praktisch gleichauf mit dem Träger des Blauen Führungstrikots die Ziellinie. Letztlich wurde dann aber van Aert zum Sieger erklärt.
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