14. August - St. Georgen/ Attergau (A) - 2200 km, 30.000 hm

Race Around Austria: Christoph Strasser startet im Zweier-Team

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Christoph Strasser beim Race Around Austria 2018, das er als Solist bestritt. | Foto: pixxio media

13.08.2019  |  (rsn, pm) - 2200 Kilometer mit 30.000 Höhenmetern - das "Race Around Austria" ist eine Extrem-Strecke, und eine physische und psychische Herausforderung. Doch Europas härtestes Radrennen muss man nicht als Solist fahren, man kann es auch im Team bestreiten, als Zweier- oder als Vierer-Mannschaft.

Insgesamt zehn Teams messen sich bei der elften Ausgabe
des Nonstop-Rennens. Sie werden morgen (Mittwoch) über die Startbühne in St. Georgen/ Attergau rollen und in ihr Abenteuer starten. Dabei werden die 2200 Kilometer auf die einzelnen Sportler aufgeteilt.

Je nach Team-Taktik werden entweder kürzere Einheiten von 20 Minuten bis zu einer halben Stunde, oder längere von mehreren Stunden gefahren. Die Wechsel sind auch abhängig von der jeweiligen Pausen-Taktik, wobei Schlaf nur bei den Vierermannschaften eingeplant ist.

Die Nonstop-Zusammenarbeit zahlt sich aus,
denn immerhin kann dadurch auf den 2200 Kilometern eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 32 km/h erzielt werden. Die schnellsten Mannschaften sind in weniger als 72 Stunden wieder zurück am Attersee.

Auch Christoph Strasser tritt morgen in einem Zweier-Team an. Sechsmal gewann der Steirer das Race Across America und dreimal das Race Around Austria schon als Solist. Dass Strasser aber auch ein Teamplayer ist, unterstrich er schon 2013, als der das Rennen rund um Österreich als Mitglied einer Viererstaffel gewinnen konnte.

Nun will Strasser es zu zweit wissen,
gemeinsam mit seinem Grazer Freund und Trainings-Kollegen Lukas Kienreich wird er morgen um 10/36 Uhr von der Startbühne in St. Georgen im Attergau rollen.

"Wir sind top-vorbereitet. Lukas ist momentan Radbote bei Veloblitz. Er wurde beim RAA-Einzelrennen vor zwei Jahren Dritter und hat 2016 mit Severin Zotter im Zweier-Team gewonnen. Als mehrmaliger 'Race Across The Alps'-Solo-Finisher und mehrmaliger Gewinner von 24-Stunden-Rennen ist er ein absoluter Top-Fahrer. Wir möchten das Rennen unter drei Tagen beenden", erklärte Strasser gestern. Beide Sportler werden je ein Berg- und ein Zeitfahrrad dabei haben.

Vor allem der Taktik kommt bei einem Rennen
im Zweier-Team große Bedeutung zu: "Um den größtmöglichen Speed zu erreichen, werden wir sehr kurze 'Turns' fahren und alle 20 Minuten wechseln. So kann jeder Fahrer Vollgas geben, ohne zu sehr zu ermüden.

Aber so ist die Erholungszeit für den Partner sehr kurz. Trotzdem ist es aus sportwissenschaftlicher Sicht am schnellsten, wenn wir so kurze Turns fahren. Maximal in der Nacht werden wir vereinzelte lange Wechsel von rund einer Stunde einlegen, damit der Partner kurz schlafen kann."

Der Einsatz im Duett wird vor allem
für die Crew eine große Herausforderung. Das zweite Begleitauto packt den Fahrer ein, der gerade vom Rad gestiegen ist, fährt zehn bis 15 Kilometer voraus, sucht eine geeignete Stelle für den nächsten Wechsel und bereitet alles vor. Dann wiederholt sich alles.

"Das zweite Begleitauto bleibt immer beim aktiven Fahrer und navigiert. Wir müssen alle flexibel bleiben, das ist unser Plan. Durch die vielen Wechsel kann das Rennen im Gegensatz zu einer Solo-Fahrt weniger durchdacht und geplant werden", ergänzte Strasser.

Hier der Livestream:

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