Hannover - auch Maschsee-Triathlon

„ProAm – Dein Tag“: entfällt wegen “nicht zu kontrollierendem Zuschauerverhalten“

Foto zu dem Text "„ProAm – Dein Tag“: entfällt wegen “nicht zu kontrollierendem Zuschauerverhalten“"
| Foto: Oliver Farys/ eichelsEvent

08.07.2020  |  (rsn, mk) - Dreimal war das Jedermann-Radrennen „ProAm - Dein Tag“ in der Region Hannover mit bis zu 2000 Starter/innen auf drei Strecken bisher unterwegs. In diesem Jahr muss das Rad-Festival aufgrund der Corona-Pandemie entfallen, ebenso wie der traditionelle Maschsee-Triathlon.

"Nach den derzeit bestehenden behördlichen Verordnungen sind beide Veranstaltungen nicht durchführbar
und müssen für dieses Jahr abgesagt werden", sagt Pressesprecher Michael Kramer: "Es gab es bis zuletzt in den konstruktiven Planungsrunden mit den Verantwortlichen der Stadt Hannover, der Polizeidirektion und dem Gesundheitsamt der Region Hannover Hoffnung, viel Optimismus und positive Rückmeldungen."

Stefanie Eichel vom Veranstalter eichelsEvent:„Aufgrund eines umfangreichen Hygiene-Konzepts waren wir zuversichtlich, die sportlichen Wettkämpfe gemäß der geltenden Verordnung durchführen zu können. Letztendlich hat sich aber in erster Linie ein nicht zu kontrollierendes Zuschauerverhalten als bedenklich und nicht mit dem Infektionsschutz vereinbar erwiesen. Wir bedauern das sehr, stehen aber voll und ganz zu der Entscheidung, die unterstreicht, dass die Gesundheit in jedem Fall uneingeschränkt im Vordergrund steht.“

Die beiden sportlichen Prüfungen wären
in diesem Jahr komplett anders verlaufen als in den Vorjahren. Geplant waren reine Wettkämpfe, ohne Event-Charakter, ohne Beiprogramm und quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Start- und Zielbereich. „Natürlich wären es nicht die Veranstaltungen, wie wir sie kennen und auch lieben,“ so Projektleiter Jan Raphael: „Wir haben sehr viel Arbeit in die geänderten Strukturen gesteckt, hätten die Zuschauer gebeten, lieber zu Hause zu bleiben und hätten beispielsweise den Start-/ Zielbereich ausschließlich für die Athleten zugänglich gemacht."

Raphael weiter: "Bei allen Einschränkungen und gefühlt unattraktiven Anpassungen - wir haben die möglichen und machbaren Erfordernisse umgesetzt und um die Durchführung gekämpft. Zu gern wollten wir den Sportlerinnen und Sportlern die Gelegenheit geben, endlich mal wieder einen Wettkampf zu absolvieren und haben dafür auch viel Zuspruch und Unterstützung erhalten. Leider hat es am Ende doch nicht ganz gereicht. Die Enttäuschung über die Absage ist groß!“

Für die kommende Woche wird von der Landesregierung
erneut eine überarbeitete Verordnung mit möglicherweise weiteren Lockerungen angekündigt; für die finale Entscheidung für die beiden Wettbewerbe ist es dann aber zu spät. „Alle vorbereitenden Maßnahmen sind getroffen, aber noch eine weitere Woche können wir nicht ausharren“, sagt Veranstalterin Eichel: „In der Kürze wäre dann eine seriöse und reibungslose Abwicklung der Events nicht mehr zu gewährleisten und auch für die gemeldeten Teilnehmenden ist die Zeit schon mehr als weit fortgeschritten. Alle brauchen Gewissheit.“ Auch Überlegungen über eine etwaige Verschiebung auf einen späteren Termin mussten verworfen werden.

 

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