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11.06.2026 | Knapp drei Wochen nach dem UCI Granfondo Vosges stand das Team Strassacker ein weiteres Mal in den Vogesen am Start eines langen, schweren Rennens. Für den "Granfondo Trois Ballons Chef de File" galt es erneut die Bergbeine einzupacken, denn mit über 4000 Höhenmetern stand ein wahrer Klettertag auf der Liste - den das Team, soviel vorab, schließlich erfolgreich meisterte.
Mit den ersten Sonnenstrahlen über Ronchamp fiel der Startschuss für einen langen Tag auf dem Rad. Das Team Strassacker war mit sechs Fahren beim Granfondo Trois Ballons vertreten. Auf dem Programm standen 180 Kilometer mit mehr als 4000 Höhenmetern, einmal quer durch die Nord-Vogesen, mit legendären Anstiegen wie dem Grand Ballon, dem Ballon d'Alsace und der durch die Tour de France bekannten Planche des Belles Filles.
Das Rennen wurde neutralisiert gestartet und das Team versuchte sich für den scharfen Start am ersten Anstieg nach etwa zwölf Kilometern vorne zu positionieren. Dann ging es direkt heiß her: Am Ballon de Servance versuchten die Favoriten aus Belgien rund um den späteren Sieger Vince Mattens eine frühe Selektion herbeizuführen.
Auf der Suche nach den verlorenen GadgetsMit Erfolg: Am Ende des Anstiegs formierte sich eine zehnköpfige Spitzengruppe, mit dabei vom Team Strassacker Nils Kessler und ich, die gemeinsam die verwinkelte Abfahrt in Angriff nahm. Dort ereilten Dennis Biederer leider technische Probleme: Er verlor am Ballon de Servance die Action-Cam samt Halterung und den Renn-Computer. Er machte sich zusammen mit Ben Witt auf die Suche nach den teuren Gadgets - ein viel zu frühes Rennende für zwei starke Team-Fahrer.
In der Abfahrt konnten Teile des Felds zur Spitzengruppe des Rennens aufschließen, mit dabei auch Dennis Höllige und Marvin Schmid. Das nun an der Spitze gut vertretene Team Strassacker machte sich mit etwa 30 weiteren Fahrern über einige kleinere Anstiege auf zur nächsten großen Schwierigkeit des Tages, dem Grand Ballon.
Mit Beginn des Anstiegs folgte die nächste harte Attacke von Vince Mattens: Nur sechs weitere Fahrer konnten folgen, sodass die Auffahrt Richtung Grand Ballon vorne zu siebt in Angriff genommen wurde; mit dabei vom Team Strassacker war nur ich. Zum Glück konnte Nils auf der Route des Crêtes mit zwei weiteren Fahrern wieder aufschließen, sodass wir zu zehnt die schnelle Abfahrt vom Grand Ballon antraten.
Bis zum Ballon d'Alsace wurde weiter zügig gefahren, allerdings ohne nennenswerte Tempoverschärfungen. Am Anstieg angekommen folgte die nächste Attacke des späteren Siegers. Beim Versuch mitzugehen musste ich leider feststellen, dass sich meine schlechte Verpflegung während des Rennes rächte - der Tank war völlig leer. Auch Nils entschied sich nun für ein besser kontrolliertes Tempo. Die Spitzengruppe ging ihrer Wege, leider ohne das Team Strassacker.
Beißen im FinaleIn der Abfahrt hinunter vom Ballon d'Alsace und im anschließenden Flachstück Richtung Planche des Belles Filles zeigte Nils erneut seine wahre Klasse: Von vorne mit mir – völlig grau am Hinterrad - fahrend, brachte er uns dank seines großen Motors praktisch im Alleingang an den Fuß des finalen Anstiegs. Dort hieß es noch einmal Beißen...
Das steile Finale hoch zur Skistation pedalierte Nils in seinem Tempo weiter und konnte am Ende einen hervorragenden elften Platz erreichen. Ich kam hinter Nils als Zwölfter ins Ziel, Marvin und Dennis komplettierten das starke Team-Ergebnis mit den Plätzen 19 und 22.
"Im Ergebnis wieder ein sehr solider Auftritt des Teams, angesichts des internationalen Starterfelds in den Vogesen hoch einzuschätzen", lobte Team-Chef Franco Adamo: "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Fahrer." Zum Füße hochlegen ist nach den zwei schweren Rennen in Frankreich jedoch keine Zeit: Schon nächstes Wochenende sind die Bergbeine erneut gefragt, im Allgäu beim "RadRace 120" - für das sich das Team einiges vorgenommen hat.
Benedikt Fundel ist Fahrer beim Team Strassacker.