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04.10.2026 | (rsn) - Die Temperaturen waren gerade so in den zweistelligen Bereich geklettert, als um 9:00 Uhr am Sonntagmorgen in Sencur das Straßenrennen der Juniorinnen startete. Dass den Teilnehmerinnen früh warm wurde, dafür sorgte vor allem ein Team: jenes aus Deutschland. Das Sextett setzte sich von Beginn an die Spitze des Rennens und machte die Anfahrt zum Mozjanca-Anstieg gleich richtig schnell. Während dort die ersten Fahrerinnen schon ihre Probleme bekamen, blieben sich die Deutschen ihrer Taktik treu und stiefelten ordentlich hoch.
“Wir hatten uns vorgenommen, eine Gruppe zu inszenieren und das ist uns auch dann gelungen“, schilderte Leni Burger gegenüber radsport-news.com. Die 18-Jährige gehörte schon vor einer Woche in Montreal zum deutschen Aufgebot, welches dort schon mit einer guten Teamleistung auffiel. Nachdem auf dem Plateau des Anstieges kein weiteres Team in die Arbeit der Deutschen einsteigen wollte, probierte es Burger dann in der Abfahrt, in die sie sich völlig furchtlos stürzte. ___STEADY_PAYWALL___
Das Ausreißerquartett im Rennen der Juniorinnen | Foto: Cor Vos
“Sie kann das sehr gut und auch mir liegt es, wenn es bergab geht“, erklärte Klara Dworatzek, die sich dann mit Burger sowie der Italienerin Azzurra Ballan, der Französin Morgane Lestrade und der Spanierin Naxara Odriozola vom Feld lösen konnte. Da zum einen vier große Nationen an der Rennspitze waren und dahinter die Favoritinnen nicht wirklich die Nachführarbeit organisieren konnten, wuchs der Vorsprung auf eine knappe Minute an.
Als sich dahinter aus dem Feld auch die Niederländerin Jade Zijlstra abgesetzt hatte, schlief das Tempo dort noch weiter ein, sodass der Vorsprung der Ausreißerinnen, die an der zweiten Mozjanca-Überfahrt Odriozola abschütteln konnte, stetig anwuchs. “Wir waren uns sofort alle einig und deshalb ist das auch gut gelaufen“, beschrieb Dworatzek, die über das offizielle Begleitmotorrad immer wieder die Abstände auf das Peloton verfolgte. Die Deutschen starteten mit der Anweisung, das Rennen aktiv zu gestalten. Eine Erfahrung, die sie aus den Weltmeisterschaften in Montreal mitgenommen hatten. Schon dort vielen sie durch eine gute Teamleistung auf, welche sie aber nicht in eine Medaille ummünzen konnten.
“In Kanada haben wir noch ein paar taktische Fehler gemacht, das wollten wir hier vermeiden“, erklärte Leni Burger, die einen extrem starken Eindruck im Rennen hinterließ. Sie war es, die das Feld am ersten Anstieg verkleinerte, sie war es auch, die die entscheidende Attacke initiierte und am Ende war sie es auch, die das Finale für ihre Teamkollegin und bessere Sprinterin Dworatzek vorbereiten sollte.
Die drei Juniorinnen auf dem Podium | Foto: Cor Vos
“Sie hat mich zu 1000 Prozent unterstützt heute und dafür möchte ich mich bei ihr bedanken, aber auch beim gesamten Team. Wir hatten uns eine Medaille vorgenommen und diese auch geschafft“, so Dworatzek, die am Ende die Bronzemedaille einfahren konnte. Eine Attacke ihrer Teamkollegin Burger zuvor wurde gleich von Ballan und Lestrade gestellt, sodass sich die beiden Deutschen für den Sprint von vorne entschieden.
Die letzte, tückische Kurve rund 300 Meter vor dem Ziel, durchfuhren Burger und Dworatzek an erster und zweiter Stelle - eigentlich perfekt, doch sowohl die Italienerin und die Französin zogen noch an ihr vorbei. “Leider hatte Klara auch nicht mehr die Beine“, meinte Burger, die natürlich auch ein wenig enttäuscht mit ihrer Platzierung war. “Dennoch haben wir uns nichts vorzuwerfen“, fügte sie an. Das starke Teamergebnis rundeten dann noch Edda Bieberle als Achte und Amandine Jakob als Zehnte ab, die mit der Hauptgruppe rund eineinhalb Minuten nach ihren Teamkolleginnen das Ziel erreichten.
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