Ein Überblick des pressedienst-fahrrad

Schutzbleche: Immer sauber bleiben

Foto zu dem Text "Schutzbleche: Immer sauber bleiben "
„Speedrocker“ von SKS Germany | Foto: sks-germany.com/ pd-f

02.10.2020  |  (pd-f/ af) - Der klassische Streifenhörnchen-Look - eine dünne, lange Schmutzspur am Rücken - verrät schnell, dass man im Regen mit einem Rad ohne Schutzbleche unterwegs war. Radschützer (wie Schutzbleche seit neuestem heißen) schützen Radfahrer/innen und ihre Hosenbeine, Schuhe, Jacken und Gesichter vor Spritzwasser und Schmutz. Die Auswahl an Modellen ist groß und unterscheidet sich in Einsatzzweck und Befestigungsart. Der pressedienst-fahrrad zeigt, was es zu beachten gilt.

Viele Alltagsräder haben fest montierte Schutzbleche,
sodass verschmutzte Kleidung kein Thema ist. Allerdings greifen manche Bleche im Wortsinn zu kurz. Dann hilft nur gegen längere zu tauschen, etwa „Bluemels Longboard“ von SKS Germany mit besonders langen Schmutzlappen (32,99 Euro). Sie werden an den Ösen von Gabel und Hinterbaustreben verschraubt. „Falls Äste oder grober Dreck zwischen Reifen und Schutzblech geraten, verhindert das sogenannte Secu-Clip-Sicherheits-System, dass der Radschützer das Vorderrad blockiert, indem die Streben automatisch entkoppelt werden“, so Sarah Baukmann von SKS Germany.

Was für den Alltag sinnvoll ist, lässt sportliche Radelnde meist zusammenzucken: Ein Blech am Renner oder Crosser? Auf keinen Fall! Doch mit trockenem Hinterteil macht Radsport definitiv mehr Spaß. Hier eignet sich der „Speedrocker“ von SKS Germany, der speziell für solche Räder entwickelt wurde (49,99 Euro). Das Halterungs-System erlaubt eine flexible Montage bei Gravel-Bikes und Cyclocrossern mit einer Reifenbreite von 32 bis 42 Millimetern.

Um Hintermänner und -frauen bei Gruppenausfahrten
zu schützen, eignet sich die „Speedrocker Extension“ (9,99 Euro) aus Kunststoff. Sie wird einfach am "Speedrocker" befestigt und verlängert den Schützer um 170 Millimeter – damit schlägt sie dem Schlamm ein echtes Schnippchen.

Bikepacker haben es im Regen übrigens gut: Ihre Taschen erfüllen auch eine gewisse Schutz-Funktion. Eine große Satteltasche (z. B. „Seat Pack“ von Ortlieb, ab 129,99 Euro) ist komplett wasserdicht und hält, fest mit Klettverschlüssen an Sattel und Sattelstütze angebracht, Nässe und Schmutz vom Rücken fern.

„Die kleinere Variante der Tasche braucht
für die Anbringung am Rad kaum Platz, lediglich sechs Zentimeter freie Sattelstütze, um die Klettverschlüsse sicher zu befestigen“, erläutert Peter Wöstmann von Ortlieb. Dadurch eignet sich die Tasche auch für Räder mit kleinen Rahmen, oder mit verstellbaren Sattelstützen.

Wer auch ab und zu im Dunkeln unterwegs ist, kann sich für einen hinteren Mudguard mit integriertem Rücklicht entscheiden. Das „Nightblade“ (39,99 Euro) hat ein Rücklicht mit herausnehmbarem Akku, der sich per USB aufladen lässt. Das Modell ist für Bikes mit einer Bereifung von 26, 27,5 und 29 Zoll geeignet und wird mit sogenannten Powerstraps an der Sattelstütze befestigt.

Nicht immer passen das vorhandene Rücklicht
und Kabel an das neue Schutzblech. Wer auf Friemel-Arbeit lieber verzichtet, rüstet einfach seine bestehenden Schutzbleche nach - zum Beispiel mit dem „Toetector“ (8 Euro) von Ass Savers, der am Vorderrad die Schuhe trocken hält und dem „Brotector“ (9 Euro), der Mitfahrer vor Spritzwasser vom Hinterrad schützt. Beide werden ans Schutzblech geschraubt. Pfiffiges Plus: das reflektierende Muster.

Ebenfalls für den vollständigen Schutz an Rädern, die bereits mit einem Schutzblech ausgestattet sind, hat Fahrer Berlin die Verlängerung „Latz“ entwickelt. Der Spritzschutz aus wetterfester Lkw-Plane ist in verschiedenen Farben und Schutzblechbreiten lieferbar (z. B. „Latz Race“, ab 30 Millimeter, 9,65 Euro). Für Räder, die einen Kinderanhänger ziehen, gibt es den „Latz XL“ (12,57 Euro), der das Hinterrad-Schutzblech fast bis zum Boden verlängert, sodass der Nachwuchs ohne Spritzwasser-Spuren die Kita erreicht.

Das beste Schutzblech nutzt aber nichts,
wenn es falsch angebracht ist. Deshalb gilt: Bei der Montage darauf achten, dass zwischen Schutzblech und Reifen ein Abstand von etwa zehn Millimetern besteht. Ist der Abstand geringer, kann das Blech in Kurven schleifen, außerdem setzt sich in einem kleinen Zwischenraum schneller Schmutz fest, der das Rad behindern kann.

Ein zu großer Abstand wiederum läuft der ursprünglichen Funktion der Schutzbleche zuwider – Schmutz und Wasser finden ihren Weg auf Schuhe und Hosenbeine. Und nicht zuletzt ist es wichtig, das zur Reifengröße passende Schutzblech zu wählen. Es sollte immer einige Millimeter breiter als der Reifen sein und sorgfältig in der Mitte ausgerichtet werden. So kommt man trocken und ohne Schleifgeräusche ans Ziel...

 
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